Cloud-ERP-Systeme wie weclapp, scopevisio, myfactory, plentymarkets oder Microsoft Dynamics 365 stellen ERP als Datenfundament für viele tausend Unternehmen zentral über den Browser zur Verfügung. Das Auslagern der eigenen IT ist verlockend, doch worauf muss ich wirklich achten?
In dieser Folge mit dem Gründer und Geschäftsführer von weclapp erfahren Sie:
- wie Cloud-ERP funktioniert,
- wie auch eigene Software- und Hardwarelösungen angebunden werden können,
- wie teuer ein derartiges Angebot ist und
- wie sicher Ihre Daten wirklich sind.
Viel Vergnügen.
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In diesem Sinne: keep connected.
Herzlichst
Ihr
Axel Winkelmann
Transcript:
ERP-Podcast Folge 43 Anforderungen an ein ERP-System in der Cloud Ein Interview mit dem WeClab-Gründer und Geschäftsführer Ertan Özdil Cloud-ERP-Systeme wie WeClab, Scope Visio, MyFactory, PlentyMarkets oder Microsoft Dynamics 365 stellen ERP als Datenfundament für viele tausend Unternehmen zentral über dem Browser zur Verfügung. Das Auslagern der eigenen IT ist verlockend, doch worauf muss ich wirklich achten? In dieser Folge mit dem Gründer und Geschäftsführer von WeClab erfahren Sie, wie Cloud-ERP funktioniert, wie auch eigene Software- und Hardwarelösungen angebunden werden können, wie teuer ein derartiges Angebot ist und wie sicher Ihre Daten wirklich sind. Viel Vergnügen! Herzlich willkommen zum ERP-Podcast, dem Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen auseinandersetzen wollen.
Mit diesem Podcast möchte ich Sie mit eigenen Gedanken und Interviews bei der Gestaltung moderner IT-Konzepte nebenbei, also zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren, begleiten. Damit möchte ich Ihnen in dieser von technologischen Veränderungen geprägten Zeit Informationen anbieten, die sich in Zeitschriften, Fachbüchern und wissenschaftlichen Artikeln in dieser Form nicht darlegen lassen und für die sich im hektischen Alltag ohnehin nicht die Zeit findet. Mein Name ist Axel Winkelmann.
Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg. So, liebe Zuhörer, herzlich willkommen zurück zum ERP-Podcast. Heute habe ich wieder einen ERP-Hersteller im Gespräch, Gründer und Geschäftsführer der Firma Weclapp, einem Cloud-basierten ERP-System.
Ich begrüße ganz herzlich Herrn Ötton Öztil bei mir im ERP-Podcast. Herzlich willkommen. Vielen Dank.
Hallo Herr Winkelmann. Vielleicht zu Beginn, bevor wir mit der Software und unserem heutigen Thema Anforderungen an ein ERP-System in der Cloud beginnen. Wer ist die Person Ertan Öztil? Wer sind Sie? Was machen Sie? Ja, Ertan Öztil, 43 Jahre, ich bin Vater von drei Kindern, geboren in Mittelfranken in Deutschland.
Meine Eltern kommen aus, das werde ich häufig gefragt, aus Südostanatolien in der Türkei. Ja, und beschäftige mich, wenn ich Zeit habe, hauptsächlich mit meinen Kindern. Das ist schon das Stichwort.
Als Geschäftsführer, Gründer, wahrscheinlich auch gedankliches Gehirn eines ERP-Systems ist Zeit wahrscheinlich bei Ihnen ein knappes Gut. Das ist vollkommen richtig, ja. Vielleicht können Sie ein bisschen was sagen zu Ihrem Unternehmen Weclapp.
Weclapp ist ein reines cloudbasiertes Produkt. Wir haben 2008 mit der Entwicklung des Produktes begonnen. Sind also eines der modernen neuen ERP-Systeme, die es so auf dem deutschen Markt gibt.
Das Weclapp ERP-System ist von Anfang an auf modernen Technologien aufgebaut, für die Zukunft ausgerichtet. Damit sind wir aktuell sehr intensiv beschäftigt. Das ist die Zeit, die hauptsächlich von meiner Seite eingesetzt wird, um das Produkt jeden Tag zu verbessern und weiter voranzutreiben.
Sie sagen 2008. Das ist jetzt für die, die vielleicht den ERP-Markt nicht so ganz im Fokus haben, es ist schon eine Besonderheit, komplett neue Marktplayer zu haben. Es gibt sehr wenige Unternehmen, die nach der Jahrtausendwende noch angefangen haben, eine neue ERP-Version, geschweige denn ein ERP-Unternehmen aufzubauen.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen? Wir hatten gesehen, dass auf der einen Seite durch die neuen Möglichkeiten der Cloud-Technologien sich der gesamte Markt neu ausrichtet. Die etablierten Anbieter auf der einen Seite nicht mehr gesetzt sind für die Zukunft, dass sie sich mit den neuen Technologielandschaften auseinandersetzen müssen. Das ergibt eine Chance für neue Unternehmen, neue Produkte.
Auf der anderen Seite wollten wir ERP einfacher zugänglich für den deutschen Mittelstand machen oder für Mittelstandsunternehmen, nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Wir wollten ein besseres ERP-System schaffen und haben den idealen Zeitpunkt dafür dann im Jahr 2008 gesehen, vor allem eben wegen diesen technologischen Rahmenbedingungen, die sich dann geändert haben. Können Sie einmal ein bisschen was zu den Rahmenbedingungen sagen? Einerseits sprechen Sie von wir, andererseits, was für technologische Rahmenbedingungen haben sich verändert? Vor der Zeit war es so gewesen, dass die Produkte bisher immer on-premise gelaufen sind.
Das heißt, ich hatte immer die Notwendigkeit, dass jemand bei mir im Unternehmen vorbeikommt, die Software installiert, die Einführung durchführt, die Konfiguration für mich durchführt. Wir wollten das alles etwas einfacher machen. Die technischen Möglichkeiten dazu gab es so aber noch nicht.
Die Browser waren noch nicht so weit, die Netze waren nicht schnell genug. Im Jahr 2006, 2007 hat sich abgezeichnet, dass sich in diese Richtung einiges tun wird, einiges ändern wird. Und 2008 war dann auch klar, dass das jetzt nicht nur Visionen sind, sondern dass das real werden wird.
Und mit diesen neuen Möglichkeiten wollten wir dann arbeiten und ein neues ERP-System schaffen, um eben die Einstiegshürden vor allem für mittelständische Unternehmen zu verringern. Jetzt sprechen Sie immer von wir. Was bedeutet wir an der Stelle? Wir bedeutet, dass kein Mensch alleine auf dieser Erde ein ERP-System entwickeln kann.
Es gibt immer eine tolle Mannschaft hinter einem tollen Produkt und wir sind eine tolle Mannschaft. Das sind viele Menschen, die jeden Tag dafür ihren Beitrag leisten, um ein ERP-System auf die Beine zu stellen, was es auch dann wert ist, dann mit voller Überzeugung vermarktet zu werden. Wie groß ist Ihre Mannschaft, die an dem System arbeitet? Wir haben seit Anfang an ein Büro in Mumbai in Indien, weil uns klar war, dass wir die notwendigen Entwicklungskapazitäten, die wir brauchen werden, um so ein Projekt zu stemmen, gar nicht in Deutschland alleine auf die Beine bekommen.
Da geht es gar nicht so sehr um die Finanzierung, da geht es vor allem darum, überhaupt mal die Leute zu finden. Wir haben heute also ein Zentrum in Mumbai in Indien, das ist ein eigenes Unternehmen von uns vor Ort, wo wir die Qualitätssicherung, die mobile Entwicklung haben, Teile der Softwareentwicklung auch. Die Hauptsoftwareentwicklung findet in Deutschland statt.
Wir sind aktuell knapp 32 Leute in Deutschland und in Indien sind es auch noch mal so roundabout 18 Leute. Jetzt sind Sie 2008 mit dem Ziel gestartet, ein neues ERP-System. Wollten Sie von Anfang an ein ERP-System im Sinne eines umfassenden Datenfundaments für Unternehmen entwickeln oder war die Vision erstmal, kleine Teile des Unternehmensbedarfs abzudecken? Wie kommt man dazu, ERP zu entwickeln und wie funktioniert die Entwicklung eines ERP-Systems? Zunächst einmal haben wir, und das unterscheidet uns an der Stelle, von Anfang an geplant, nicht nur Teilbereiche der typischen Kernprozesse im Unternehmen abzubilden, sondern das Ziel war, den klassischen Mittelständler vollumfänglich mit Softwareunterstützung auszustatten.
Das heißt, wir haben von Anfang an auch alle Module bedacht. Im Kern ist bei uns die Materialwirtschaft. Rund um die Materialwirtschaft sind dann alle Module angegliedert, wie Finanzen, Projekte, Ticketing, Verträge, alle diese Dinge, die man typisch in Unternehmen braucht.
Und haben uns da auch natürlich auf einen sehr weiten Weg begeben. Einfacher wäre es gewesen, wenn wir gesagt hätten, wir entwickeln uns zunächst einmal vielleicht Teilbereiche heraus und versuchen die möglichst als erste umzusetzen. Das war für uns keine Option.
Wir wollten von der ersten Minute an ein vollständiges ERP-System haben. Haben deswegen auch mit sehr vielen Softwareentwicklern weltweit, also es waren drei Teams weltweit verteilt mit dem Kern in Deutschland, die dann fünf Jahre lang, es waren rund 50 Softwareentwickler, die fünf Jahre lang entsprechend entwickelt haben. Und der Aufwand war natürlich schon immens, auch die Kosten, die entsprechend zu stemmen waren.
Insofern bestand meine erste große Herausforderung natürlich auch erstmal darin, die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Wir reden hier von zweistelligen Millionenbeträgen, die notwendig sind, um ein vernünftiges ERP-System dann auch auf die Beine zu stellen. Die besonders große Herausforderung im Jahr 2008 bestand aber darin, überhaupt mal Menschen zu finden, die das Verständnis für Cloud und moderne ERP-Systeme haben.
Entweder hat man Softwareentwickler, die eben selber noch nicht in der Cloud-Welt, also das waren ja die Anfänge der Cloud, dort überhaupt dann die richtigen Schlüsse zu ziehen, was zu tun wäre. Das war eine Herausforderung. Auf der anderen Seite bestand die Herausforderung auch zu sagen, guckt euch in die Vergangenheit schauend an, was ERP-Systeme gemacht haben, aber lasst euch nicht davon leiden.
Wir wollen nicht einfach etwas kopieren, sondern wir wollen etwas völlig Neues schaffen, für die nächsten Jahrzehnte schaffen. Immer wieder die Leute dann dazu zu bringen, zu sagen, lasst euch inspirieren, aber entwickelt eigene Gedanken und guckt in die Zukunft. Das waren so die großen Herausforderungen.
Können Sie ein bisschen was zum Mengengerüst des Gesamtsystems geben? Sie haben eben gesagt, da ist ein zweistelliger Millionenbetrag reingeflossen, auch in die Entwicklung. Sie haben ein bisschen Gefühl gegeben, auch über die Entwicklungsmannschaft. Wie lange braucht man, bis man so ein System wirklich ausgereift entwickelt hat? Wie viele Kunden sind mittlerweile auf so einem System? Aus welchen Branchen kommen die? Wir sind deswegen auch so stark international verbreitet, weil viele deutsche Unternehmen, die Exportweltmeister sind, auch vor Ort entsprechende Offices haben, dann in der Regel auch Produkte wie Weclapp einsetzen.
Wir wachsen im Moment auch international generell sehr, sehr stark. Das Produkt selber ist in sieben Sprachen verfügbar und täglich laufen auf unserer Plattform etwa 8.000 aktive User, die entsprechend Weclapp nutzen, um gerade irgendwelche Dinge umzusetzen. Das hört sich recht eindrucksvoll an.
Das ist ja erstmal das, was man nicht sieht, wenn man einen Browser öffnet und auf eine ERP-Webseite letztendlich geht. Aus welchen Bereichen kommen Nutzer oder Firmen, die Ihr System anwenden? Eigentlich so aus der gesamten Industrie in Deutschland. Wir hatten am Anfang natürlich uns auch Gedanken gemacht, wo werden wir die meisten Kunden gewinnen, wo konzentrieren wir uns darauf.
Wir waren am Anfang von unserer eigenen Aktivität auf die kleineren und kleinen Mittelständler fokussiert. Das hat sich aber relativ schnell geändert. Wir haben dann relativ schnell dann auch im Jahre 2014, 2015 kamen auch schon die ersten großen Unternehmen.
Heute ist es so, dass wir von kleinen bis großen bis DAX-Konzernen mit ihren einzelnen Niederlassungen an einzelnen Standorten komplett vertreten sind. Der typische Weclapp-Kunde ist heute ein Kunde, der weniger als 100 Mitarbeiter hat, aber es ist durchgängig gemischt und die Tendenz geht ganz eindeutig nach oben. Die Anfragen, die wir reinbekommen, werden immer größer.
Was unterscheidet denn ein Cloud-ERP-System von einem im Unternehmen installierten System? Aus der Anwenderperspektive ist es relativ einfach. Der Anwender hat nur noch einen Browser, was anderes gibt es nicht. Er kann vielleicht seine mobilen Endgeräte nutzen, aber im Wesentlichen nutzt er nur noch den Browser.
Ob dieser Browser auf einem Computer läuft, auf einem Tablet läuft, auf einem Smart-TV läuft oder wo auch immer, Hauptsache es ist ein Browser der neueren Generation. Das ist der wesentliche Unterschied für den Anwender. Aus der Perspektive des Operations, der IT, ist es so, ich habe natürlich keine Notwendigkeit mehr vor Ort irgendwas zu installieren.
Ich muss auch nichts mehr warten oder ich muss keine Updates mehr einspielen. Das ist so die große Veränderung für den Operations-Bereich. Der wird deutlich entlastet.
Er ist nicht mehr überflüssig, das nicht. Er muss sich immer noch darum kümmern, dass das System konfiguriert wird, dass die Benutzer entsprechend die Berechtigung bekommen, die sie brauchen. Aber er hat nicht mehr die typischen Arbeiten, die er mit On-Premise-Lösungen hätte.
Das sind so die wesentlichen Unterschiede in diesen beiden Blickwinkeln bei Cloud-basierten ERP-Systemen. Eine ganz wesentliche Begründung für die Installation im eigenen Rechenzentrum auf eigenen Servern ist ja in der Vergangenheit auch immer gewesen, ich will das System ja auf meine Bedürfnisse anpassen, ich will es customisieren, ich will es parametrisieren. Ich habe vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle individuelle Funktionalität, die ich gerne auch in der Zukunft nutzen möchte.
Wir hatten von Anfang an eigentlich, man muss jetzt sehen, wir vermarkten natürlich ein Cloud-basiertes Produkt. Das heißt, die Kunden, die zu uns kommen, haben sich in irgendeiner Form damit auch schon auseinandergesetzt. Wenn wir die Kunden oder die Interessenten am Telefon haben, dann kommen diese Diskussionen, ich habe ja meine Daten nicht mehr vor Ort bei mir selbst.
Es gibt dort aus der Sicht der IT-Sicherheit des Datenschutzes manchmal Anfragen, häufig ist es aber auch, kann denn die Performance, die Geschwindigkeit überhaupt gewährleistet werden? Beides kann man dann relativ schnell im Gespräch dann auch entsprechend darstellen. Die Kunden sind heute, also dieser Punkt, warum liegen meine Daten in der Cloud nicht mehr bei mir, ist eigentlich überhaupt nicht mehr gegeben. Das hat sich gerade in den letzten Jahren stark verändert.
Die Akzeptanz ist enorm hoch inzwischen und es gibt wenige Kunden, die deswegen sich gegen ein Cloud-Produkt entscheiden. Über welche Art von Kunden sprechen wir? Weil ich kriege jetzt, sag mal, zwei Seiten des Marktes eigentlich immer wieder gespiegelt. Die einen sagen, naja, also im Mittelstand, da ist doch eher etwas Zurückhaltung, wenn es darum geht, Daten zu zentralisieren, Daten auch einem Fremden anzueignen.
Oder auf der anderen Seite im etwas moderneren Browser-basierten Umfeld, wie Sie es jetzt gerade auch zurückspiegeln, Kunden, die sagen, das ist doch gar kein Problem, ich bin doch froh, wenn ich meine Daten irgendwo sicher aufbewahrt habe, nur nicht bitte bei mir selber. Ja, weil ich es vor Ort bei mir selber in der Regel ja auch gar nicht so sicher aufbewahren kann. Das ist ja immer so eine Illusion.
Die Sicherheit, die jemand vor Ort gewährleisten kann, ist eine völlig andere als die, die wir gewährleisten können. Wir haben ganze Teams, die sich jeden Tag damit beschäftigen. Aber so vom Kundenprofil, natürlich sagen die On-Premise-Anbieter, ja, bei mir liegen, also keiner will die Cloud.
Wir können aus tagtäglichen Anfragen ganz deutlich sagen, das stimmt in keinster Weise. Die Akzeptanz ist extrem hoch, gerade eben seit 2005 ist es enorm gestiegen. Und die Kunden haben, also die jüngere Generation der Unternehmer, die ja auch stetig nachwirkt, kennt nichts anderes.
Die wollen auch gar nichts anderes, außer ihre Dienste, nicht nur ihr ERP, sondern die Welt besteht aus vielen Diensten, die entsprechend miteinander kombiniert werden und dass diese Dienste entsprechend online dann auch verfügbar sind. Insofern tun wir uns mit jedem Tag, der vergeht, immer leichter, dort auch die richtigen Argumente zu finden. Ich komme nochmal zurück auf das Thema Individualisierung.
Also ich sage mal, wenn ich ein E-Mail-Programm als Cloud-System anbiete, wenn ich ein Microsoft Office plötzlich als 365 als Cloud-Lösung anbiete, kein Problem, denke ich mal. Bei ERP sieht das schon ein bisschen anders aus, weil einfach die individuelle Anpassung der Funktionalität, aber vor allen Dingen auch der Prozesse, die im System abgebildet sind, natürlich auf das einzelne Unternehmen passen muss, auf die gelebte Realität des Unternehmens angepasst werden muss. Und ich glaube, das ist eine der ganz großen Herausforderungen, die wir im ERP-Markt auch haben, oder? Das ist richtig.
Also die Anpassbarkeit ist ein wichtiges Kriterium. Allerdings sehe ich auch einen ganz starken Trend. Und zwar ist immer die Frage zu stellen, wie viel Anpassbarkeit brauche ich eigentlich? Redet man mit Unternehmen, die schon relativ lange auf dem Markt sind und schon vieles im ERP-Umfeld mitgemacht haben, erkennt man immer wieder jetzt inzwischen in den Diskussionen, dass es heißt, ja, das haben wir früher gemacht, dass wir hier alles angepasst haben für unsere Bedürfnisse.
Bei der Gegenfrage, wie viel mehr Automatisierung habe ich denn darüber dann rausgeholt, relativieren sich die Dinge relativ schnell. Und der Wunsch nach einem schnelleren Update-Zyklus und weniger Individualität ist aktuell ein ganz wichtiger Trend. Also es gibt kaum Gespräche, wo wir in der Regel gehen, wenn Gespräche mit Interessenten rein, wo es eben genau zunächst einmal darum geht, wir brauchen sehr viel Anpassung, bei uns ist alles etwas anders.
Und wenn wir dann aber in die Details einsteigen und die Optionen aufzeigen, Vor- und Nachteile, hat man den Interessenten auch recht schnell an den Punkt, dass er eingesteht, dass weniger Anpassbarkeit doch Vorteile haben kann und dass man entsprechend dann auch nicht überall wirklich jede Form von Anpassung unbedingt durchführen muss. Das bedeutet nicht, dass Anpassbarkeit bei Cloud-basierten Diensten kein Thema wäre oder nicht erwünscht wäre, sondern der Bedarf ist definitiv da. Ich glaube aber, er ist nicht mehr so stark da und notwendig, wie das vielleicht in der Vergangenheit häufig eingesetzt wurde.
Man muss auch sagen, der Bedarf an Customizing erhöht vor allem den Umsatz bei den Beratern. Das ist das Geschäft der Berater, die freuen sich darüber. Es ist nicht immer der Vorteil eines Unternehmers, so viel wirklich angepasst zu bekommen.
Customizing ist ja das eine, aber das andere ist natürlich auch, dass ich auf dem Hof, in der Produktionshalle, im Lager vielleicht auch andere Software noch zusätzlich zur Verfügung habe oder ich habe irgendwelche Scanner-Systeme oder ich habe moderne Maschinen, Robotik oder ähnliches. Wie gehe ich mit so etwas um? Kann ich das an Cloud-ERP-Systeme anbinden? Ist das sicher? Sicher ist es schon, weil die Transportwege sind dieselben, wie wenn Sie die Anwendung im Browser nutzen. Das heißt, da ändert sich zunächst einmal nichts, was das Thema Sicherheit in irgendeiner Form infrage stellen würde.
Die Anpassungsmöglichkeiten sind da. Sie sind in der Regel in zweierlei Hinsicht da. Auf der einen Seite haben Sie bei Online-Produkten, wie einer BIP-Lösung beispielsweise, sehr umfangreiche APIs, die offen dokumentiert sind.
Das heißt, Schnittstellen, Ihre eigenen Leute können jederzeit aus dem eigenen Bedarf heraus entsprechend die Plattform ansprechen, Daten übermitteln, Daten abrufen, Sensorinformationen beispielsweise auslesen und an das ERP-System weitergeben. Das ist das eine. Und das andere ist, viele Cloud-ERP-Anbieter haben auch in irgendeiner Form Bridging-Lösungen.
Das heißt, Lösungen, die vor Ort dann auch installiert sind und entsprechend auch Konnektoren mitbringen, um irgendwelche Legacy-Systeme dann auch anzusprechen. Also beide Variationen gibt es und beide Variationen werden intensiv eingesetzt und entsprechend genutzt. Also ich habe jetzt diese Frage weniger aus meiner eigenen Perspektive als natürlich aus der Perspektive der Zuhörer gestellt.
Und in Folge 29 haben wir selber mal ein Projekt vorgestellt, wo wir mit Studierenden entsprechend Ihre Software in dem Produktionsprozess auch nutzen konnten und eben auch gesehen haben, wie tief da tatsächlich die Integration von Robotik oder generell Produktionshardware in so ein Cloud-ERP-System möglich ist. Können Sie vielleicht nochmal sagen, auch so ein bisschen technisch, was für eine Art von Schnittstellen bietet mir normalerweise ein Cloud-ERP-System? Also dadurch, dass wir ständig online sind und verfügbar keine Barrieren allzu groß überwunden werden müssen, die, wenn ich lokal ein ERP-System installiere, dann bin ich zunächst einmal in dem Netz und das Produkt ist von außen nicht erreichbar, ist das einfach prädestiniert dafür, dass man viele Schnittstellen und viele Optionen bietet. Und wir sehen auch, dass also rein technisch sind das Rest-ERP-Schnittstellen, die wir hier sehr intensiv anbieten, die auch sehr breit genutzt werden.
Und das Interessante ist, wenn man eben diese Offenheit hat, dann gibt es eine ganze Menge von Unternehmen und Menschen, die eben die bestehende Plattform auch entsprechend erweitern können. Das heißt auch für uns, wir können uns auf den Kern der Materialwirtschaft, das ist unsere Kernkompetenz, konzentrieren, während sich zum Beispiel andere Unternehmen damit auseinandersetzen, intelligente Kassenlösungen an so eine Plattform entsprechend anzubinden. Und alle diese Lösungen, Community-Lösungen oder auch viele unserer eigenen Lösungen, die mobilen Apps zum Beispiel, nutzen auch die Rest-ERP-Schnittstelle, nutzen eben entsprechend die Rest-Schnittstelle.
Neben der Rest-Schnittstelle gibt es dann auch solche Lösungen wie Zapier. Zapier ist eine Integrationsplattform, wo Sie andere Cloud-basierte Dienste entsprechend miteinander vernetzen können. Und dort gibt es zum Beispiel auch eine ZEP von WeClub und dort könnten Sie beispielsweise das Ganze auch entsprechend vernetzen und Daten austauschen.
Es gibt dann auch verschiedene Plugins für verschiedene Plattformen. Also ich glaube insgesamt ist das ein wesentlicher Vorteil für Cloud-basierte ERP-Systeme, dass Sie viel, viel mehr Schnittstellen und Optionen und Möglichkeiten mitbringen, als es klassische ERP-Systeme tun. Sie haben selber ein Buchhaltungsmodul, aber sag mal typischerweise gerade auch im ERP-Umfeld ist das ja ein Bereich, wo auch viel Individualisierung stattfindet, wo irgendwie jeder seine eigene Suppe kocht.
Wie kann ich auch meine eigene FIBU an das System anbinden? Also wenn ich mir den typischen Entwicklungspfad von kleineren Unternehmen anschaue, dann beginnt das als Ein-Mann-Unternehmen, wird dann langsam größer. Eine FIBU brauche ich eigentlich von Tag 0 an und irgendwann kommt der Bedarf, auch den Rest des Datenfundaments des Unternehmens integriert abzubilden. Sprich, man kommt in den ERP-Bereich.
Kann ich meine alte Software trotzdem weiter nutzen? Wechsle ich in ihr FIBU-Modul? Kann ich das irgendwie miteinander verbinden? Wie funktioniert das? Also ich denke, das ist eine besondere Eigenheit hier bei WeClub auch, dass wir uns von Anfang an gegen eine vollumfängliche FIBU-Lösung entschieden haben. Der Hintergrund ist, für uns stand die internationale Skalierbarkeit des Produktes im Vordergrund und bei einer internationalen Skalierung können Sie nicht FIBU für alle Länder, wo Sie das Produkt auswählen wollen, entsprechend vorbereiten und unterstützen. Deswegen haben wir gesagt, wir konzentrieren uns maximal auf die Materialwirtschaft und tun eine vorbereitende Buchhaltung entsprechend unterstützen in WeClub.
Was Sie heute in WeClub tun können ist, entsprechende Kontierungsregeln zu schaffen, die möglichst automatisiert dann entsprechend Kontierungen vornehmen. Sie können auch Ihre Bank- und Kassenbuchungen entsprechend durchführen. Am Ende geben Sie aber die Daten immer ein Finanzbuchhaltungssystem ab, was dann die Umsatzsteuerfondsanmeldung beispielsweise macht oder Ihre Abschlüsse entsprechend realisiert.
Wir haben dabei festgestellt, dass auch gerade in Europa die Datenschnittstelle eigentlich ausreichend ist und die Datenschnittstelle dort auch entsprechend hochstandardisiert von den meisten Systemen unterstützt, auch bereit wirklich Anwendung finden kann. Kunden von WeClub erfassen ihre Belege, kontieren, tun Vorbuchungen entsprechend, erzeugen, geben dann über die Datenschnittstelle ihre Daten an ein Finanzbuchhaltungssystem ihrer Wahl ab. In der Regel geht das dann an einen Steuerberater mit dem System, was der Steuerberater dann halt einsetzt und der Steuerberater führt dann die restlichen Aktivitäten dort durch.
Okay, jetzt habe ich mich so ein bisschen auf Ihrer Homepage natürlich umgeschaut und Sie reden ja auch ganz offen über Preise, über das Gebührenmodell, was dahinter steckt. Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es los bei Ihnen bei noch unter 10 Euro und letztendlich bis hin zu 39 Euro pro Nutzer und Monat. Ich frage mal ganz provokativ, wie kann ein Unternehmen überleben bei 39 Euro pro Nutzer und Monat auch im Vergleich zu anderen Cloud ERP Systemen, die teilweise sehr deutlich teurer sind. Ja, also das Cloud Umfeld hat zwei Eigenschaften. Sie haben eine hohe Standardisierung und sie haben eine hohe Masse.
Wir haben einen Großteil, also eine hohe Masse an Usern. Wir haben einen Großteil der Entwicklungszeit in die Plattform gesteckt, um sicherzustellen, dass nicht nur, so wie aktuell, 8.000 User parallel auf der Plattform arbeiten können, sondern dass auch 100.000 User arbeiten können. Das heißt, unser Geschäft ist maximal auf die Masse ausgezielt und nur so erreicht man dann auch diese Konditionen.
Allerdings muss man bei einer V-Club zum Beispiel auch sagen, wir sind längst profitabel. Das heißt, wir verdienen mit dem, was wir tun, sehr viel Geld. Das heißt, es funktioniert auch bei diesen niedrigen Konditionen sehr, sehr gut.
Aber Voraussetzung ist natürlich die große Masse. Ohne die große Masse kriegen sie es bei diesen Konditionen nicht hin. Für uns war es auch wichtig, neben der modernen Plattform, der zukunftsausgerichteten neuen ERP System, auch preislich bewusst eine neue Basis zu schaffen.
Die Preise, die wir festgesetzt haben, sind lange überlegt und entsprechend den Marktanforderungen, die wir heute so sehen, wo wir entsprechend auch besonders punkten wollen, ausgerichtet. Ich komme trotzdem noch mal zurück, weil ich auch Mitbewerber von Ihnen kenne, die eben sehr deutlich im dreistelligen Bereich Lizenzgebühren verlangen. Verzichten Sie einfach auf sowas wie Backups und Sicherheit bei Ihrem Cloud-Angebot? Oder woran liegt es, dass Sie vielleicht auch günstiger sein können? Das wären die allerletzten Punkte, glaube ich, wo wir sparen würden.
Gerade das Thema Sicherheit ist das absolute A und O. Also bei uns ist das Thema Sicherheit von der ersten Minute an in das Produktdesign mit eingeflossen. Wir waren im ersten Jahr der Unternehmensgründung schon nach ISO 27001 zertifiziert. Das heißt, nein, also auf gar keinen Fall, man spart nicht an diesen Stellen, sondern man, also ein wichtiger Punkt ist, und das glaube ich, haben viele Mitbewerber falsch gemacht.
Wir haben von Anfang an darauf gesetzt, keine abhängigen Kosten zu haben. Wir hätten, ich nehme jetzt mal ein Beispiel aus Reporting Engine. Man kann jetzt natürlich auch hingehen und sagen, man investiert nicht die Zeit in eine intelligente Reporting Engine, sondern man kauft ein Produkt zu.
Das Problem bei diesen Kaufoptionen als Softwareunternehmen, wenn ich bestehende Bibliotheken oder eben Lösungen in mein Produkt integriere, ist, dass ich entsprechende Runtime-Abhängigkeiten habe. Das heißt, wenn ich entsprechende User auf meine Plattform bekomme, muss ich entsprechend an diese Anbieter, deren Lösungen ich zum Teil in meinem Produkt einsetze, auch Geld bezahlen. Alles das haben wir nicht bei Weclapp.
Wir haben von der ersten Minute an gesagt, wir entwickeln komplett selbstständig das, was wir brauchen, was unsere Kunden von uns wollen, und wir werden keine abhängigen Kosten haben. Und so konnten wir es entsprechend schaffen, dass die Direktkosten, die wir haben mit unserer Plattform, enorm niedrig sind und wir eben genau diese Kondition heute dann auch anbieten können. Ich komme nochmal zurück auf das Thema Sicherheit.
Sie haben es ganz rigoros eben abgestritten nach dem Motto, also an der Stelle wird natürlich nicht gespart. Wo liegen denn als Kunde meine Daten? Also ich bin ja nicht der Einzige, der auf dem dedizierten Server, auf der 8000 anderen aktiven Usern tagtäglich auf der gleichen Datenbank, wahrscheinlich auf der gleichen Hardware, im gleichen Rechenzentrum. Wo liegen meine Daten? Wie liegen meine Daten? Alles richtig, nur mit einer Option einer skalierbaren Architektur.
Die Daten liegen alle in Frankfurt. Wir hatten bis vor einem halben Jahr auch ein eigenes Rechenzentrum, was wir selber betrieben haben in Berlin. Wer für uns war, es gibt gar keine andere Option.
Die Daten können nur in Deutschland gespeichert werden, in keinem anderen Land der Welt. Das ist ein Versprechen, was wir von Anfang an gegeben haben. Wir teilen die Daten auch nicht.
Das heißt, der Kunde ist Herr über seine Daten, wie als wären die Daten vor Ort bei ihm auch direkt installiert. Die Daten sind in einem skalierbaren Rechenzentrum. Das bedeutet, je nach Useranzahl werden dynamisch Kapazitäten hinzugefügt, sodass eine enorme Skalierung möglich ist.
Das heißt, alles das, was Sie gesagt haben, war eben richtig. Natürlich gibt es eine Datenbank, natürlich gibt es Applikationsserver und so weiter. Verschiedene Elemente der Architektur.
Aber alle diese Elemente, und das unterscheidet eben Cloud-Produkte, sind von Anfang an auf Skalierbarkeit ausgelegt. Es gibt sie nicht einmal, sondern es gibt sie exakt so oft, wie der Bedarf da ist. Und so kriegen wir die enorme Skalierung dann auch hin.
Jetzt liest man immer wieder, also nicht häufig, aber doch immer mal wieder von irgendeinem Skandal, ein Hacker, der das Superadministrator-Passwort erraten hat, irgendwelche Dinge, die in irgendwelchen Update-Prozessen schiefgelaufen sind, sodass Daten offen im Netz gelegen haben und, und, und. Wie sind die Daten aufbereitet? Sind die verschlüsselt? Liegen die verschlüsselt auf der Datenbank, sodass sie niemand einsehen kann? Oder wie funktioniert das im Hintergrund? Weil es sind ja schon sensible Firmendaten letztendlich auch. Natürlich, es ist also hoch schützenswerte Daten.
Also zunächst einmal, Schutz ist nicht Technologie alleine. Wenn man sich in der Vergangenheit mal anschaut, warum es dann zu Sicherheitsproblemen in einzelnen Unternehmen kam, waren häufig Menschen die Ursache. Deswegen war für uns auch wichtig und deswegen haben wir uns, als wir noch wenige Leute waren, bereits nach ISO 27001 zertifizieren lassen.
Für uns war es wichtig, den Menschen klarzumachen, wie wichtig Datenschutz und IT-Sicherheit ist. Das ist die Basis unseres Geschäftsmodells. Deswegen haben wir das von Anfang an betrachtet.
Und es muss eben nicht nur in den Köpfen der Menschen, die jeden Tag an dem Produkt und mit den Daten arbeiten, sondern es muss dann auch in das Produkt designt. Das geht aber nur, wenn der Mensch erst mal davon überzeugt ist. Und deswegen haben wir am Menschen zuerst angesetzt, haben dann das Produkt entsprechend designt und dann uns natürlich auch über technische Maßnahmen Gedanken gemacht.
Und dann entsprechend umgesetzt. Die Daten sind heute durch, ich kann da jetzt nicht die Details dazu sagen, aber die Daten sind durch mehrfache Sicherungssysteme so abgesichert, dass nach aktuellem Stand der Erkenntnisse, die man hat, die Daten dort sicher aufbewahrt sind. Allerdings muss man natürlich sagen und das betrifft nicht nur uns, sondern die gesamte Branche, sind wir in einem stetigen Wandel.
Wir wissen nicht, was morgen Menschen, die Böses beabsichtigen, an neuen Möglichkeiten und Werkzeugen in die Hand bekommen. Und deswegen muss man auch nicht nur einmal Sicherheit schaffen, sondern man muss kontinuierlich Sicherheit bewahren. Bei uns gibt es ein Team, was sich entsprechend tagtäglich nur mit diesem Thema auseinandersetzt.
Es darf alles passieren. Es darf nur nie vorkommen, dass das entsprechend wir dort ein Sicherheitsproblem bekommen. Das ist unser Motto.
Danach leben und arbeiten wir jeden Tag und tun unser Bestes, um das entsprechend sicherzustellen. Jetzt haben wir über kurzfristige Dinge gesprochen. Der Gesetzgeber gibt uns natürlich auch langfristige Hausaufgaben mit auf den Weg.
Gespräche Ich muss geschäftliche Vorfälle zehn Jahre aufbewahren bei Betriebsprüfungen und so weiter zur Verfügung stellen können. Also das ganze Thema Langzeitarchivierung vielleicht auch Compliance an der Stelle. Wie gehen Sie mit diesen Dingen um? Bei der Langzeitarchivierung ist es so, dass wir sagen, solange eine Lizenz von einem Unternehmen vorhanden ist, da spielt es gar keine Rolle, welche Lizenz werden die Daten aufbewahrt und und werden bei uns verfügbar gehalten.
Das heißt, ein Unternehmen, was sich gegen uns entscheiden sollte und die die Daten aufbewahren möchte, muss sicherstellen, dass entsprechend noch mindestens eine Lizenz über diese Laufzeit noch vorhanden ist. Dann werden die Daten verfügbar gehalten und er kann jederzeit entsprechend mit dieser Lizenz auf die Daten wieder zugreifen. Also das ist die der Ansatz, wenn es darum geht, entsprechend die Aufbewahrungspflichten einzuhalten.
Wenn der Kunde allerdings sagt, er hat jetzt gekündigt und er hat auch keine Lizenzen mehr, dann weisen wir ihn darauf hin, dass er entsprechend sicherstellen muss, dass er seine Daten auch entsprechend heruntergeladen hat, dass sie verfügbar sind. Die Möglichkeiten gibt es in Wiklep. Ich kann meine Bewegungsdaten entsprechend oder auch Stammdaten entsprechend exportieren und mir in Form von Listen dann auch als Backup zum Beispiel irgendwo hinlegen, dass er das tun muss.
Und das sind so die Maßnahmen, die wir entsprechend dort vorsehen. Das kann ich auch quasi dauerhaft machen. Also selbst wenn ich mit Wiklep weiterarbeite, habe ich immer die Möglichkeit, mir zwischendurch auch ein Backup meiner Daten zu machen.
Um ja, weiß ich auch nicht, was ich damit machen will. Aber theoretisch habe ich die Möglichkeit. Ja genau, also es ist so, dass rund, ich würde schätzen, 15 Prozent der Kunden wollen eine doppelte Absicherung haben.
Die sagen, ich verlasse mich auf euch, dass die Daten auch entsprechend gespeichert und gesichert sind. Aber ich möchte doch nochmal hier eine eigene Sicherung haben. Dann gibt es eben genau diese Möglichkeit.
Dann kann ich die Daten entsprechend herunterladen und vor Ort bei mir auch nochmal ablegen. Die allermeisten verlassen sich aber einfach darauf, dass die Daten bei uns entsprechend auch gesichert werden. Unsere Dienste zeichnen sich technisch auch daraus ab, dass wir eben always on und always available sind.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Und entsprechend sind auch die Sicherungssysteme ausgelegt. Das heißt, es gibt bei uns nicht die Sicherung an einem bestimmten Zeitpunkt und dann liegen da irgendwelche Daten, sondern die ganze Plattform ist auf ständige Verfügbarkeit ausgelegt und Sicherung findet ständig statt, sodass dann auch wirklich jederzeit die Verfügbarkeit auch in einem Desasterfall entsprechend auch bereitgestellt werden kann.
Wir üben zum Beispiel den absoluten Katastrophenfall, der typische Meteorit, der an einem Standort einschlägt und dann ist nichts mehr da. Deswegen werden unsere Daten von Frankfurt nach Kassel, nicht Kassel, Karlsruhe gespiegelt. Und wir haben dort Redundanzsysteme laufen.
Das heißt, im absoluten Worst-Case-Szenario würden wir dann die Daten zum letzten Zeitpunkt, wo die Synchronisation stattgefunden hat, dann an einem alternativen Standort wieder hochfahren können. Ja, jetzt wird mein Unternehmen aufgekauft, mein Geschäftsmodell verändert sich, was auch immer. Also es gibt irgendeinen Grund, warum ich dann doch von einem Cloud ERP-System, sei es jetzt von Ihnen oder von irgendeinem Mitbewerber, wieder wechseln möchte, vielleicht mir dann doch wieder ein System innerhalb meines eigenen Hauses zulegen möchte oder, oder, oder.
Was mache ich? Habe ich wirklich eine Chance, sämtliche Daten, die ich brauche, aus so einem System rauszukriegen? Oder worauf muss ich achten, wenn ich mir ein Cloud ERP-System auch zulege? Am Anfang ist ja unproblematisch. Dann arbeite ich mit dem System alles gut. Aber das dicke Ende kommt ja vermutlich irgendwann dann.
Ja, also das ist ein absolut wichtiger Punkt. Und das wird leider auch zu wenig von der Kundenseite betrachtet. Also ich bin da voll bei Ihnen.
Es gibt immer einen Punkt, wo man tatsächlich mal so viele Gründe und wenn, wenn ich in 15 Jahren, vielleicht gibt es in 20 Jahren eine völlig neue Generation von ERPs, das heißt, diese Möglichkeit muss man bei jedem Anbieter immer anschauen. Das Wichtigste ist natürlich, dass der Anbieter irgendeiner Form eine öffentliche Schnittstelle hat. Da bin ich schon mal auf einer sicheren Seite.
Wenn ich weiß, der Anbieter hat eine öffentlich dokumentierte API und ich kann im Worst-Case-Fall einen Softwareentwickler um mir holen, der die entsprechend gegen diese API die Daten dann auch ausliest und transformiert und in ein neues Zielsystem beispielsweise wieder schreibt, dann habe ich da schon mal eine gewisse Sicherheit, dass das dann auch gehen wird. Was wir jetzt in den vielen Projekten, die wir auch realisiert haben über die letzten Jahre immer wieder sehen, ist, es gibt natürlich eine große Vielfalt von wo die Kunden kommen. Häufig ist es aktuell so, dass die Kunden eben aus irgendwelchen ERP-Systemen kommen und dann WCAP einsetzen wollen.
Dann haben wir den Weg quasi aus diesem System zu uns. Wenn aber der Weg in die andere Richtung geht, wird das auch nicht anders sein. Die Vielfalt wird bestehen bleiben und die Vielfalt wird dazu führen, dass es eben nicht eine pauschale Antwort darauf gibt, wie ich Daten aus einem System in das andere transportiert bekomme.
Und da kommt der Punkt, der Anbieter muss entsprechend vorbereitet sein mit entsprechenden Teams und Kapazitäten im Rahmen eines Projektes individuell nach Kundenbedürfnissen, den Export, die Transformation und die Übertragung der Daten in ein neues Zielsystem dann entsprechend durchführen zu können. Man kommt aber nicht drum herum, das wirklich dann auch individuell zu betrachten. Also es ist natürlich auch ein Punkt, wenn ich sage, ich will nur grundsätzliche Daten, dann werde ich das wahrscheinlich mit Bordmitteln und AP gut hinbekommen.
Wenn natürlich der Bedarf besteht, dass ich wirklich vollständige Datenmigration haben möchte, dann komme ich nicht um Projekte herum. Und wir bei WeClip sind so aufgestellt, dass wir eben Kundenprojekte entsprechend realisieren können, um den Kunden dabei zu unterstützen und zu begleiten, die Daten dann vollständig in ein anderes System zu bekommen. Ja, also vollständig heißt dann auch tatsächlich so etwas wie welche Mitarbeiter hatten denn im alten Cloud-System, welche Rechte in welchen Landeswährungen, mit welchen Zeitschlüsseln und so weiter und so fort wurde denn gearbeitet im alten System, dass ich all diese Daten auch ausziehen kann, richtig? Machbar ist alles.
Es ist natürlich immer eine Frage der Kosten und des Aufwands. Okay, wir haben übrigens ein Beispiel zu nennen. Das tollste Beispiel in der gesamten WeClip-Geschichte bis heute war ein Kunde, der aus einem DOS-basierten ERP-System zu uns gekommen ist mit dem Wunsch, die Historie der letzten 40 Jahre muss vollständig mitgenommen werden.
Also das ist jetzt zwar dieser Weg, wie gesagt, zu uns, aber der wird auch in die andere Richtung genauso aussehen. Dort war auch der Aufwand relativ groß. Aber in Abstimmung mit dem mit dem Kunden, seinen Leuten und unseren Leuten haben wir tatsächlich es geschafft, aus diesem DOS-basierten alten ERP-System entsprechend auch alle Daten nach WeClip so rüberzubekommen, dass die Historie eben auch aufrechterhalten werden konnte und man auch dann Belege aus der Vergangenheit entsprechend anschauen kann.
Also machbar ist, wie gesagt, alles. Man muss entsprechend nur den Aufwand betreiben. Können Sie den Zuhörern mal ein Gefühl geben, was Aufwand an dieser Stelle bedeutet? Wenn Sie sagen, der Aufwand war relativ groß, sprechen wir über 10-Mann-Tage-Beratung, die Sie letztendlich geleistet haben.
Sprechen wir über 100, über deutlich mehr? Was ist Aufwand an der Stelle für Sie? Speziell in diesem Falle waren es, ich meine, um die 250-300-Mann-Tage-Aufwand. Das war schon recht groß. Da ging es nicht nur darum, die Daten transformiert zu bekommen, sondern man muss Menschen, die noch nie mit einer Maus gearbeitet haben, auch dazu bringen, dass sie quasi aus einer reinen Tastaturwelt in eine komplett neue Welt kommen.
Das hat den Aufwand dort so erheblich vergrößert. Aber in der Regel würde ich sagen, redet man davon, wenn ich jetzt mal diesen Case mir anschaue, nehme die Daten aus WCLAB und exportiere sie in einem Format für ein anderes System. Wobei natürlich dort das System dann auch entscheidend ist, wo die Daten hingehen.
Ich denke, dass solche Dinge in 30-Mann-Tagen durchaus realisierbar sind. Also wir haben jetzt zwei Richtungen gerade besprochen. Der Fall, den Sie sagten, war in das Cloud-System hinein, was Sie eben sagten, war aus einem Cloud-System wieder in ein On-Premise, in ein selbst gehostetes System.
Richtig. Jetzt gibt es so ein Horrorszenario, wo natürlich berechtigterweise Anwendungsunternehmen auch sagen, was mache ich dann eigentlich? Also das Horrorszenario ist, der Anwender geht insolvent und das vielleicht auch nicht schleichend, sondern mit einem großen Knall. Also das absolute Horrorszenario, was ich einmal erlebt habe, Gott sei Dank aber auch nur einmal war, das über ein Dongle quasi definiert war, dass die Software noch genau bis zum 31.12. läuft und die Software danach nicht mehr gestartet werden konnte.
Das ist sicherlich ein Ausnahmefall, aber spielen wir den Fall mal durch. Ein Cloud-ERP-Anbieter geht in die Insolvenz und zwar zum nächsten Ersten. Also zunächst einmal genau, das ist ja durchaus das betriebswissenschaftliche Risiko eines jeden Unternehmers.
Man muss immer die Brutto- und Netto-Wahrscheinlichkeit betrachten. Das eine ist natürlich, wir als Anbieter von Cloud-basierten Produkten bewegen uns in einem Umfeld, der enorm stark gerade wächst und wo sich enorm viel tut. Das heißt, die Nachfrage ist sehr stark.
Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Bereich etwas passiert, ist im Vergleich zu vielen On-Premise-Anbietern doch relativ klein. Wenn das passiert, und das kann ja durchaus passieren, mit dem Punkt muss man entsprechend bewusst planen und umgehen, ist es so, dass keine Insolvenz so verläuft, dass morgen plötzlich alle Stecker gezogen sind und nichts mehr erreichbar ist, sondern es bleibt auf jeden Fall genügend Zeit, dass die entsprechenden Daten heruntergeladen und gesichert werden können über das, was wir vorhin auch gesprochen hatten. Sie sind in der Lage, entsprechende Sicherungen vor Ort, lokal, jederzeit zu erzeugen.
Bei WeClub gibt es noch eine spezielle Möglichkeit, die ich für sehr interessant halte. Wir sind ein reines Cloud-basiertes Produkt, hatte ich eingangs gesagt. Das war nicht ganz richtig.
Es gibt nämlich bei WeClub auch die Möglichkeit, WeClub On-Premise zu installieren. Wir haben das nicht geschaffen, um solche Insolvenzfälle besser abzudecken, aber es bietet sich an, dann auch in diese Richtung, speziell bei uns eben entsprechend zu denken. Bei der WeClub On-Premise-Version, die sich WeClub On nennt, ist es so, dass es dasselbe Produkt ist.
Also wir entwickeln nicht zwei Produkte, es ist dasselbe Produkt. Es geht nur darum, dass ich mit wenigen Kommandos das auf einen Linux-Server vor Ort dann auch installieren kann. Das bietet sich dann auch an, entsprechend als Strategie in so einem Desasterfalle dann auch entsprechend vorzugehen.
Wir sagen den Kunden, wenn es dazu kommen sollte, warum auch immer wir unsere Public Cloud-Lösung nicht mehr bereitstellen können, bekommst du von uns eine lebenslange Lizenz für die WeClub On-Lösung, die du dann entsprechend nutzen kannst. Es gibt bei uns die Möglichkeit, dass man aus der Public Cloud in die On-Premise-Welt seine Daten laden kann. Und das heißt, ich kann in eine lauffähige WeClub-Version vor Ort meine Daten laden, mit dieser lebenslangen Lizenz entsprechend ausstatten und bin dann zunächst einmal völlig unabhängig in der Lage, weiterhin auf meine Daten zuzugreifen und weiterhin mit dem System zu arbeiten.
Das machen nicht alle Anbieter so. Wir haben uns dafür, weil wir eben das Produkt auch hatten ursprünglich, übrigens haben wir das Produkt WeClub On überhaupt entwickelt für große Produktionsunternehmen, die sich eben nicht leisten können, dass der Bagger vor der Haustüre das Internetkabel durchschneidet und plötzlich ist die Verbindung ins Internet nicht mehr da. Es gibt wenige Ausnahmen, wo eine vor Ort-Installation einfach durchaus sinnvoll ist.
Und dafür haben wir diese WeClub On-Version geschaffen und die bietet sich als Strategie gegen so einen Insolvenzfall durchaus an. Ich springe noch mal zu einem anderen Punkt, der mir gerade noch in den Sinn kommt. Wenn ich die Daten zentralisiere, sprich, wenn ich mehrere tausend Anwendungsunternehmen parallel letztendlich im gleichen System habe, natürlich jeder gegeneinander abgeschottet.
Das bietet mir doch auch hervorragende Chancen in Richtung Benchmark, in Richtung Vergleich mit ähnlich gelagerten Unternehmen, oder? Ja, durchaus, wenn man das, wenn man, wenn man da die, die, die, die Notwendigkeit in diese Richtung sehen würde, gäbe es die Möglichkeit. Ich sehe aber eine ganz andere Möglichkeit, die, glaube ich, viel, viel wichtiger an der Stelle ist. Es entsteht eine Plattform, wo Anbieter und Nutzer gemeinsam in einer Plattform arbeiten und dort wesentlich effizienter dann auch arbeiten können.
Ich glaube, wenn, wenn viele eine Plattform nutzen, ergeben sich viele Optimierungsmöglichkeiten. Ich würde das eher missbräuchlich ansehen zu sagen, man nimmt entsprechende Benchmarking Parameter und inzwischen einzelne Unternehmen. Das ist weder bei uns, ich weiß nicht, wie bei anderen cloudbasierten Anbietern das Handhaben beabsichtigt.
Vielmehr kann man die, die Unternehmen dazu entsprechend animieren, dass sie gemeinsam auf einer Plattform mit einer hohen Effizienz arbeiten können. Okay, aber prinzipiell besteht natürlich die Möglichkeit Richtung Benchmarking. Ich komme mal wieder zurück zu Ihnen jetzt zum Abschluss unserer kleinen, unseres kleinen Interviews.
Sie haben ja einen bunten Lebenslauf. Sie sind aus der Telekommunikationsindustrie gekommen, waren jahrelang auch Softwareentwickler. Ist die Weclapp die notwendige, die letzte Konsequenz aus Ihrem Lebenslauf letzten Endes? Ich würde sagen, ja, ich habe immer geliebt, Intelligente Software zu entwickeln.
Das mache ich seit meinem neunten Lebensjahr. Mich hat immer fasziniert, dass man mit Software Dinge schaffen kann, die es nicht gibt oder Dinge, die da sind, einfach besser machen kann. Und Weclapp ist im Prinzip die Fortführung des Ganzen.
Technisch versiert und entsprechend mit den Möglichkeiten ausgestattet, etwas ganz Neues, ganz Tolles zu schaffen. Das hat mich animiert, das Projekt Weclapp auf die Beine zu stellen. Stichwort Weiterbildung, lebenslanges Lernen.
Gibt es Bücher oder ein Buch, was Sie den Zuhörern beruflich oder privat empfehlen können, was Ihnen vielleicht auch selber persönlich weitergeholfen hat? Ich bin aufgrund der Tatsache, dass die mit drei Kindern, einer Familie und einem Berufsleben, was enorm Zeitanspruch nimmt, gar nicht in der Lage, viele Bücher zu lesen. Deswegen habe ich keine wirkliche Empfehlung an der Stelle. Wenn ich die Zeit hätte, Bücher zu lesen, und ich hoffe, in der Zukunft wird das irgendwann mal soweit sein, dann würde ich mir am liebsten Science Fiction Bücher lesen.
Ich liebe es, in die Zukunft zu blicken, Dinge zu erkennen, die es so noch nicht gibt und Gedanken darüber zu machen, wie diese Dinge realisiert werden können. Das wäre meine Empfehlung an der Stelle. Nutze die Zeit heute mit der Familie.
Bücher sind generell für mich etwas, wo ich, ich gehöre zu der Generation, die Schlagwörter sucht und partiell liest und nicht mehr vollständig liest. Dafür habe ich die Zeit gehabt. Okay, das heißt, Sie bilden sich wahrscheinlich sehr viel über entsprechende Internetdienste, entsprechende Internetportale weiter.
Im beruflichen Alltag gibt es irgendwelche Internetdienste, die für Sie einen ganz persönlichen, hohen Mehrwert haben? Also so vom Alltag jetzt vielleicht gar nicht so auf die Weiterbildung, sondern für das Alltägliche, was einem wirklich hilft, würde ich die Google Docs nennen. Also insbesondere Google Sheets finde ich total klasse. Auf Basis dieser Tabellage in Darstellung kann ich einfach alles erfassen und alles irgendwie strukturiert so erfassen und weiter verarbeiten mit anderen Teilen, dass ich dadurch für mich und meine Herausforderungen, die ich zu meistern habe, ein verdammt effizientes Tool sehe, weil die guten Dinge entstehen nicht in einem Moment, die entstehen über einen längeren Zeitraum.
Und man braucht einen Service, der entsprechend die Möglichkeit bietet, wenn man eben die clevere Idee hat, das dann kurzfristig zu notieren, zu erfassen und dann mit anderen zu teilen. Und ich finde die Google Sheets an der Stelle einen extrem wichtigen Dienst, um dann wirklich vernünftig die Arbeitswelt dann auch gemeistert zu bekommen. Wenn Sie jetzt mal Ihr berufliches Umfeld anschauen und versuchen, zehn Jahre in die Zukunft zu prognostizieren, wie wird sich das Berufsumfeld Ihrer Einschätzung nach verändern? Oh, ich glaube, die Effizienz wird deutlich höher werden.
Ich glaube, dass in dem gesamten Bereich der, ob das die Unternehmensführung oder die Produktentwicklung, Softwareentwicklung, ich glaube, da wird es vor allem um Effizienzsteigerungen gehen, dass man das Umfeld weiter perfektioniert, um entsprechend mit weniger Aufwand mehr Output rauszubekommen. Und das geht nur mit höherer Standardisierung und den ganzen Rahmenbedingungen, dass die sich entsprechend weiter optimieren. Beispielsweise schaffen wir bei WCAP gerade völlig neue Wohlfühlatmosphären und Oasen innerhalb der Unternehmung, damit die Leute eben entsprechend in diesem Wohlfühlumfeld möglichst kreativ und möglichst effizient arbeiten können.
Ich glaube, das wird sich noch weiter verstärken in der Zukunft. Vor welchen Herausforderungen steht Unternehmenssoftware im Allgemeinen, natürlich ERP im Speziellen zukünftig ganz besonders? Also ich glaube, funktional ähneln sich die Produkte alle und überall dort, wo vielleicht ein Unternehmen eine clevere neue Funktion geschaffen hat, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das nächste Unternehmen was Ähnliches geschaffen hat. Ich glaube, darin werden wir uns nicht unterscheiden.
Ich glaube, der große Unterschied wird der Spaßfaktor sein. Macht das Spaß, wirklich mit einem Produkt zu arbeiten? Kann ich, identifiziere ich mich mit diesem Produkt wirklich? Möchte ich wirklich täglich meine