100 mal ERP Podcast, ein Blick zurück nach vorn. Die 100. Folge ist Anlass die Sektkorken knallen zu lassen und ebenso Anlass um ein wenig zurück, aber auch nach vorne zu blicken. Freuen Sie sich auf einen Abriss über fast 2,5 Jahre ERP-Podcast.
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Wenn Ihnen unsere Folgen gefallen, dann freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Ihrer Wunschplattform, damit auch andere auf diesen Podcast aufmerksam werden und wir das Angebot weiter verbessern können. Zeitaufwand: 1-2 Minuten.
In diesem Sinne: keep connected.
Herzlichst
Ihr
Axel Winkelmann
Transcript:
ERP-Podcast, Folge 100, dritter Teil, ein Blick zurück und nach vorn. Dieses ist, kaum zu glauben, bereits die hundertste Episode des ERP-Podcasts und ich blicke ein bisschen zurück in die vorherigen Folgen, habe mir etwas wieder rausgesucht. Der dritte Teil dieser Jubiläumsfolge, der letztlich auch der letzte dieser Episode ist, der wird gehen ein bisschen über den Aufbau und die Automatisierung des Unternehmensdatenfundaments und er richtet sich an alle, die hoffentlich jede Woche wieder viel Spaß mit unserem Podcast haben.
Auch heute viel Vergnügen, Ihr Axel Winkermann. Herzlich willkommen zum ERP-Podcast, dem Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen auseinandersetzen wollen. Mit diesem Podcast möchte ich Sie mit eigenen Gedanken und Interviews bei der Gestaltung moderner IT-Konzepte nebenbei, also zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren, begleiten.
Damit möchte ich Ihnen in dieser von technologischen Veränderungen geprägten Zeit Informationen anbieten, die sich in Zeitschriften, Fachbüchern und wissenschaftlichen Artikeln in dieser Form nicht darlegen lassen und für die sich im hektischen Alltag ohnehin nicht die Zeit findet. Mein Name ist Axel Winkermann. Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg.
Ganz herzlich willkommen zurück zum ERP-Podcast, die hundertste Folge, Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Gleichzeitig haben wir mehr als 150.000 abgerufene Episodenfolgen zu verzeichnen. Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön und ich hatte bereits bei den ersten zwei Teilen dieser hundertsten Episode gesagt, ich möchte so ein bisschen zurückblicken, ich möchte den einen oder anderen zu Wort kommen lassen.
Ich kann das natürlich nicht in aller Ausführlichkeit machen, aber so ein paar Highlights habe ich mir dann doch rausgepickt. Bitte zu entschuldigen, alle, die hier nicht mehr zu Wort kommen, das ist nicht persönlich gemeint. Ich glaube, jede Folge hat etwas inhaltlich sehr Starkes.
Ich habe mir einfach ein paar rausgepickt nach bestimmten Oberthemen. Und ich möchte heute eigentlich gern so ein bisschen gehen auf das Thema Aufbau und Automatisierung des Unternehmensdatenfundaments, habe mir mal so drei Folgen rausgepickt. Es gibt natürlich wahnsinnig viele Folgen, die sich mit diesem Themenbereich beschäftigen.
Es lohnt sich also immer mal auch auf die Webseite zu schauen, wir clustern dort entsprechend die ganzen Folgen. Wir haben das als Informationsbasis Ihnen zur Verfügung gestellt. Ja, und das Thema Aufbau des Unternehmensdatenfundaments, womit wir jetzt beginnen, dazu zählt natürlich das Thema ERP-Auswahl.
Ich habe da selber einige Folgen auch zu gemacht, beispielsweise die Folge 96 und die Folge 13. Ich habe auch mit verschiedenen Leuten immer wieder über ihr Unternehmensdatenfundament, insbesondere ihr ERP-System gesprochen, um jetzt noch mal ein paar Folgen zu nennen. Beispielsweise Folge 74.
Dort habe ich mich mit Carsten Zoll zum Thema Baustoffgroßhandel unterhalten. Er selber ist CIO im Baustoffgroßhandel Brandes. Oder Folge 35 von Bahn zu Info LN.
Der Alexander Buschek, der CIO von Protego, ist entsprechend auch auf viele Dinge eingegangen. Ja, und eine der sicherlich auch beliebtesten Folgen, wenn es darum geht ERP-Auswahl beziehungsweise Aufbau des Datenfundaments, ist die Folge 77. Dort unterhalte ich mich mit Lena Held.
Sie ist verantwortlich für die ERP-Auswahl und Einführung bei damals Gildemeister Energy Solutions, heute Teil des Steak-Konzerns. Und in die Folge hören wir jetzt mal ein bisschen rein. Viel Vergnügen.
Es war schon ein ERP-System da und von mir liebevoll benannt, was immer verwendet wie eine bessere Schreibmaschine. Das war eher die Implementierung oder die prozestechnische Ausrichtung, die es verhindert hat, dass die Datenlage gut war. Und genau, das ist dann so gewachsen.
Ich habe das natürlich so ein bisschen gefördert. Also die Probleme an sich waren vielleicht schon klar, aber so die Grundlage, dass es vielleicht auch an fehlenden Daten liegt, um wirklich hier mal strukturiert das aufbauen zu können, das war vielleicht noch nicht so da. Also man kann so sagen, ich habe das, bevor das ERP-System das neue eingeführt wurde, habe ich auch so ein bisschen analysiert, auch im Rahmen meiner Masterarbeit.
Und dann kamen eben auch Themen zu Tage, die gezeigt haben, dass eigentlich nur 15 Prozent der Prozesse systemgestützt abgewickelt werden. Und dass sich da in den Jahren viele Workarounds gebildet haben, mit Excel natürlich, das ERP-System des Mittelstands. Und irgendwann haben wir natürlich auch eine Internationalisierung und Wachstum fokussiert in den letzten zwei Jahren ganz extrem.
Jetzt im letzten und in diesem Jahr noch extremer. Und dann merkt man auch, dass das eigentlich dann auch einfach nicht mehr geht, dass man da an gewisse Grenzen kommt, wenn man da nicht standardisiert und automatisiert. Und das ist durch das Wachstum und Internationalisierung noch mehr natürlich sichtbar geworden.
War aus der Historie schon so, dass wir auch eine eigene Lösung hatten. Man muss ja verstehen, der Konzern, das Hauptgeschäft ist die Produktion. Und dementsprechend sind auch die Prozesse gestaltet und sind auch das System gestaltet.
Und bei uns war so das Wichtigste, warum wir auch gesagt haben, wir brauchen ein eigenes ERP-System und wir satteln nicht darauf, ist, viele unserer Mitarbeiter, ich sage mal nahezu 80 Prozent, haben noch nie mit einem ERP-System gearbeitet. Und ja, unser größtes Kapital sind eigentlich unsere Mitarbeiter. Und gerade wenn die Prozesse noch nicht so hochstandardisiert sind und wir auch einfach diese Agilität in den Prozessen benötigen, bei uns ist es nicht wie im großen Konzern, da fängt der Prozess bei einem Schritt an und hört beim letzten auf.
Und davor bearbeitet einer das oder bereitet es vor und danach arbeitet ein anderer weiter. Sondern es ist bei uns auch so, dass gerade in Urlaubszeiten oder dass teilweise Personalunionen entstehen, dass man da so ein bisschen Flexibilität braucht. Und deshalb haben wir auch ein System gebraucht, das zwar uns Grenzen bietet in den Prozessen und uns sozusagen lehrt, diese Grenzen einzuhalten, aber dass es auch jetzt nicht von jetzt auf gleich Prozess-Exits erzeugt und halt ohne die wir nicht weiterarbeiten können.
Und deshalb ist es so schwierig, dass da einfach wenig Synergieeffekte zum Maschinenbauer da sind in den Bereichen. Dann haben wir uns relativ schnell dran gemacht, um passende Lösungen zu suchen. Da wurde kein Hersteller vorbelegt, sondern wir haben uns wirklich auch orientiert, was macht die Branche.
Also die Fototeig-Branche ist einfach auch sehr speziell. Und wie schon gesagt, jedes Projekt ist unterschiedlich. Später werden Sie wahrscheinlich noch Fragen stellen, wo ich das so ein bisschen erläutern kann, warum die Prozesse bei uns einfach schwer standardisierbar sind oder in gewissen Bereichen nicht standardisierbar sind.
Und da haben wir uns eben auch in der Branche orientiert. Was haben Mitwettbewerber für Systeme? Und schließendlich standen zwei zur Auswahl. Das war Microsoft Dynamics und AP Plus von ASSECO.
Und der Vertrag für die ERP-Einführung wurde Ende letzten Jahres im November unterschrieben. Die Workshops haben dann im Dezember gestartet und Go Live war dann am 1.6. dieses Jahres. Also wir haben das Ganze relativ sportlich gehalten.
Und die Idee war zu sagen, die unterscheidet sich so ein bisschen vom Lehrbuch sogar, wir haben gesagt, wir versuchen in relativ kurzer Zeit einen ziemlich guten Prototypen zu erstellen. Und wir versuchen nicht, unsere Prozesse, die jetzt vielleicht gar nicht so optimal laufen, weil wir keine Systemunterstützung haben und weil wir extrem wachsen und auch noch wenig Standards in den Prozessen haben. Wir versuchen nicht, diese in Stein zu meißeln und das System perfekt auf uns zuzuschneidern, sondern wir versuchen, mit möglichst wenig Anpassungen möglichst nah am Standard zu bleiben.
Und so haben wir es halt geschafft in sechs Monaten und mit nur 33 Anpassungen, wer sich auskennt, wird darüber lachen wahrscheinlich, eine ERP-Einführung über die Bühne zu bringen. Also es gibt natürlich immer ein paar Anpassungen, die einfach passieren müssen. Das Beispiel sind bei uns seriennummernpflichtige Artikel.
Da muss man sogenannte Seriennummern mit Flashdaten einlesen. Das sind so Geschichten, die angepasst werden müssen. Das ist auch, warum ich quasi zum Business Process Management gekommen bin und auch diese Stellenbezeichnung habe, weil das Wichtigste war für mich in dem Blick, dass ich da objektiv rangehe.
Also mir ist es persönlich relativ egal, welche Abteilung die Aufgabe erledigt, sondern das einzige Interesse, was mir gilt, ist die Effizienz. Also das Ganze sozusagen möglichst effizient zu gestalten und da, wo die Informationen aufkommen, da sollen sie eben ins System. Und da wurde dann jede Anforderung genau unter die Lupe genommen.
Also jeder Mitarbeiter, der einen speziellen Wunsch hatte oder jeder Abteilung, wurde genau unter die Lupe genommen. Muss ich vielleicht eher was an meinem Prozess umstellen, um das zur Verfügung zu stellen, was er braucht? Oder wie kann ich das im System so abbilden? Wir haben vielleicht auch das Ganze so ein bisschen anders aufgezogen, weil wir haben schon gesagt, also aktuell oder bevor der ERP-Entführung, haben wir mit wirklich wenig Systemunterstützung gearbeitet. Und wir versuchen jetzt erst mal in möglichst kurzer Zeit auf ein hohes Level, 80 Prozent, zu kommen, zu sagen, okay, damit unterstützen wir unsere Prozesse.
Und da haben wir dann deshalb gesagt, was für uns wichtig ist, was wir glauben, was das ERP-System können muss, ist, glaube ich, nicht so weit entfernt, was jedes standardmäßig einigermaßen bekannte ERP-System kann. Und dann haben wir gesagt, warum ist es wichtig, dass wir Leute haben für die ERP-Einführung, die unser Business verstehen? Weil, ich habe es immer so erklärt, wir können den Porsche vor der Tür stehen haben, das beste System, und es kann jegliche Anpassung, kann alles unterstützen, was wir machen. Wenn wir den nicht fahren können, tut uns das recht wenig.
Deshalb haben wir relativ früh schon viel Wert auf Change Management gelegt, und eben, dass die Berater auch unser Business verstehen und nicht erst noch mal eigentlich ein halbes Jahr brauchen, um unser Geschäftsmodell zu verstehen. Wir verkaufen nicht einfach Pommes von der Stange, das ist vielleicht so ein bisschen das Problem. Und deshalb haben wir uns dann, waren dann die zwei in der Auswahl, und dann war es wirklich auch eine Entscheidung im Führungsteam.
Natürlich haben wir in Vorbereitung eine Art Anforderungskatalog gemacht. Dieser Anforderungskatalog war eher ein Stück weit subjektiv, also eine Abfrage aus allen Abteilungen. Am Ende waren es dann so 50 bis 80 Seiten circa, wo zusammenkam, was für Anforderungen haben denn die einzelnen Abteilungen.
Und ja, da haben wir dann eben gesehen, dass das beide Systeme bieten, und dann haben wir so eine Art Präsenzveranstaltungen, Mini-Workshops gemacht mit beiden, wo dann auch wirklich die Anwender sich das mal angucken konnten, wie das aussieht. Und dann haben wir uns für ABiplus entschieden. Ja, vielen Dank, Lena Held, für diese spannenden Einblicke in die eigene ERP-Auswahl und Einführung, beziehungsweise den Aufbau des Datenfundaments.
Wie gesagt, das begleitet uns immer wieder, eigentlich durch alle Folgen hier im ERP-Podcast, irgendwie wieder durch. Ja, und natürlich das Thema Automatisierung der BWL, Veränderung in der BWL im Datenfundament, das sind natürlich auch immer Themen, die uns begleiten. Ein Riesenthema, was auch immer in der Presse natürlich auftaucht, ist das Thema künstliche Intelligentmaschinen oder das Lernen.
Ich habe eine Reihe von Folgen auch gemacht, um, ja, sag mal, auch ein bisschen die Motorhaube zu öffnen, Einblicke zu geben. Wer ein bisschen was hören mag dazu, beispielsweise in Folge 44, sprechen wir so ein bisschen auch über Microsoft Azure und KI-Entwicklung, die Microsoft dort auch in der Cloud antreibt. 42 ist eine spannende Folge zum Thema Einkauf 4.0. Was verändert sich im Einkauf? Wie kann ich dort auch mit Hypothesen arbeiten? Wie kann ich auch mit maschinellem Lernen arbeiten? Ja, und eins der, denke ich, interessantesten Interviews, die ich auch relativ am Anfang des Podcasts geführt habe, war in der Folge 19 mit Ellen Wöw.
Ellen Wöw ist ein Schweizer Protagonist, Sie werden es gleich hören, der in seinem Blog, der generell auch in vielen, vielen Vorträgen, in vielen, vielen Reden auch als Vordenker im Bereich Digitalisierung, Internet gilt. Er hat selber ein Unternehmen gegründet, im Bereich der Bilanzierung und Buchhaltung, wo er eben viel mit maschinellem Lernen automatisieren möchte. Ich habe die Folge mal genannt maschinelles Lernen und ERP und da hören wir jetzt einfach mal ein bisschen rein und ich wünsche ihm ganz viel Vergnügen und neue Erkenntnisse.
Wie immer, wenn Sie mögen, alle Folgen stehen auch rückwirkend zur Verfügung und Sie können über unsere Webseite oder natürlich auch über Ihre Podcast-Apps entsprechend auch auf diese alten Folgen wie beispielsweise die Folge 19 mit Ellen Wöw zurückgreifen. Viel Vergnügen. Ganz am Anfang, das ist ja mal vor 20 Jahren, bin ich mit meinen damaligen Kollegen losgezogen.
Wir haben IT verkauft, wir haben Webseiten verkauft, wir haben E-Business verkauft und wir haben sehr oft die Situation gehabt, dass die Leute uns gesagt haben, ja, dieses Internet zum Beispiel, wir glauben nicht so recht daran, dass das kommt. Wir finden es cool, was ihr als Jungunternehmer macht und dass ihr euch Mühe gebt und ihr arbeitet ja auch hart, aber das mit dem Internet, das wird nicht so wirklich wichtig werden. Oder die Aussage, das betrifft uns als Geschäft nicht.
Und das war ziemlich frustrierend damals, weil wir die Entwicklung voraus sehen konnten und es für uns so klar war, dass das Internet eigentlich und die digitalen Technologien eine sehr große Rolle spielen werden im Business, aber auch in der Gesellschaft. Und getrieben durch diese Erfahrung habe ich natürlich auch eine Karriere gemacht aus diesem Pfad. Also mit dem Wachstum all dieser Technologien, mit der Businessfähigkeit von Systemen vor allem auch von Content-Management-Systemen.
Ich war da eine lange Zeit in der Web-Branche eigentlich tätig und habe damit sehr viel mit Content-Management-Systemen zu tun gehabt. Und ich bin so eigentlich mit der Welle auch mitgegangen und habe durch das auch unternehmerischen Erfolg gehabt und die ganzen Dinge haben sich bewahrheitet. Also dass das Internet wichtiger wird, dass es für die Firmen schwieriger wird, die nicht auf dem Internet sind und aus dieser Entwicklung heraus sind wir halt meistens wieder mit denselben Kunden in Berührung gekommen und haben dann festgestellt okay, die sind ja mittlerweile echt unter Druck geraten und früher oder später hat dann auch die Beratungsbranche, also die klassischen Unternehmensberater relativ spät das Thema erkannt und das war eigentlich so der Moment vor 5-6 Jahren wo es tatsächlich als digitale Transformation so gemünzt wurde und was dann passiert ist, dass vor allem die grossen etablierten Beratereien nicht genau gewusst haben um was geht es eigentlich in der digitalen Transformation aber mit diesem Buzzword sehr viel Angst gemacht haben den Unternehmen gesagt haben, jetzt müsst ihr sofort das und das und das alles realisieren, sonst seid ihr übermorgen tot und Sie kennen sicher diese Ausführungen von wegen wir wollen das Amazon von der Schreibenbranche werden oder das Amazon von irgendwas wurden da diese Ambitionen kreiert und diese Bilder kreiert dass man jetzt super schnell, super viel investieren muss und super alles über den Kopf stellen muss und ich glaube das ist falsch ich glaube durch sehr viel von dieser Kommunikation und dieser Haltung die wir immer noch draußen im Business sehen, wird verhindert dass man auf die eigentlichen Treiber dieser Entwicklung sieht und wenn wir das angucken sehen wir halt dass der ganzen Entwicklung zugrunde eigentlich das exponentielle Wachstum der Technologie zugrunde liegt und das ist so hat dann dazu geführt, eigentlich die Diskussion darüber, dass ich dieses digital Digital Transformation Modell gemacht habe das war mehr so eine wie soll ich sagen, ein Schnellschuss, wo wir einfach mal hingestanden sind, meinen Kollegen und ich und hab gesagt, okay das sollte so und so aussehen und dann habe ich diesen Blogpost geschrieben und dann haben sich plötzlich ganz viele Leute für diese Erklärung interessiert und das wurde sehr oft übernommen und da ging das eigentlich los dass ich so über diese Themen auch mehr gesprochen habe und interessant ist halt, dass sehr viele Leute dann zu mir gekommen sind jetzt Unternehmenslenker und gesagt haben ich habe das mit der digitalen Transformation nie verstanden, obwohl ich mit Beraterei X und Beraterei Y ein Beratungsprojekt hatte erst diese Grafik hat mir gezeigt um was es hier eigentlich geht ich verstehe jetzt, es geht nicht, dass wir zum Beispiel den nächsten E-Commerce Shop machen oder eine BI Plattform aufbauen sondern es geht darum, dass wir verstehen dass die Dinge schneller in Wandel kommen und dass ich meine Art Unternehmen zu führen ändern muss, nämlich dass ich darauf vorbereitet sein muss permanenten Wandel prästieren zu können ich bin klar Verfechter der Theorie dass es mehr Arbeitsplätze geben wird die Frage ist, in dem Kontext natürlich, wenn wir in eine Zeit laufen wo wir so schnelle technologische Veränderungen und Neuerungen gewertigen müssen wie hält unser Volkswirtschaft oder unser Wirtschaftsmodell damit und ich glaube es wird das ist die hauptsächliche Herausforderung, weil ich denke wir werden mehr Arbeit haben viel mehr Arbeit haben die Frage ist aber, haben wir durch das auch mehr klassische Jobs wie wir sie kennen das kann ich überhaupt nicht beurteilen im Moment warum ich zum Schluss komme dass es mehr Arbeit geben wird, ist eigentlich eine ganz einfache Überlegung nämlich, neue Technologie schafft immer mehr Möglichkeiten und die Kombination von neuer Technologie schafft nochmal mehr Möglichkeiten das heißt wir haben plötzlich viele Dinge, die wir tun könnten, als Menschen als Menschheit, sagen wir es mal so und wenn der Mensch etwas bewiesen hat dann ist es, dass er das tut wenn er etwas tun könnte, dann tut er es auch wir sind extrem schlecht darin gewisse Dinge unversucht zu lassen unsinnig oder sinnig ist man dahingestellt aber der Mensch ist in der Natur so, dass er Dinge exploret, dass er weiter geht dass er Dinge versucht und dass er natürlich das auch ökonomisch versucht umzusetzen und aus dieser Überlegung denke ich, wir werden längerfristig und das zeigt auch die Entwicklung jetzt in den letzten 100 Jahren wir werden unter dem Strich mehr Arbeit haben, durch den Einsatz von mehr Technologie jetzt, wenn diese Studien da natürlich diese Überlegungen machen, dann ist ja das nicht komplett falsch, das Problem bei der Überlegung ist einfach die, dass wir vergessen, dass wir nur die bestehenden Jobs kennen wir wissen ja gar nicht welche Jobs in Zukunft geschaffen werden wenn wir jemandem gesagt haben, wir brauchen einen Testautomatisierer so im Softwarebereich die automatisierte Testroutinen bewerten und umschreiben können, vor 30 Jahren, wenn ich das jemandem gesagt hätte, dann hätte er gesagt ja, keine Ahnung, glaube ich nicht oder weiß ich nicht, ob das kommt heute haben wir in Deutschland, wir gehen davon aus, irgendwo 30.000 Tester, die solche Dinge tun und ich glaube unter dem Strich werden die langfristig werden mehr Jobs dazukommen als jetzt aus diesen repetitiven Arbeiten wegfallen werden und es ist natürlich eine falsche Betrachtung, wenn man jetzt hingeht und sagt, so und so viele Jobs fallen weg und man nicht einpreist welche kommen dazu das ist vergleichbar, wie wenn sie zum Beispiel ihren heutigen Geldbestand privaten Geldbestand aufnotieren und dann ziehen sie einfach mal alle Ausgaben der nächsten 20 Jahre ab da landen sie auch im Minus sie kennen ja die Nutzenzugänge noch gar nicht, wir kennen halt die neuen Jobs nicht, die da laufend entstehen und ich denke unter dem Strich ist die Herausforderung bei der Sache die, dass wir vor allem politisch gucken dass diese Umbrüche von Jobs, die wegfallen zu neuen Jobs dass die möglichst sozial gestaltet werden und das ist, ich denke, das ist eine der Hauptherausforderungen die wir als Gesellschaft haben in dem ganzen Wandel und leider sind wir da nicht besonders gut, also es werden heute noch Taxifahrer ausgebildet es werden heute noch in Berufsausbildung investiert, empfohlen wo eigentlich ziemlich absehbar ist dass das in 10 Jahren wahrscheinlich nicht mehr so ein gutes Ding ist und ich denke, was wir tun sollten, ist uns versuchen die Entwicklung zu antizipieren ich denke, immer wenn eine Arbeit sehr repetitiv ist sehr klar strukturiert ist dann ist es eigentlich so, dass man versuchen sollte, Anstrengungen zu unternehmen, dass man eben diese Prozesse automatisieren kann und wenn ich etwas der ERP Branche in dem Sinne ankreide dann ist es das, dass man halt jetzt auch in einer Situation ist, wo man mit diesen Usern gut leben kann rein vom Business-Modell her weil es halt eine Preceit-Lizenzierung gibt oder weil man sich halt irgendwie da engagiert hat und dass man gar nicht erst versucht, diese Automatisierung reinzubringen, weil das im Moment einem das eigene Geschäft kaputt machen würde.
Kommt dazu, dass es nicht so ein einfacher Task ist, sowas zu realisieren wir sind ja selbst noch nicht am Ziel, wir denken nur, wir haben den Weg dahin aber grundsätzlich ist es natürlich schon witzig zu sehen wie viel investiert wird in Produkte und wie wenig in solche grundlegenden Paradigmenwechsel investiert wird in der ERP Branche und ich habe nicht das Gefühl, dass die Leute, die jetzt wieder aus sozialer Sicht nicht das Gefühl, dass die Leute, die in Buchhaltungsabteilungen arbeiten und zum Beispiel Belege eintippen oder diese massiv repetitiven Arbeiten machen dass die wahnsinnig glücklich werden damit. Es ist ja nicht so, dass die das alle wahnsinnig spannend finden Was wir versuchen zu tun ist wir versuchen eigentlich das, was der Steuerberater macht, die Erfahrung des Steuerberaters nachzubauen maschinell so dass, weil der Steuerberater macht auch nichts anderes, er kriegt ein Beleg rein er sieht sich den an, er muss den verstehen zum einen und dann greift er intuitiv auf seinen Erfahrungsschatz zurück, um gewisse Dinge, also seinen Wissens- und Erfahrungsschatz, um gewisse Dinge Teilentscheidungen zu fällen, das ihn am Schluss dann dazu führt, dass er einen Buchensatz formt und die Verarbeitung im besten Wissen und Gewissen vornimmt. Und was wir versuchen zu tun ist, genau diesen Erfahrungsschatz mit dem Wissensschatz, meistens der Regulatorien zu kombinieren, dass die Maschine genau dasselbe machen kann und das ist natürlich komplett etwas anderes als wenn sie das mit Regelbasiert machen, weil ein Regelbasiertes Konstrukt wird nie hundertprozentig funktionieren, also kein System wird hundertprozentig funktionieren, muss es auch nicht, aber es wird nie besser sein als der Mensch, weil der Mensch extrem gut im Lernen ist und extrem schnell in diesen Verarbeitungszyklen wieder noch eine Schippe drauflegen kann, wenn sie so wollen.
Und ich denke, darum lohnt es sich überhaupt, das zu tun, weil Buchhaltung ist halt wirklich etwas, was sie grundsätzlich nicht mit Regeln nur abdecken können, sonst hätten wir das ja schon lange. Also wir sind jetzt rund 10-12 Monate im Business, wo wir angefangen mit den ersten Prototypen, fast zwei Monate länger sogar noch haben wir mit dem Prototyp angefangen, wir haben also nicht so wahnsinnig viel schon gemacht, sag ich mal. Und wir sind davon ausgegangen, dass wir ein erster Schritt in dieser Transaktionskette ist die fehlerfreie Identifizierung von Belegarten.
Zum Beispiel ist das eine Kreditkartenrechnung, ist das ein Kreditkartenbeleg, ist das eine Quittung, da gibt es ein ganzes Verzeichnis an Belegarten. Und das ist der erste Schritt, den sie beherrschen müssen, wenn sie auf den Weg weitergehen wollen. Und wir haben eigentlich gedacht, wir brauchen für das rund eineinhalb Jahre, um das wirklich hinzukriegen, dass das wirklich belastbar funktioniert.
Belastbar heisst, der Mensch muss es nicht mehr in die Finger nehmen, muss es nicht noch korrigieren, muss nicht nochmal drauf gucken. Im Gegenteil, wenn es korrigiert, ist es schädlich für die Qualität. Und wir sind heute jetzt, ich sag mal, nach einem guten Jahr sind wir so weit, dass wir das im Einsatz haben, dass das funktioniert.
Und das ist spannend zu sehen, dass das schneller geht, ist aber eigentlich ziemlich logisch, weil eben wir aus den Erfahrungen gelernt haben, die der Mensch mit einbringt. Dass wir nicht einfach hingehen und sagen, wir versuchen alle, die Patterns zu finden, die in den Daten sein könnten. Ich denke, der Weg ist auch möglich.
Es gibt den Pfad, dass man das tut, was diese klassifizierenden Belege angeht. Man muss einfach sehr, sehr viele Belege haben. Und die menschliche Interaktion ist diesbezüglich eigentlich wie ein Shortcut, der uns einfach schneller dahin bringt.
Der Grund, warum wir Accounter gegründet haben, ist, dass wir gemerkt haben, Machine Learning ist zwar in den Medien in aller Munde und sehr weit verbreitetes, spannendes Thema. Alle sprechen darüber, aber eigentlich gibt es sehr, sehr wenige Leute, die wirklich was machen damit. Es gibt natürlich die Großen wie Google und Tesla etc., die diese großen Themen abfrühstücken oder versuchen abzufrühstücken.
Aber im kleinen, im Business-Bereich gibt es praktisch nichts. Warum gibt es das nichts? Das war so die Frage, wo wir uns überlegt haben, eigentlich sollten wir ein System bauen, das diese Lücke füllen kann. Das von außen versatil einsetzbar ist.
Und weil das so ungreifbar ist, haben wir uns ein Thema gesucht, ein Business gesucht, wo wir sagen können, wo können wir die Technologie eigentlich weiterbringen. Und da war es glücklicher Zufall, dass ich selber eine kleine Steuerberatungskanzlei hier in der Schweiz habe. Und dann haben wir dieses Business gemerged und haben dann diesen Service gemacht.
Es gibt ja auch sehr viele Nachfragen nach diesem digitalen Buchhaltungsthema. Zum Glück, das hilft natürlich, um die Entwicklung mitzubezahlen. Das war so der Treiber, dass wir gesagt haben, im ERP-Bereich gibt es viel zu wenig Machine Learning.
Es muss viel zu viel Interaktion mit dem Programm gemacht werden, die eigentlich klar ist. Die auf einer logischen Ebene dem System eigentlich bewusst sein muss, dass das die nächste Interaktion ist. Vielen Dank noch einmal an Alan Wölff für diesen kleinen Ausschnitt, beziehungsweise die Bereitschaft, wie auch an alle anderen Interviewgäste, die ich in 100 Folgen begrüßen durfte.
Ohne sie wäre es vielfach nicht möglich, so gut, so präzise, so interessant aus verschiedenen Unternehmen, aus verschiedenen Blickwinkeln berichten zu können. Und das möchten wir, das möchte ich natürlich auch in den nächsten 100 Folgen beibehalten. Ja, jetzt haben wir ein bisschen gesprochen über den Aufbau des Datenfundaments, über die Veränderungen in der Digitalisierung im Internet, Im Themenbereich maschinelles Lernen, wie gesagt Folge 19, wer da vielleicht auch ein bisschen intensiver reinschauen möchte. Ein Thema, was mich natürlich immer wieder in diesem Unternehmensdatenfundament umtreibt und was ich ganz, ganz stark im nächsten Jahrzehnt auch in eigentlich jeder Branche sehe, ist das Thema Automatisierung, Abbau von, ich habe das mal genannt, virtuellen Puffern, also alles, wo heute noch ein Mausklick notwendig ist. Wir machen Prozessreorganisation, Prozessablaufveränderungen schon ganz, ganz lange.
Wir brauchen gar nicht zu sprechen über Medienbrüche, über Organisationsveränderungen, über die Vermeidung von Rückfragen, aber jenseits von solchen großen Veränderungen in den Prozessabläufen, glaube ich, dass es auch noch unglaublich viele kleine Schritte gibt, die man aus den Unternehmensabläufen herausnehmen könnte, wo man auch die BWL noch vielfach automatisieren kann. Es gibt verschiedene Folgen, wie gesagt, Folge 79 von Puffern und Sicherheitsbeständen. Wenn Sie meinen persönlichen Gedanken dazu hören möchten, herzliche Einladung, diese Folge mal zu hören.
Hören Sie mal rein in die Folge 39, auch ein ehemaliger Student aus meinen Münsteraner-Zeiten, der CTO der Solaris Bank, der Peter Großkopf, zum Thema Banking as a Platform, wie sich auch die Technologie und die Automatisierung im Bankenbereich jenseits der Großbanken komplett verändert. Ja, und für mich ein ganz großer Vorreiter und Querdenker und sehr erfolgreicher Gründer im E-Commerce-Bereich, der nicht nur eine Vertriebs GmbH mit eigenem E-Commerce-Einblick hat, sondern eben auch selber ein ERP, ein Warenwirtschaftssystem entwickelt, ist Korhan Cambulat hier aus Würzburg. Und ich habe mich so ein bisschen mit ihm unterhalten über das, was sein Unternehmen eigentlich macht, über die Leistungskennziffern.
Einen kleinen Ausschnitt präsentiere ich Ihnen hier. Es lohnt sich, trotz der schlechten Datenqualität, für die ich mich in mancher Folge leider bei Ihnen entschuldigen muss, aber es ist ja auch ein kostenloser Podcast. Es lohnt sich wirklich, in seine Folge, in seine Gedanken reinzuhören.
Folge 50 des Podcasts und nicht nur diesen Ausschnitt, den ich Ihnen jetzt präsentiere, zu hören, sondern die ganze Folge, weil ich glaube, dass wir im E-Commerce einen sehr, sehr starken Vorreiter haben für das, was im nächsten Jahrzehnt in ganz vielen Branchen passieren wird. Ich freue mich darauf, das als Professor für Wirtschaftsinformatik gemeinsam mit Ihnen begleiten zu können. Jetzt aber erst mal viel Vergnügen mit dem Auszug aus der Folge 50, Automatisierung im E-Commerce.
Viel Vergnügen. Ich habe während meiner Studienphase einen Online-Handel aufgebaut, klassisch aus der Garage heraus. Nachdem das Studium vorbei war, wollte ich in der IT-Branche bleiben und habe daraufhin mit Kommunikation mit Trinodes GmbH gegründet, mit dem Zweck, ein ERP-System zu entwickeln, was es damals noch nicht in der Form gab und im Prinzip zu vermarkten.
Damals gab es sehr viele Impflösungen. Die klassischen ERP-Hersteller konnten im Endeffekt diese neuen Methodiken noch nicht, sowas wie die Zahlungsbedingungen wie Paypal usw. Die neuen ERP-Lösungen oder die Portal-Integratoren wie Afterbuy konnten die klassische ERP-Methodik nicht.
Deswegen haben wir uns entschlossen, das selbst von Null auf komplett zu programmieren. Die Software, die wir jetzt entwickelt haben, ist sehr individuell und mehr oder weniger für schnell wachsende Unternehmen gedacht. Die Partner, also die Kunden, die wir haben, kann man an einer Hand abzählen.
Sie gehören zu den schnell wachsenden Unternehmen, die es in dem Markt gibt. Da ist das Problem, dass sie mit Standard-Software relativ schnell an die Grenzen kommen, wo man nicht mehr weitermachen kann. Wenn man die Thematiken oder die Probleme, die auf uns zukommen, betrachtet, wie z.B. dass wir in verschiedene Länder exportieren, dass wir auch in Drittländer exportieren, dass wir Logistik Unternehmen nicht nur in Deutschland haben, also Lagerflächen usw., sondern auch im Ausland.
Das erfordert natürlich recht viele Prozesse, eine neue Struktur. Da müssen wir permanent nachjustieren. Dadurch haben wir den Vorteil, dass die Störflüsse, die dann entstehen, minimiert werden.
Im Endeffekt ist es so, dass wir versuchen, diese ganzen Schritte, die es gibt, bis ins letzte Detail in Prozessen abzubilden und idealerweise automatisiert zu lösen. Dadurch haben wir den Vorteil, dass Fehler minimiert werden, dass unsere Mitarbeiter sehr produktiv arbeiten können, weil sie sich nicht mehr auf einfache Tagesgeschäftsaufgaben konzentrieren müssen, sondern auch die Möglichkeit haben, neue Prozesse mit zu erfinden oder mit beizutragen, dass die Prozesse sich auch stetig verbessern. Das führt natürlich dazu, dass unsere Fixkosten dadurch auch gesenkt werden und logischerweise auch noch Wettbewerbsfähiger werden.
Die Jumbo-Life-Vertriebsgeber, im Endeffekt, welches Produkt an sich wir verkaufen, ist im Prinzip irrelevant. Bei uns ist es so, wir haben natürlich eine gewisse Marktstrategie, wir sind relativ viel im Bereich Heimwerkerprodukte unterwegs, aber was für einen Fokus wir im Endeffekt legen würden, das kann sich natürlich auch von Jahr zu Jahr ändern. Wir haben natürlich unsere Methodiken, wir analysieren den Markt, das funktioniert nicht mehr manuell, sondern im Endeffekt haben wir Systeme, die die Trends beobachten, die Produkte beobachten und dadurch entscheiden wir dann im Endeffekt, in welchen Marktbereich wir gehen möchten und wenn es sich da jetzt eine neue Möglichkeit gibt, sagen wir zum Beispiel Heimwerker oder in den Gartenmarkt, dann wählen wir nach dem Prinzip die Produkte aus und lassen sie den Auftrag fertigen.
Das heißt, Sie haben das jetzt eben in so einem Nebensatz gesagt, Sie haben Tools, Sie haben Systeme, um den Markt auch beobachten zu können, das heißt letztendlich, Sie beobachten sehr stark automatisiert, also da ist keine händische Arbeit, die diese Beobachtung für Sie macht, sondern Sie haben eigentlich, Sie beschaffen sich die Daten automatisiert und analysieren dann letztendlich sehr, sehr stark, welche Produkte oder Produktkategorien besonders gut laufen, mit welchem Deckungsbeitrag. Ganz genau. Wir verschicken in etwa knapp 35.000 Pakete im Monat derzeit, aber wachsen wie gesagt fast aktuell jährlich um 100 Prozent und deswegen ist es auch so, wir werden jetzt auch in den nächsten Jahren natürlich weitere Märkte erobern wollen und wachsen dadurch halt auch.
Die Mitarbeiteranzahl, die bleibt relativ gleichmäßig, wir haben bei uns jetzt zwölf festangestellte Mitarbeiter und wenn wir jetzt mal verdoppeln würden vielleicht noch zwei, drei hinzukommen. Ich lasse das nochmal ganz kurz auf der Zunge zergehen, Sie haben 35.000 Produkte mit zwölf Mitarbeitern, wenn Sie das Ganze verdoppeln würden, also nicht 35.000, sondern 70.000 Produkte abwickeln würden im Monat, dann würden Sie vielleicht ein, zwei Mitarbeiter mehr benötigen. Da lässt sich glaube ich so ein bisschen vorstellen, wie stark Sie automatisiert haben.
Unser System hat natürlich automatisierte Schnittstellen an die Portale und Point-of-Sales, die wir eben haben. Das kann unser eigener Shop sein und ruft alle periodisch eben die Daten, die neuen Orders ab. Genau, es wird halt alles vorab entschieden, ob wir mit welchen Paketdienstleistern verschickt wird, wie eine Rechnung ausgestellt wird, das ist ja auch recht kompliziert mittlerweile, weil wir ja auch im Ausland relativ viel verschicken, da gibt es ja auch Regularien dafür, dann wird im Endeffekt die Kommission auch automatisiert ausgeführt.
Bis dahin passiert eigentlich nichts. Es kann natürlich sein, dass gewisse Angaben noch nicht vollständig sind, die werden automatisch aufgegliedert, soweit sich das System nicht selbst aufheben kann. Und ja, dann wird es im Prinzip an das Fulfillment-System weitergeleitet, die dann halt auch das alles konditionieren.
Aber der restliche, diese ganze andere Operation, die Rechnungsstellung etc., da findet alles automatisiert statt. Und auch die Verkufung logischerweise danach mit der Buchhaltung. Bis in die Buchhaltung hinein, wie oft fasst das ein Mitarbeiter in Ihrem Hause überhaupt an, diesen Auftrag? Gar nicht.
Also das heißt, da ist wirklich null Interaktion mit Mitarbeitern Ihres Hauses bis hinein in die Verbuchung, das heißt auch bis zum Abgleich des Zahlungseingangs, also der Forderung mit dem Zahlungseingang. Ja, herzlichen Dank an Koran Cambulat für den kleinen Einblick in die Automatisierung in seinem Unternehmen. Wie gesagt, es lohnt sich, auch die komplette Folge 50 anzuhören, um sich selber Gedanken zu machen.
Vielleicht auch in Kombination beispielsweise mit meiner eigenen Solo-Folge 79 von Puffern und Sicherheitsbeständen. Also ich glaube, das Thema ERP, das Thema Unternehmensdatenfundament, das fängt gerade erst so richtig an. Und wir werden im nächsten Jahrzehnt noch viele, viele neue Geschäftsmodelle erleben.
Wir werden eine sehr starke Veränderung auch der Unternehmenssoftware-Architekturwelt erleben. Ich freue mich drauf. Ich freue mich drauf, diese Veränderung auch begleiten zu dürfen hier im ERP-Podcast.
Wir haben im Ausblick vielleicht auf die nächsten 100 Folgen natürlich noch viele, viele, viele Themen, die wir uns schon mal so ein bisschen zusammengeschrieben haben, über die wir berichten wollen, über die ich Interviewpartner zu Wort kommen lassen möchte, über die ich selber auch berichten werde. Gerade die nächste Folge wird wieder eine Solo-Folge sein. Und ja, wenn auch Sie Lust haben, hier mal als Interviewgast Rede und Antwort zu stehen, ein bisschen selber zu berichten über spannende Aspekte rund um das Unternehmensdatenfundament, rund um ERP, dann schreiben Sie mir doch einfach mal eine Mail, kontaktieren Sie mich gerne.
Ich freue mich auf den Gedankenaustausch mit Ihnen und ich freue mich vor allen Dingen auch darauf, wenn Sie als stiller Zuhörer oder auch aktiver Zuhörer mir eine Rezension hinterlassen. Die meisten Kommentare finde ich auf iTunes. Gehen Sie gerne mal auf meine Webseite auf iTunes, beispielsweise in der Podcast-App.
Das ist so ein bisschen der Salz in der Suppe, hilft mir auch dabei, besser gelistet zu werden, sodass noch mehr Zuhörer diesen Podcast abonnieren, darauf gestoßen werden. Ich würde mich freuen, und vielleicht ist das ja auch eine Art, etwas zurückzugeben, was ich, was mein Team mit ganz viel Arbeit natürlich im Hintergrund Ihnen an dieser Stelle bietet. Bleiben Sie mir, bleiben Sie uns gewogen, wie immer.
Keep connected. Herzlichst, Ihr Axel Winkelmann. Ihnen hat der ERP-Podcast gefallen und Sie konnten wertvolle Erkenntnisse gewinnen? Dann würde ich mich über eine Bewertung auf iTunes freuen, damit auch andere von diesem Podcast erfahren können.
Eine Anleitung für die Bewertung finden Sie auf www.erp-podcast.de. Dort finden Sie auch weitere Hinweise, Links und Aktualisierungen zu dieser Folge. Das war der ERP-Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen im Unternehmen, losgelöst von Fachzeitschriften, Büchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen, zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren, auseinandersetzen wollen. Mein Name ist Axel Winkelmann.
Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg.