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#83a - Mobile Energie – Energieversorgung von der Wand bis zum autarken Sensor mit Jürgen Zinecker, Gründer und Geschäftsführer der Axsol GmbH
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Mobile Energieversorgung wird insbesondere im Zeitalter von Robotik und Sensorik immer bedeutender: Weg von der Wand, leistungsfähig und mobil, dort wo sie benötigt wird. Darüber unterhalte ich mit dem Seriengründer und Geschäftsführer des Energieproduktunternehmens AXSOL.

Viel Vergnügen.

Literaturempfehlung:

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Wenn Ihnen unsere Folgen gefallen, dann freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Ihrer Wunschplattform, damit auch andere auf diesen Podcast aufmerksam werden und wir das Angebot weiter verbessern können. Zeitaufwand: 1-2 Minuten.

In diesem Sinne: keep connected.

Herzlichst
Ihr
Axel Winkelmann

Transcript:

ERP-Podcast Mobile Energie Energieversorgung von der Wand bis zum autarken Sensor mit Jürgen Zienicker, Gründer und Geschäftsführer der Axol GmbH. Mobile Energieversorgung wird insbesondere im Zeitalter von Robotik und Sensorik immer bedeutender. Weg von der Wand, leistungsfähig und mobil, dort wo sie benötigt wird.

Darüber unterhalte ich mich mit dem Seriengründer und Geschäftsführer des Energieproduktunternehmens Axol. Viel Vergnügen. Herzlich willkommen zum ERP-Podcast.

Dem Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen auseinandersetzen wollen. Mit diesem Podcast möchte ich Sie mit eigenen Gedanken und Interviews bei der Gestaltung moderner IT-Konzepte nebenbei also zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren begleiten. Damit möchte ich Ihnen in dieser von technologischen Veränderungen geprägten Zeit Informationen anbieten, die sich in Zeitschriften, Fachbüchern und wissenschaftlichen Artikeln in dieser Form nicht darlegen lassen und für die sich im hektischen Alltag ohnehin nicht die Zeit findet.

Mein Name ist Axel Winkelmann. Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg. Herzlich willkommen zurück zum ERP-Podcast.

Eine von vielen spannenden Interviewfolgen. Heute habe ich jemanden eingeladen, der fast ein bunter Hund ist, möchte ich sagen. Er ist Seriengründer, er hat ganz viel Erfahrung gesammelt, kommend eigentlich aus den Ingenieurswissenschaften.

Und ich möchte mich heute mit Jürgen Zinneker ein bisschen unterhalten über das Thema Energie. Auf den ersten Blick hat das nicht so viel mit ERP zu tun, aber ERP hat immer mehr mit IoT zu tun und IoT hat natürlich immer mehr mit Energiequellen, Energieversorgung zu tun. Darüber werden wir heute ein bisschen sprechen.

Ich freue mich, dass er sich die Zeit genommen hat. Herzlich willkommen bei uns im ERP-Podcast. Herzlich willkommen Jürgen Zinneker.

Hallo Herr Professor Winkelmann. Freut mich sehr, dass wir uns heute unterhalten können. Jetzt habe ich Sie nur ganz kurz anmoderiert.

Jetzt ist das Ihre Chance, aber auch bitte Verpflichtung, ein bisschen was über Sie zu erzählen. Wer ist der Mensch Jürgen Zinneker? Okay, gerne. Der Jürgen Zinneker ist Geschäftsführer der Axol GmbH, hat in Würzburg, München und Stanford studiert und kommt aus den Ingenieurwissenschaften.

Ich habe mittlerweile mehrere Firmen gegründet, die meisten auch erfolgreich am Leben. Und dabei auch zwei Börsengänge hinter mich gebracht. Und jetzt bin ich für die Geschäftsführung, also Finanzen, technische Weiterentwicklung, Strategie in der Axol GmbH tätig.

Ich glaube, eines Ihrer ersten Unternehmen, das Sie mitgegründet haben, war die Navigon. Das ist wahrscheinlich eines der Unternehmen, die man bei Ihnen am meisten kennt. Vielleicht können Sie ein bisschen was zu Ihrem Werdegang sagen.

Die Navigon ist, glaube ich, das bekannteste Unternehmen. Wird jeder vielleicht auch noch zumindest erinnern können, das waren die Navigationssysteme, die es hauptsächlich bei Medion, also beim Aldi gab, als Nachrüst-Einheit, mobile Navigation fürs Fahrzeug. Das war so die Oberkante dessen, wo die Firma hinkommen konnte.

Gegründet wurde sie aus einem ganz einfachen Grund. Ich war bei einem amerikanischen Unternehmen, Trimble Navigation, und das war mit Navigationssystemen auf GPS-Basis befasst. Dort habe ich meine Meriten in dem Bereich Ingenieurstechnologie, in dem Thema Softwareentwicklung, aber auch Elektronik, also Signalanalyse, erreichen können.

Wir haben dort für verschiedene Anwendungen im militärischen Segment gearbeitet. Irgendwann ist mir dann der Gedanke gekommen, wenn das in einem Panzer geht, dann geht das auf der Straße genauso, wie es mit Technologien manchmal so läuft. Mit dem Know-how, das ich dort in der Zusammenarbeit mit einem amerikanischen Technologieführer kriegen konnte, habe ich dann in Deutschland die Navigon gegründet, gegen erhebliche Widerstände.

Das war ein harter Kampf, aber letztendlich hat jeder gesehen, was daraus geworden ist. Sie haben das Unternehmen irgendwann verkauft. Über verschiedene Umwege ist es heute Teil von Garmin.

Sie sind dann weitergegangen, Sie haben mehrere Börsengänger begleitet, und haben dann 2012 die Axol gegründet. Ist das richtig? Das ist richtig. Die ist eigentlich eine Ausgründung aus einem Softwareunternehmen im Bereich ERP-Branchenlösung im Bauelementesektor, das ist die ADULO in Hettstadt.

Dort haben wir uns mit Bauelementen befasst. Der Sektor Solarenergie, also das, was Sie auf den Einfamilienhäusern oben drauf sehen, das war damals ein Teil dessen, was wir zusätzlich bedienen wollten. Diesen Sektor haben wir dann aber rausgelöst in eine eigene Gesellschaft, nämlich die Axol, weil es sich von den Bauelementen einfach stark wegentwickelt hat und in Richtung Mobilität ging.

Deshalb haben wir 2012 ausgegründet. Dann haben wir ein bisschen Pause gelassen und richtig eingestiegen in die Entwicklung. In der Entwicklung sind wir dann um 2015, und das hatte einen ganz einfachen Grund.

Ein Freund von mir hat die Vereinten Nationen mit Labortechnik beliefert. Die haben damals die Ebola-Krise gehabt, und die Labortechnik hat vor Ort nicht funktioniert. Da haben sie gesagt, Mensch, du machst doch Solartechnik, könnten wir nicht irgendwie Strom da hinbringen über Solarapplikationen.

Und so ging es los, so haben wir angefangen. Das heißt, wir haben mit Ihnen jetzt jemanden, der sowohl die Software, die ERP-Welt kennt, als auch die Solar- und Energiewelt, was das heutige Thema natürlich mit Ihnen als Gesprächspartner sehr spannend macht. Die Axol hat sich das Ziel gesetzt, Energie dahin zu bringen, wo keine Energie zurzeit ist.

Vielleicht können Sie ein bisschen sagen, was das bedeutet und was dabei letztendlich auch Ihre DNA ist. Wir haben damals festgestellt, denn ich habe leichtfertig diese Anfrage von einem guten Freund von mir zugesagt. Ich habe gesagt, na klar, kriegen wir da Strom zusammen.

Ich war gerade in Boston auf einer Messe und habe gesagt, ich schaue mal, wo es diese Anlagen gibt, und dann können wir das arrangieren. Fakt war, gab es nicht. Es gab keine mobilen, tragbaren Solaranlagen.

Ich musste dann aber meinen Versprechen einlösen und dann haben wir in einer Aktion, das waren knapp 14 Tage, im Labor die Teile zusammengeschraubt. Den Komponenten gibt es am Markt, aber es gab es noch nicht in einer All-in-One-Lösung. Das haben wir gemacht.

Am Ende haben wir das auch verschickt. Wog 60 Kilo, war natürlich, 60 Kilo sind nicht ernsthaft transportabel zu nennen. Das kann kein Mensch alleine bewegen.

Daraus ist dieser Gedanke gewachsen, hey, das könnte man auch leichter machen. Wir haben den Gedanken verfolgt und dabei ist uns aufgefallen, und es ist wirklich auch ähnlich in diese Richtung, es gibt Bedarf Strom zu haben, wo keiner ist. Und zwar ist das relativ sogar breit anzusiedeln.

Im Endeffekt passiert mit dem Strom ungefähr das Gleiche wie mit der Telefonie. Früher, jetzt sind wir im Alter, wir kennen das gerade noch, früher gab es ein Telefon, das hatte sogar eine Wählscheibe und war mit einem Kabel an der Wand fest. Dann kam der Punkt, dann gab es Mobiltelefonie, das war ein Wieses-10-Netz-Telefon, das war Aktenkoffer groß, 10, 15 Kilo schwer für das Auto.

Da hat jeder gesagt, für was braucht man sowas? Ich habe doch ein Telefon zu Hause, das, was ich telefonieren muss, mache ich da. Was da passiert ist, haben wir auch alle gelernt. Und die DNA der Axol ist, wir machen strommobil, und zwar genauso wie die Telefonie, zum täglichen Benutzen, überall, ohne Kabel.

Das ist unser Ziel. Und Ihr originäres Produkt Avei kommt genau aus diesem Anwendungssinn, dass Sie gesagt haben, in Afrika, die brauchen in den Notzelten, da brauchen sie Strom. Ja, da kommt es eigentlich her.

Das war diese Initialzündung, die wir damals hatten. Und wir haben dann natürlich auch den Markt untersucht. Dort waren wir zum Beispiel bei dem Jürgen Schwarz, das ist der oberste Produktmanager von Obi, und haben gefragt, könnte man sowas im Obi brauchen, über den Obi vermarkten? Und da ich über eine andere Schiene den Manfred Maus kannte, der mir dann den Kontakt zum Jürgen Schwarz machte, hat mich der Jürgen Schwarz natürlich da etwas intensiver beraten und hat uns im Prinzip die Kernanforderungen, die Kernpunkte für so ein Produkt als Hausaufgabenheft aufgeschrieben und hat gesagt, wenn Ihr das, das, das, das, das erreicht, dann ist das ein kommerzielles Produkt.

Und kann ich auch noch runterbeten, weil das haben wir dann über Jahre bis in diese Richtung vorangetrieben, ein Produkt muss vorne quer in den Einkaufswagen passen, damit es problemlos in einen Einkaufswagen, in einem Selbstbedienungsmarkt eingeladen werden kann. Es darf nicht mehr als grob 10 Kilo wiegen. Jedes Kilo mehr bedeutet weniger Akzeptanz.

Es braucht eine gewisse Leistung und zwar die Leistung wurde angegeben, damit 80 Prozent aller Geräte, die der Obi verkauft, damit betrieben werden können. Das impliziert ein Leistungsniveau von etwa 1.000 Watt kontinuierlicher Leistung. Denn damit können dann die üblichen Werkzeuggeräte in dem Do-it-yourself-Bereich bedient werden, aber halt auch weiße Ware, Licht und die Standardfunktionalität, die man sich im häuslichen Bereich auch wünscht.

Also jetzt von mir als Laie gesprochen, wie kann ich mir das Gerät vorstellen? Das ist eine große Batterie mit Steckdose dran? Ja, so ungefähr so ist das. Die Größe ist, ich sage dazu immer so etwa Schuhkarton groß, ein bisschen größer wie ein Schuhkarton. Aktuell wiegt die Einheit, und da ist das Schwerste der Akku, 11 Kilogramm.

Der Akku hat davon 7,4 Kilogramm. Leistungselektronikkomponente sitzt oben auf. Dort wird der Strom sozusagen in die Batterie gebracht, über die Leistungselektronik in die Batterie gebracht.

Wenn er benutzt wird, also ein Stecker vorne in die Steckdose gesteckt wird, dann wird der Strom aus der Batterie geholt, aus dem Gleichstrom mit hoher Amperezahl wird dann 230 Volt Wechselstrom erzeugt über eine MOSFET-Schaltung. Und was kann ich damit jetzt machen? Es klingt jetzt erstmal so, ich kenne Solar- oder Batterie-betriebene Sachen aus der Vergangenheit, die waren nicht besonders leistungsfähig, aber Sie hatten ja jetzt das Ziel gehabt, wirklich Leistung in so ein Gerät zu bringen und damit auch den Leuten zu ermöglichen, mobil zu arbeiten. Was bedeutet das? Wir brauchen natürlich, um dort eine Marktakzeptanz zu haben, auch wirklich FET-Leistung in dem System.

Das heißt, man will dort mitarbeiten können. Mitarbeiten können heißt, Sie müssen ein elektrisches Werkzeug wirklich dauerhaft betreiben können. Also wir können die Akkueinheiten auch stacken.

Ich beziehe das jetzt mal auf eine Akkueinheit. In einer Akkueinheit haben wir Energie, um etwa 400 Löcher in Beton zu bohren oder 300 Nut- und Federbretter zu sägen. Im Komfortbereich, daran lässt sich es auch immer schön darstellen, können wir 80 Espresso an einer Espresso-Maschine hintereinander rauslassen.

Das sind Leistungsdaten, die können so einen Bedarf abdecken. Das heißt, wenn jemand arbeitet mit einer Bohrmaschine, bis er 400 Löcher bohrt in Beton, da ist der Tag schon ziemlich rum. Vielleicht schafft das gar nicht in einem.

Und über Nacht wird das System wieder geladen, entweder an der Steckdose oder tagsüber via Solarpanel auf dem Fahrzeugdach. Wo wird das benutzt? Ich greife mal eine Frage vor. Für was braucht man sowas denn? Ich habe es schon mal Bohrmaschine genannt.

Jetzt Bohrmaschine könnte man sagen, wenn ich irgendwo in der Garage bin, habe ich auch eine Steckdose. Das stimmt soweit. Aber Sie haben auch Anwendungen, zum Beispiel im Neubau, wenn noch keine Installation verlegt ist, und dort haben Sie trotzdem Handwerksarbeiten.

Das heißt, dort kommen Handwerker hin und arbeiten. Die haben dort aktuell im Start der Baustelle einfach noch keinen Strom. Jetzt kommen die mit ihrem Montagefahrzeug.

Auf dem Montagefahrzeug oben liegt eine Folie, eine Solarfolie, die ist auf dem Dach angebracht. Im Fahrzeug haben sie einen unserer A-Ways. Der wird tagsüber, das Fahrzeug steht sowieso meistens draußen, tagsüber über die Sonne geladen.

Wenn der gebraucht wird, nimmt man ihn einfach mit. Was heißt gebraucht? Auf der Baustelle wollen sie, ich weiß nicht, Verputz in so einem Kübel rühren und haben so eine Bohrmaschine als Rührmaschine dafür. Sie können, Trockenbauer haben wir einige als Kunden, die sagen, ich brauche das frühst zum Licht machen.

Ich kann früh eine Stunde eher arbeiten und abends eine Stunde länger. Dadurch amortisiert sich das Gerät ultraschnell und alle auf der Baustelle fragen mich, wo ich den Strom herhabe und wollen auch welchen. Das sind so Anwendungen im Handwerksbereich.

Dann natürlich Freizeit. Die Anwendung Wohnwagen oder Wohnmobil übernachten außerhalb des Campingplatzes. Ein normaler Wohnwagen hat keine eigene Stromversorgung.

Das heißt, wenn ich außerhalb des Campingplatzes abstelle und übernachte, hat der keinen Strom. Mit unserem System ist das in Windeseile erstens mal verfügbar oder nachgerüstet. Gibt es diesen Bedarf? Bei uns muss man im Campingplatz übernachten, aber in ganz Skandinavien nicht.

Die Skandinavien-Wohnwagenreisenden haben da einen richtigen Bedarf dran. Was kann man da mit dem Wohnwagen tun? Alles, was sie am Campingplatz auch können. Fernsehen gucken, Licht machen, auch eine Espressomaschine betreiben.

Das soll nicht chauvinistisch klingen, aber ein echter Faktor, den wir zurückgemeldet kriegen, ist, dass man die Haare föhnen kann. Das scheint wirklich eine ganz wichtige Funktion zu sein. Und in diesem ganzen Umfeld privat, outdoor, wenn Strom benötigt wird.

Das heißt, Sie ersetzen damit alles, was früher mit Benzingeneratoren gemacht wurde. Gerade beim Thema Public Viewing leuchtet es mir ein, dass man nicht im Hintergrund permanent das Benzinaggregat hören möchte, was dort entsprechend für Strom sorgt. Erstens geht es darum, Strom dahin zu bringen.

Zweitens substituieren wir ganz klar Benzinaggregate. Oder, darf man aber auch nicht vergessen, das sehr lange Verlängerungskabel. Wir haben zum Beispiel Dachdecker.

Das sind Kunden von uns, die sagen, ich will arbeiten auf dem Dach. Dazu brauche ich häufig Strom. Wenn das ein vier-, fünfstöckiges Gebäude ist, dann haben die ein wirkliches Getue, bis sie diese ewig lange Stromleitung da oben haben.

Das heißt, die haben Rüstzeiten nur für den Strom von einer halben Stunde, Stunde. Und brauchen oben für eine Viertel- oder halbe Stunde gerade mal Strom, weil sie zum Beispiel eine Dachfolie kleben müssen. Das wird mit einem Heißluftfön beziehungsweise Kleberoboter gemacht.

Wenn die jetzt einen AW nehmen, leistungsfähig genug für die Anwendungen, dann fahren die dann mit dem Fahrstuhl hoch, gehen raus, erledigen den Job, fahren wieder runter und das Thema ist gegessen. Also auch dort gibt es enorme Prozesseinsparungen, wenn die Anwendung genau passt. Und da ersetzen wir, wie gesagt, das lange Verlängerungskabel zusätzlich.

Das sind unsere beiden Teile, die wir substituieren. Den Benzingenerator und das lange Verlängerungskabel. Was für Technologien brauchen Sie? Mich faszinieren immer Menschen, die interdisziplinär denken, die aus ganz unterschiedlichen Bereichen eigentlich Wissen zusammenbringen, um damit Lösungen oder Nutzen zu schaffen, der ganz neue Anwendungsfelder generiert.

Ja, also wir brauchen aus mehreren Bereichen, wir haben drei wichtige Know-how-Bereiche. Und das eine ist Leistungselektronik, das zweite ist Batterietechnik, das dritte ist regenerative Energie. Da muss man auch den Markt sehen, auch der Markt will das so.

Und da ist man auch von Kundenseite getrieben. Und deshalb mussten wir uns um diese drei Kern-Know-how-Bereichsfelder kümmern. Wir kamen aus Elektronik und Software.

Und für uns war Batterietechnik neu, Solartechnik ging. Wir mussten aber in allen drei Feldern Innovationen voranbringen. Und wir sind da wirklich auch Pioniere.

Wir haben diese drei Technologien erst mal know-how-technisch in die Firma bringen müssen, dann kombinieren, und dann auch noch ein funktionierendes Gerät daraus erzeugen müssen. Das hat gute zweieinhalb Jahre gedauert. Wir hatten auch gedacht, in einem halben wäre es erledigt, wie es halt immer so ist.

Und im Detail lag dann auch das Teufelchen so häufig. Und letztendlich haben wir das aber auf die Schiene gebracht. Ich kann da vielleicht aber, ich will dazu auch noch ein kurzes Statement geben.

Diese 10 Kilo, das 10 Kilo Ziel, konnten wir nur mit der Verfügbarkeit und auch hochleistungsfähiger Batterietechnik erreichen. Auf Bleisäurebasis war unter 30 Kilo nicht machbar in unserem Leistungsspektrum, das wir erreichen mussten. Das heißt, wir mussten auch diese Konvergenz dieser Technologien, da mussten wir auch zum richtigen Zeitpunkt, den richtigen Zeitpunkt kriegen und umsetzen.

Das hat uns dazu geholfen, einer der Ersten weltweit sein zu können, der diese Technologie so umgesetzt hat in der Leistung- und der Gewichtsklasse. Das haben wir gemacht. Da spielt für uns aktuell Lithiumbatterien eine große Rolle, im Vergleich zum Blei, hohe Energiedichte bei kleinem Gewicht.

Ich würde gerne noch mal einen Schritt zurück gehen. Vielleicht, um das auch den Zuhörern noch mal deutlich zu machen, Sie haben auf Ihrer Webseite von Axol, wir verlinken das auch im Bereich Medien, haben Sie so ein nettes Konzert mitten in den Weinbergen, also da, wo wirklich keinerlei Strom ist. Sie haben Solarpanel aufgebaut, Sie haben Ihre Stromgeneratoren bzw.

Ihre Speichertechnologie genutzt. Können Sie ein bisschen was erzählen zu diesem Konzert, weil das ist ja schon etwas Ungewöhnliches, auch im Marketing, so einen tollen Event zu treiben. Ja.

Das ist eine wirklich klasse Geschichte, denn die Technische Hochschule Bingen kam auf uns zu und hat gesagt, hey, wir wollen das erste Popkonzert mit Solarenergie veranstalten als Studienarbeit. Wir haben uns dort dann in dem Bereich mit dem Professor und den Studenten hingesetzt und haben das konzeptioniert und das wurde auch umgesetzt. Und das, was Sie dort bei uns verlinkt auch sehen, war sogar eine Fernsehaufnahme, denn die Band hatte den Nachwuchswettbewerb in Deutschland für Pop gewonnen und das wurde gleich der Videoclip mit Sound dort aufgenommen.

Der Hintergrund, wir haben das natürlich geschafft, wir haben es auch ein bisschen überpowered in der Auslegung, damit wir auch sicher gehen konnten und haben dort mehrere Systeme genutzt. Wir haben dort auch neben dem Sound, also die Instrumente, die Lautsprecher, die Sound-Aussteuerung, aber auch Getränkekühlung und Licht und was es sonst noch drumherum gebraucht hat, haben wir alles mit Strom versorgt und zwar vor Ort über jetzt ein Solarpanel-Array, das wir dort ausgelegt haben, auch direkt geerntet und direkt umgewandelt und für die Nacht zusätzlich gespeichert, dass wir dort auch in die Dunkelheit hinein das Konzert auch weiter bedienen konnten. Hintergrund dabei, da ist noch eine Beauty in der Story, wir haben in der Umwandlung über unsere Technologie, also aus Batteriestrom, Wechselstrom zu machen, da machen wir 80 Kilohertz getaktet eine sehr saubere Sinuswelle für den Wechselstrom.

Sehr sauber. Und der Effekt, der dabei entstand, ist die Aussteuerung der Instrumente und die Qualität, die dann auf die Lautsprecher kam, des Sounds, die war außerordentlich gut und das wurde natürlich von der Hochschule auch alles messtechnisch begleitet und dokumentiert und Kommentar da drin, die Stromqualität in dieser Anwendung war hervorragend, auch gemessen, auch in Protokollen festgehalten. Der Professor war ganz begeistert und der Toningenieur hat gesagt, so schnell hat er noch nie eine Band ausgesteuert wie in dem Fall.

Und das Panorama gab es kostenlos dazu, ja? Ja, das war fürs Fernsehen. Das war fürs Fernsehen. We Are Rome hat und die haben ja auch einen schönen Song gemacht, hat das ganz gut abgeliefert und der äußere Rahmen hat gepasst.

Jetzt war es da auch noch richtig sonnig und wir haben es aber so ausgelegt gehabt, selbst wenn es wolkig und geregnet hätte, hätte unser System funktioniert und wir hätten ihren Song machen können und deswegen aber auch ein relativ großes Array, das Sie dort auch im Video sehen. Also für die, die es nicht sehen, riesen Lautsprecherboxen, eine komplette Band mit allen elektronischen Equipment. Was damit einhergeht, für Musik, für Beschallung und so weiter und so fort.

Das ist, wenn man sich das anschaut, Wahnsinn, was heute schon mit der entsprechenden Energietechnologie an solchen Stellen auch möglich ist. Ich würde für heute gerne mal ein Wrap-Up machen, weil wir so bei meiner magischen Grenze von einer halben Stunde wieder sind. Ich würde das Thema gerne aber vertiefen und zwar würde ich gerne mit Ihnen mal reingehen.

Sie haben vorhin gesagt, Sie sind von 60 Kilo runtergekommen auf 10, 11 Kilo. Sie sind in der Lage heute an entlegensten Orten irgendwo in den Weinbergen Strom in entsprechender Menge auch zu produzieren. Wir gehen natürlich immer mehr in die Miniaturisierung rein, in die Verkleinerung.

Wir kommen in die Welt der autonomen Robotik oder Mechanik. Wir kommen in die Welt, wo wir auch zunehmend Sensoren in Produkte verbauen, die natürlich entsprechend Strom brauchen, auch für unsere ERP-Systeme oder MES. Da würde ich gerne nächste Woche Sie nochmal einladen, mit mir ein bisschen in Medias Res zu gehen, wenn das für Sie okay ist.

Ja, natürlich bin ich da dabei und das ist auch genau die nächste Richtung, in der wir entwickeln. Dann freue ich mich und sage für heute ganz herzlichen Dank und Herr Zennecker, wir sprechen uns nächste Woche wieder. Herzlichen Dank.

Danke Ihnen, bis dahin. Ihnen hat der ERP-Podcast gefallen und Sie können wertvolle Erkenntnisse gewinnen? Dann würde ich mich über eine Bewertung auf iTunes freuen, damit auch andere von diesem Podcast erfahren können. Eine Anleitung für die Bewertung finden Sie auf Dort finden Sie auch weitere Hinweise, Links und Aktualisierungen zu dieser Folge.

Das war der ERP-Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen losgelöst von Fachzeitschriften, Büchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen, zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren auseinandersetzen wollen. Mein Name ist Axel Winkelmann. Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg.

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