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#78 - Lizenzkostenfreie ERP-Software: Funktioniert das? - ein Interview mit Thomas Podeschwa, Projektleiter bei SynERPy
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In diesem Sinne: keep connected.

Herzlichst
Ihr
Axel Winkelmann

Transcript:

ERP-Podcast. Lizenzkostenfreie ERP-Software. Funktioniert das? Ein Interview mit Thomas Podeszwa, Projektleiter bei Synapy. Sie benötigen ein neues ERP-System, aber das eigene Budget ist beschränkt? Dann ist diese Interviewfolge über lizenzkostenfreie ERP-Systeme genau richtig für Sie. Viel Vergnügen. In eigener Sache: Wenn auch Sie sich für Unternehmenssoftware interessieren und verschiedene Lösungen und namhafte IT-Fachexperten kennenlernen möchten, dann gibt Ihnen unsere digiconf de, unsere erste virtuelle Fachmesse für Unternehmenssoftware vom fünften bis siebten November. Interessante Denkanstöße. Neutral und ohne Datenpreisgabe können Sie sich dort unverbindlich und kostenlos informieren. Aufgrund der Streaming-Bandbreite müssen wir die Teilnehmerzahl begrenzen, aber mit einer unverbindlichen und kostenlosen Registrierung sichern Sie sich heute Ihr Ticket für dieses Streaming-Event. www.digiconf.de. Herzlich willkommen zum ERP-Podcast, dem Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen auseinandersetzen wollen. Mit diesem Podcast möchte ich Sie mit eigenen Gedanken und Interviews bei der Gestaltung moderner IT-Konzepte nebenbei, also zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren, begleiten. Damit möchte ich Ihnen in dieser von technologischen Veränderungen geprägten Zeit Informationen anbieten, die sich in Zeitschriften, Fachbüchern und wissenschaftlichen Artikeln in dieser Form nicht darlegen lassen und für die sich im hektischen Alltag ohnehin nicht die Zeit findet. Mein Name ist Axel Winkelmann. Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg. So, herzlich willkommen zurück zum ERP-Podcast. heute beschäftigen wir uns mal mit dem Thema Kosten, Lizenzen, frei verfügbarer Softwarecode. Alles Themen, die den Mittelständler vielleicht auch bewegen. je nachdem, wie man so ein Projekt aufsetzt, kann das sehr, sehr teuer sein und ich weiß, dass es da draußen viele gibt, die natürlich auch nach Alternativen suchen. Wir werden heute drüber diskutieren. Ich freue mich, dass ich Herrn Thomas Podeszwa hier hab. Er ist Projektleiter bei der Firma Synapy und die Firma Synapy stellt das ERP, das Open-Source-ERP-System Erwerb her, marktführend in dem Bereich. Und ich freue mich, dass wir heute darüber ein bisschen reden können. Herzlich willkommen bei uns im Podcast, Herr Podeszwa. Ja, guten Morgen, Herr Winkelmann. Schön, dass Sie uns eingeladen haben. Mal was ganz Neues für mich. Noch nie gemacht. Eine neue Erfahrung. Klasse. Dann fangen wir direkt mit Ihnen an. Wer sind Sie? Wer ist der Mensch Thomas Podeszwa? Ja, ich bin 38 Jahre alt und mache das Ganze für Synapy seit über zehn Jahren. Also 2007 habe ich damit begonnen, vorher studiert an der Uni Bayreuth. Sie sind ja am Lehrstuhl BWL, habe ich gesehen. Ich habe BWL studiert in Bayreuth (einatmen) und, ja, das hat sich dann ergeben. Also ich war dann fertig, habe mich beworben und Synapy hat sich dann irgendwie angeboten. Dann habe ich’s erst mal probiert und macht dann doch ziemlich Spaß, weil’s ein abwechslungsreich-reicher Beruf ist. man sieht da sehr viel, man kommt auch sehr viel rum. Also Reisebereitschaft gehört natürlich auch dazu als Projektleiter und, äh, na ja, und– sehr interessanter Beruf, äh, weil man doch viele Personen, viele Kunden kennenlernt und die verschiedensten Branchen dann natürlich auch kennenlernt. Also da kann man sich doch sehr viel aneignen Synapy, fangen wir da mal an ist selber ERP-Hersteller? Genau. Vielleicht stellen Sie das Unternehmen mal vor. Vielleicht sagen Sie uns mal, was das Unternehmen überhaupt macht. Ja, also wir sind einzig und allein für unser ERP-System zuständig. Wir machen, ja, so ein bisschen noch Hardware. wir vertreiben auch ein paar Scanner, die dazugehören aber einzig und allein Dienstleister, also ein reines Dienstleistungsunternehmen zu unserem ERP-System. Und uns gibt es seit 2002 und also doch mittlerweile schon einige Jahre, weil wir doch manchmal gefragt werden, wie lange es uns noch geben wird. Das funktioniert doch recht gut mit dem Open-Source-Prinzip, entstanden ist es aus dem Maschinenbau. Also es wurde für eine Firma mit implementiert, mit entwickelt und Herr Brodner war damit Projektleiter, das ist der Geschäftsführer, und hatte dann irgendwann die Idee das Ganze kostenlos, also zum Download zur Verfügung zu stellen und eben mit den Dienstleistungen das Geld erst mal zu verdienen. Also das ist ja die erste Frage, die uns gestellt wird, wie wir überhaupt leben können. Und das sind dann eben die Dienstleistungen, die dazugehören. Können Sie so ein paar Rahmenparameter zu Ihrem Unternehmen ergeben? Wie viel Mitarbeiter sind Sie? Wie viel, wie viele Kunden arbeiten mit- Ja. Mit ihrem ERP-System? Also es sind ungefähr dreißig Mitarbeiter am Standort in Bayreuth und das hat sich doch ziemlich in den letzten fünf Jahren nach oben entwickelt. Oder die letzten zehn Jahre. das ging ja recht klein los. Äh, das wurde ja mit einer Person erst mal betrieben und, äh, ja, dann war der Bedarf immer größer durch die, durch die immer mehr werdenden Kunden. Die zweite Frage, was war die? (Lachen) Mir, mir geht’s darum, so ein Gefühl dafür zu kriegen- Ja. -weil Ihre Software kann man sich ja kostenlos von Ihren Webseiten herunterladen. Ja. Das ist ja ein ganz anderer Ansatz, als sich eine Lizenz für ein ERP-System bei irgendeinem ERP-Hersteller zu kaufen. Ja, genau. Das ist wahrscheinlich für viele recht attraktiv, oder?  Das schon. Also die Downloads sind recht hoch. m Die Leute schauen sich das erstmal an und so haben wir dann an sich auch schon die Kontakte. Also das macht es interessant, das macht es einzigartig.  Klar ist es ein ERP-System, was halt recht groß ist mittlerweile mit sehr vielen Funktionen und früher oder später haben wir dann mal Kontakt mit dem Kunden und dann bietet sich das schon an, dass man dann mal auch eine Dienstleistung erbringt, m wenn man kleinere Hilfestellungen geben muss, m oder dann wirklich die Kompletteinführung, dass wir die dann eben mit betreuen. Das heißt, sie haben nicht das klassische Geschäft, wo sie quasi beim potenziellen Kunden in Workshops sind, wo sie ihre Features vorstellen, wo sie ein Angebot schreiben, wo sie dann mit einer Vertriebs- später Consulting Mannschaft aufschlagen, damit das System beim Kunden implementiert wird, sondern sie haben das einfach auf ihrer Webseite. Ich habe irgendwie fünftausend Downloads im Monat im Kopf, da dürfen sie gleich was sagen. m Der Kunde oder der Interessent zieht sich das runter, implementiert sich das selber. Wenn er nicht weiterkommt, stehen sie als Consultants zur Verfügung und ansonsten kann er das komplett selber machen. Ja. Ja, aber das ist dann schon der geringere Anteil, das letztgenannte von ihnen. Also m es gibt solche Sachen, solche Geschichten, dass die Kunden das selber implementieren und wir kommen dann bei Bedarf, wobei es dann meistens doch mehr Probleme gibt. Also wir haben schon das klassische Einführungskonzept, wie sie gerade erläutert haben, dass wir dann wirklich mit der Mannschaft dort aufschlagen und eben die Prozesse erstmal analysieren, m natürlich vorher auch unser Erwerb zeigen. Also im Entscheidungsprozess sind wir dann auch ganz normal mit drin. Und wenn sich der Kunde dann entscheidet, dann gibt es natürlich ein Komplettangebot, was die Einführung angeht und das beinhaltet schon diese Eckpunkte wie Prozessanalyse, ein Pflichtenheft, m eine Installation, einen Datenimport, Anpassungsprogrammierung. Das ist eben auch ein großer Vorteil, dass wir da recht flexibel sind. Schulungen, Work ah Schulungen und Echtstartbetreuung natürlich. Und der Support, der dahinter hängt, das gehört dann natürlich auch noch dazu, dass wir dann eben die Kunden unterstützen, wenn es dann mal im Livebetrieb Probleme gibt. Das heißt, sie machen alles das, was ein normaler in Anführungszeichen, was ist normal? Ja ah ein normaler ERP-Hersteller auch macht nur, dass der Kunde eben frei verfügt über die Software. Er kann sich also runterladen und er hat den Quellcode auch komplett zur Verfügung. Ja. Genau, das ist so. Also m der Quellcode ist komplett offen. Man kann mit gewissen Tools drauf zugreifen. Natürlich ist das auch irgendwo gesichert mit Passwörtern und so weiter. Nicht, dass da jeder Sachbearbeiter drauf zugreifen kann, aber man muss natürlich das richtig einrichten und m dann kann man eben auch selbst Anpassungen durchführen oder das eben von uns durchführen lassen, weil es dann halt vielleicht ein bisschen einfacher geht, weil wir doch die Strukturen ein bisschen besser kennen. Aber da muss man natürlich abwägen. Also es gibt auch Firmen, die haben extra einen Mitarbeiter dafür, der sich natürlich damit beschäftigt und m da kann man sich schon einarbeiten. Erfahrungsgemäß ein geringer Prozentanteil. Also mehr machen wir dann normalerweise. Oder das sind die Kunden, von denen wir gar nichts hören. Also m es gibt sicherlich irgendwo eine Dunkelziffer. Jemand lädt sich Erwerb runter, nutzt das und wir hören nie von denen. Ja, wir haben eben schon gesagt, fünftausend Downloads im Monat. Sind das rein deutsche oder deutschsprachige Unternehmen, die sich das herunterladen? Oder ist das internationales Projektgeschäft, was dort zustande kommt? Wie sieht ihre Kundenstruktur aus? Es ist schon größtenteils deutschsprachig, mmm da wir auch eine deutsche Firma sind. Also ist ja ganz legitim. m Wobei wir schon auch einige Kunden noch im nicht deutschsprachigen Ausland haben, also beispielsweise in Spanien, m in China haben wir auch zwei Kunden, so bin ich jetzt informiert. m In Brasilien gibt es auch einen Kunden, in Polen, da wird dann auch zum Teil polnisch oder englisch eben entsprechend das System aufgesetzt. Also es ist schon europalastig, aber gut, wenn da ein paar Interessenten aus der Ferne kommen, sagen wir natürlich auch nicht nein. Also wir haben auch englischsprachige Mitarbeiter, wobei ich zum Beispiel polnisch auch sprechen kann. Also ich könnte auch nach Polen zu einem Kunden fahren. Okay, m diese Software, zweitausendzwei, ins Leben gerufen sozusagen. An wen richtet die sich? Also es gibt ja kein ERP-System, was für alle Branchen, für alle Softwaremodelle, für alle ah Entschuldigung, für alle Geschäftsmodelle und so weiter geeignet ist, sondern es gibt ja immer bestimmte Positionierungen. Wie sind sie da positioniert? Also grundsätzlich geht schon irgendwo eine gewisse Unternehmensgröße. Das ist ja vielleicht der eine Aspekt, m dass wir als dreißig Mann Firma wahrscheinlich keine keinen Konzern bedienen können wie Audi oder VW. Also das wird schwierig sein, weil wir einfach nicht die Manpower haben. Es geht hauptsächlich an kleine mittelständische Unternehmen. Also jetzt würde ich mal sagen von einem Mitarbeiter bis zu tausend Mitarbeitern, um das ist dann schon eher die Ausnahme. Die gibt es natürlich auch, m also die eine Positionierung eben die die Unternehmensgröße und dann eben der Funktionsumfang, den man vielleicht dazu zählen müsste. m Ja, und das ist dann schon hauptsächlich,  das, wo wir die Kunden meistens aktuell schon bedienen. Also das ist ja so ein wachsendes System, weil wir auch die Implementierungen in den Standard mit einfließen lassen und (Räuspern) da ist das dann halt schon hauptsächlich irgendwo ein Fertigungsunternehmen, also ahm wo eine Wertschöpfung betrieben wird.  Man stellt irgendwelche Teile her. Also das ist jetzt zum Teil unabhängig, welche Teile das sind. Da gibt es natürlich unterschiedliche Prozesse, aber es ist dann meistens schon ein Fertigungsbetrieb, wobei es schon auch ahm Kunden in ganz anderen Bereichen gibt. Also man muss da schon ein bisschen unterscheiden, aber ahm einige Handelsunternehmen, viele Dienstleistungsunternehmen nutzen Erwerb auch, aber geht schon mehr in Richtung Fertigung. Okay. Wie, wie gehe ich jetzt vor? Also angenommen, ich bin auf der Suche nach einem neuen ERP-System und ich sage: „Mensch, das finde ich eigentlich ein interessantes Modell. Da ist eine gewisse Sicherheit, weil ich den Quellcode zur Überführung habe. Selbst wenn ein Hersteller mal nicht mehr da sein sollte, weil er aufgekauft wird oder, oder, oder. mir bleibt immer noch der Quellcode. Wie gehe ich vor? Also die meisten Unternehmen sind ja nicht sooo IT-affin, gerade die kleineren, haben vielleicht noch nicht mal eine eigene IT-Abteilung. Und jetzt gibt’s da eine Webseite, wo ich das System runterladen kann. Ja, das ist eine Möglichkeit, aber wenn man eben jetzt nicht ganz so die IT-Kenntnisse hat und auch nicht die Zeit, das ist ja auch oftmals das Problem. ja, dann nimmt man den Telefonhörer in die Hand und ruft uns an, äh, und fragt uns, ob wir Erwerb mal zeigen können. Erst mal die Grundfunktionen. Das ist bei uns dann auch unverbindlich und kostenlos. Wir fahren hin, schauen uns die Firma mal an besprechen das Wichtigste erst mal und da sieht man schon ziemlich gut, ob, äh, ob das passt oder ob das nicht passt. Natürlich, äh, ist das ein kompletter Einführungsprozess. Da kann’s natürlich noch ein bisschen mehr Punkte geben. Aber normalerweise Telefon, E-Mail mal zeigen lassen, das Wichtigste durchgehen und wir sind da schon ehrlich und sagen, ob es funktioniert oder nicht. Also wir machen da jetzt keine Projekte, wo wir wissen, das wird nicht funktionieren, weil dieser Prozess niemals vorhanden ist. Okay. Wenn Sie so etwas jetzt einführen, wie viel Aufwand bedeutet das dann? Wie viel Manntage kann ich letztendlich dafür rechnen, dass Sie so etwas machen? Ja, das ist natürlich jetzt auch so eine recht schwierige Frage. Eine Pauschalfrage ist eigentlich blöd, aber so ein anderthalb Punkte- Bekomme ich ja von Kunden öfter auch gestellt. Deswegen frage ich’s ja auch. Es ist meistens nicht die erste Frage, aber zum Ende des Gesprächs weiß man es dann recht gut. Also wenn man jetzt drei Stunden beim Kunden war, beim Interessenten war und sich die Firma angeguckt hat, ein paar Anforderungen drin hat dann kann man schon ein ganz gut, äh, einen ganz guten Richtwert nennen. eher ein Erfahrungswert. Also es kann wirklich so sein, dass es richtig gut passt bei einer kleinen Firma, sage ich jetzt mal, mit zwanzig, dreißig Mitarbeitern. und da wären es vielleicht reine Dienstleistungen mündliche Dienstleistungen. Also man zeigt Erwerb, man zeigt, man schult und die User machen dann selbst weiter. Natürlich gehört da so ein bisschen mehr dazu, Installation, dass es auch richtig installiert wird, wobei man das auch über Handbücher nachlesen kann. und, äh, da kann es recht kompakt sein, wenn’s dann ein paar Anforderungen gibt und man halt auch bestehende Systeme ablöst, da kommt ja vielleicht noch ein Datenimport dazu und, äh, ja, und einige Anpassungen und die muss man natürlich besprechen und dann geht der Kostenfaktor natürlich ein bisschen hoch. ist schwer zu sagen. Also es kann losgehen bei fünftausend Euro oder bei zweitausend Euro, wenn man jetzt einen Schulungskurs besucht bei uns kann natürlich bei vielen Anpassungen noch fünfzig, hundert, hundertfünfzigtausend hochgehen, aber das ist dann wirklich fallbezogen. Wenn ich dieses Customizing ja ohnehin habe, wo sehen Sie Perspektivenwechsel aus Kundensicht, den großen Vorteil, Ihr System zu wählen und nicht Systeme von Konkurrenten wie SAP, Asseco oder ähnliches? Also zum einen ist es wirklich die die Anpassbarkeit, also Flexibilität, äh, was den Unternehmensprozess angeht. Also wir können uns da schon sehr gut anpassen, wenn es da, äh, Notwendigkeiten gibt. aber natürlich beraten wir dann auch und sagen, wie es anders sein könnte, wie es jetzt … Nicht, dass es genauso läuft wie bisher, was vielleicht auch mal schlecht sein kann. also wirklich die Anpassbarkeit, das ist schon ein Vorteil. Na ja, äh, und mittlerweile sind es dann schon tatsächlich auch Funktionen. Also vor fünf bis acht Jahren haben schon noch einige Module gefehlt. Da würde ich sagen, war’s nur die Anpassbarkeit. und jetzt ist es halt ’ne Firma mit sehr viel Beratungs-Know-how und mit sehr vielen Funktionen im System selbst, wo man jetzt nicht unbedingt, äh, sagen muss, dass wir da rückständig sind. Eher das Gegenteil. Also jetzt mit App-Anbindungen, mit Handyzugriffen, mit, mit ja Industrie 4.0 in die Richtung oder dann auch ein Webzugriff, also dass man eben von außerhalb auf das System zugreifen kann. Also dann schon auch die Funktionen, die man jetzt nicht vernachlässigen kann. Und natürlich, na ja, der dritte Punkt, das muss man dann schon sagen, das sind dann schon die Kosten. dadurch, dass man eben jetzt keine Fixkosten hat, also jetzt Lizenzkosten oder laufende Kosten ist es irgendwo ein Block, der erst mal wegfällt, den man vielleicht auch in Anpassungen investieren kann, damit der Prozess schon ein bisschen runder läuft. Das Thema Funktionen haben Sie eben genannt. Ich hake direkt mal nach. Vielleicht können Sie so ein bisschen die Bandbreite an– ich weiß nicht, ob Sie das in Module aufteilen oder, oder in einzelne Tasks, in einzelne Abteilungen aufteilen, aber vielleicht so ein bisschen funktionale Übersicht über die Funktionsbreite, die Ihr System bietet. Ja, also es ist halt, äh, ein komplett ERP-System wo man eben normalerweise einen Standardfertigungsprozess richtig gut abbilden kann. Also wir haben halt so die drei Bereiche, die Kernbereiche. Das ist eben der Vertriebs- oder Verkaufsprozess, also Angebot, Auftragswesen, Kommissionierung, Lieferschein, Rechnung, Mahnwesen. ja, der zweite Kernprozess, das ist hier der Beschaffungsprozess. Also dass man eben bei Lieferanten anfragen kann, Bestellungen tätigen kann, Rückstandskontrolle hat Terminkontrolle Bankschnittstelle natürlich noch Rechnungseingang und dann eben der Fertigungsprozess. dazu zähle ich dann aber auch so Nebenmodule wie Projektverwaltung, dass man eben die Termine richtig, äh, ins System setzt, richtig terminiert, zusammen mit dem Kunden, mit der Arbeitsvorbereitung, beispielsweise ja, eine Kapazitätsplanung, die dazu gehört, Auswertungsmöglichkeiten, Reklamationsverwaltung, aber dann auch viele Nebenprozesse, die dazu gehören, noch. Also beispielsweise sowas wie Seriennummern, Chargennummernverwaltung ja, doch in vielen Branchen mittlerweile sehr wichtig. Automobilindustrie, Nahrungsmittelindustrie. da muss man auch wirklich jedes Teil nachverfolgen. das ist dann eher so ein Bereich, der noch dazu gehört. Aber auch so was wie Warenträgerverwaltung, Beistellteilverwaltung, Zukaufarbeitsgänge. Äh, ja gut, da könnte ich jetzt relativ lange weitermachen. Also es ist halt wirklich ein komplett ERP-System. Was wir auch haben, ist wirklich so komplett losgelöst mal was, äh, was jetzt kaum jemand nutzt. Das ist ein Gesundheitswesen, wo man Patienten verwalten kann, Kurse verwalten kann also was ganz anderes oder auch mal ein Kassensystem. das heißt, man könnte einen normalen Laden haben, also vielleicht ’n Tierhandel, Tiernahrungsmittel oder ein Stadion wo man eben entsprechend über unsere Erwerb-Kasse, ja, Geldeinnahmen verbucht und das Ganze an die Finanzbuchhaltung dann auch übergibt. Kann auch losgelöst sein. Natürlich auch Personalzeiterfassung will ich dazu zählen. Also Kommen- und Gehen-Zeiten-Verwaltung dass man eben Urlaubsplanungen durchführt das ist natürlich dann auch eng zusammen mit der Kapazitätsplanung. Also selbst so Module wie CRM sind bei Ihnen Standardmodule, die in der Software, in dem ERP-System-Erwerb direkt mit drin sind? Ja, das schon. Also das nutzen wir ja selbst auch. Wir nutzen auch Erwerb überraschenderweise (lacht) und, äh, wir haben das dann auch umfassend da gibt es dann so ein Kontaktmanagement, wo man die Informationen erfassen kann und daraus dann eben einen Workflow generieren kann, im Rahmen einer Ticketverwaltung beispielsweise. Also dass man eben ja, Tickets zum Abarbeiten hat. das sind dann vielleicht CRM-Tätigkeiten, dass man dann noch mal nachtelefoniert oder auch interne Prozesse die man ansteuert so ’ne Workflow-Maske dann eben entsprechend. Arbeitsbestand und die muss man abarbeiten und, äh, dann hat man das eben abgeschlossen und dann kann das nächste Ticket bearbeitet werden. natürlich aber auch andere Geschichten wie die Telefonanlagen-Anbindung dass, äf, ’ne Maske aufgeht. Also wenn Herr Winkelmann anruft, dass dann zum Beispiel bei uns das Kontaktmanagement aufgeht, dass wir sofort sehen, dass Sie am Telefon sind. Okay, das sind ja schon professionelle Funktionalitäten, die Sie dort anbieten innerhalb Ihrer Software. Trotzdem glaube ich, es gibt keine Software auf dem Markt, die alles abdeckt, was ich gerne hätte. Ja. und dann stellt sich natürlich die Frage: Wer entwickelt mir jetzt Zusatzfunktionalität? Mache ich das selber? Riskiere ich damit die Release-Fähigkeit, also das Upgrade auf die nächste Standardversion? Machen Sie das? Wo bleibt diese Entwicklung? Was passiert? Wie funktioniert das? Man muss da so ein bisschen abwägen, in welche Richtung das dann geht. Also Selbstanpassungen ist generell möglich. wenn es dann halt ein Upgrade gibt, also auf einen neuen Release-Stand, wären die Sachen erst mal kurzzeitig weg. wir würden das erst mal überspielen, aber das wäre auch kein Problem, wenn man die auch wieder nachspielen kann. Man muss das halt ein bisschen dokumentieren. gehört normalerweise dazu. Manchmal wird es vernachlässigt. Also man muss sich die Veränderungen speichern, dann kann man die auch ganz einfach wieder nachspielen. kein Problem. Passiert nicht ganz so häufig. Also ein kleinerer Anteil, ein größerer Anteil ist dann schon dass wir die Anpassungen durchführen und, äh, mittlerweile gar nicht mehr so viel. Also klar, wenn wir jetzt in welchen– wenn wir jetzt in Branchen tätig sind, die jetzt nicht ganz unser Metier sind dann, dann wird es ein bisschen schwieriger. Dann ist der Aufwand natürlich ein bisschen höher und dann muss man halt abwägen, ob man vielleicht durch die Lizenzkosteneinsparung dann vielleicht doch was investiert und dann was auf sich zurecht Geschnittenes bekommt. Aber meistens wird es dann schon von uns durchgeführt. Sie haben vorhin gesagt, die– Sie würden die Implementierung auch in den Standard einfließen lassen. Was meinen Sie damit? Können Sie das vielleicht mal ein bisschen spezifizieren? Ja, gerne. also es ist so, dass es– dieses Open-Source-Prinzip von uns so ein Geben und Nehmen ist. man bekommt die Komplettdatenbank durch den Download. wenn Sie jetzt auf unserer Homepage gehen und sich das herunterladen, bekommen Sie eine Datenbank mit Entwicklungswert aus zwölf Jahren– äh, aus sechzehn Jahren. Also seitdem es die Firma Sunerpi gibt. Also das ist das Nehmen und das Geben ist wenn ’ne Funktion mal nicht da ist Sie brauchen irgendein neues Formular, ’ne Auswertung, Sie brauchen ein neues Modul können Sie das bei uns in Auftrag geben. Wir stellen das her, wir programmieren das, wir spielen das bei Ihnen in die Datenbank ein. So, dann haben Sie den Nutzen. Sie haben das Komplettpaket aus sechzehn Jahren plus Ihre Anpassung und die Anpassung von Ihnen fließt bei uns in den Standard ein. Das heißt, bei neuem Release, im kommenden Jahr dann, ist diese Anpassung für Sie dann auch jedem zugänglich. Und das ist so dieses Prinzip von uns. Und somit hat sich das System ja auch so weiterentwickelt. Wenn wir das nicht so machen würden, wären wir jetzt nicht da, wo wir sind. Das ist ja aus Sicht der Anwendungsunternehmen sowohl Traum als auch Albtraum. Albtraum, dessen man natürlich nie möchte, dass der Konkurrent die gleiche Funktionalität zur Verfügung hat, obwohl es eigentlich Quatsch ist. Und Traum, weil die individuelle Funktionalität, die außerhalb des Standards ist, immer natürlich bei neuen Releases im Weg ist. Wenn ich es also irgendwie schaffe, den EHP-Hersteller dazu zu bewegen, diese Funktionalität in die Standardfunktionalität zu übernehmen, sodass er für die Weiterentwicklung gerade steht, ist das natürlich traumhaft. Ja. Also einen riesen Vorteil an der Stelle für Sie, ja? Ja, das schon. Also man profitiert davon. Natürlich gibt es die Fälle, wo ein Kunde dann sagt: „Ich möchte nicht, dass das jeder bekommt, aber das ist dann wirklich schon ein ganz kleiner Anteil. Ich habe vielleicht in den zehn Jahren vielleicht ein oder zwei Fälle miterlebt, dass wir das nicht in den Standard mit reinbringen sollen. Gut, dann ist das halt nicht drin. Muss man beim Update nachspielen beim Kunden selbst. Aber generell möglich. Und ansonsten bekommt man halt wirklich die Funktionen, die für andere Kunden erstellt wurden, mit dem Release-Wechsel mit dazu. Wir haben manchmal auch ein bisschen schwierig. Klar können da viele Funktionen reinkommen und das macht das System ein bisschen unübersichtlich dann auch. Da haben wir vor paar Jahren auch ein bisschen aufgeräumt. Das gehört dann auch dazu, dass man ein paar Funktionen vielleicht mal zusammenbringt oder auch mal entfernt, weil eine neue Funktion das auch kann und noch anderes. Also ist dann unsere Aufgabe, das dann auch so ein bisschen strukturiert zu gestalten. Das ist ja auch Geld, was dort letztendlich fließt in die Weiterentwicklung des Systems. Wie finanzieren Sie das? Ja, wir haben jetzt kaum Vorleistungen, die wir durchführen müssen. Natürlich, wenn wir jetzt mal eine neue Oberfläche durchführen, eine neue Oberfläche erstellen, eine neue Optik, das ist dann eine Investition von uns. Aber meistens, die Funktionen werden schon direkt vom Kunden finanziert. Es gibt einfach eine neue Anforderung und da gibt es ganz normal ein Angebot auf diese Programmierung. Der Kunde bestellt das, wir führen das aus und Zahlungsziel, eine Woche oder zwei Wochen später haben wir das dann auch finanziert bekommen. Also das ist der Vorteil des Ganzen, was auch dann eben die Entwicklung ein bisschen fördert. Also jeder, der in der Open-Source-Szene vertreten ist, für den ist das selbstverständlich. Von außen wundert man sich dann immer, dass in der Open-Source-Szene auch sogar ganze Betriebssysteme, Linux oder ähnliches, entstehen können und konnten. Es scheint tatsächlich zu funktionieren, dass hier ein Geben und Nehmen auch von den Unternehmen gelebt wird. Ja, das schon. Es hat sich auch ein bisschen geändert. Vor ein paar Jahren war das schon eher so: „Es kostet nichts, ist nichts wert. Schon ein bisschen die Einstellung gibt es zum Teil immer noch, aber es geht schon mehr in die Richtung, dass wir auch Akzeptanz finden bei der Geschäftsführung, die dann auch mal sehen, hier ist der Funktionsumfang vorhanden und dann ist es auch noch erst mal ohne Kosten und da kommt man schon ins Gespräch. Also es funktioniert dann mittlerweile umso besser. Na ja gut, ich meine, es gibt ja heutzutage dann auch die Android-Geschichten. Ich meine, da ist die Software an sich ja auch kostenlos, wenn man es jetzt so sieht und vielleicht ist da die Akzeptanz so ein bisschen mehr da. Auch in Firmen kann ich auch immer öfter sehen, dass da auch so Office-Produkte auch abgelöst werden, wobei die schon sehr gut sind, aber es gibt ja auch eben kostenlose Tools, die annähernd genauso viel können. Also hat sich schon ein bisschen gewandelt. Okay, also ich bin jetzt gerade auf Ihrer Homepage Page, da ist unter dem Bereich Projekte, sind ein paar Projekte gelistet. Ich werde Sie auch gleich nach Referenzen fragen, aber hier ist beispielsweise ein Unternehmen genannt aus der Einzel- und Serienfertigung, ein Linienfertiger mit Hochregallageranbindung, Inter-Cumpay-Prozessen, Produktkonfiguration. Das Gesamtprojekt geben Sie an mit 329.000 €. Da sind richtig Beratungstage natürlich auch reingeflossen, denn bei 500 Mitarbeitern ist das Ein sehr, sehr großes Projekt. Fazit: Gesamtkosten 658 € pro Mitarbeiter, ohne weitere Kosten zu haben. Das klingt jetzt erst mal viel, ist aber eigentlich ein Traum, wenn man das vergleicht, natürlich mit anderen Systemwelten, bei denen monatlich oder zumindest jährlich Lizenz- und Maintenance-Kosten anfallen und bei denen die Projektgesamtsumme vielleicht auch sehr viel größer gewesen ist. Oder ein anderes Projekt: Hier, Filialsystem mit Store Management, Schnittstelle EC Terminals, 15.500 € Gesamtprojekt bei 40 Mitarbeitern. Das heißt, die Gesamtkosten pro Mitarbeiter 388 €. Bei vielen ERP- oder Warenwirtschaftssystemen hätten Sie damit noch nicht einmal die Lizenzkosten gedeckt. Genau, ein Argument. Können Sie uns Referenzen nennen? Können Sie uns Firmen nennen, die schon relativ lange auch mit Ihrem System arbeiten? Ja, namenstechnisch muss ich da ein bisschen aufpassen. Wir hatten die mal gelistet und dann haben wir es rausgenommen. Sie kennen sicherlich Fliegel Agrartechnik oder die Fliegel Lastwagen Anhänger. Und das ist eben ein Kunde, der schon recht lange bei uns ist. Ich denke, das ist einer von den Referenzen, die hier drinstehen. Die kann man auch kontaktieren. Dann natürlich erst mal vorher bei uns nachfragen und dann geben wir das schon weiter nach Absprache mit dem Kunden. Dann sind es zum Teil. Firmen, die man jetzt namentlich vielleicht gar nicht so kennt. Also, D-Deutschland hat ja doch ne recht große Mittelschicht und das sind dann zum Teil Namen, die man nicht kennt, aber die weltweit tätig sind. zumindest einen Namen kann ich noch nennen. das ist Continental Continental AG. An, an drei Standorten nutzen die mittlerweile erwerbt Continental nutzt normalerweise ein SAP aber in den Abteilungen, wo wir eben tätig sind, ist SAP eigentlich nicht ganz so gut geeignet. Zum Teil natürlich auch aus Kostengründen, zum anderen gibt es da wenig Flexibilität und da sind wir dann auch tätig und, äh, unterstützen dann eben Entwicklungsabteilungen. So, das ist dann Prototypenbau und da gibt’s dann eben den Fertigungsprozess, den wir unterstützen, Lagerhaltung, Chargenrückverfolgung und ja, das ist dann mittlerweile in Hannover, Frankfurt und in Sibiu der Fall. Also, das sind dann auch mehrere Standorte, die wir angehen. Also, das wären jetzt zumindest zwei Namen, die man vielleicht so kennt. Ansonsten sind es eher Mittelständler, äh, die man vielleicht nur kennt, wenn man wirklich in der Branche tätig ist. Okay. (räuspert sich) Sie bezeichnen sich selber als das führende lizenzkostenfreie ERP-System hier auf dem deutschsprachigen Markt für den Mittelstand. können Sie vielleicht noch mal sagen, was Open Source für Sie bedeutet? Weil Open Source ist ja erstmal ein Überbegriff für ganz unterschiedliche Lizenzierungen, für ganz unterschiedliche Geschäftsmodelle, die auch hinter diesen einzelnen Projekten stehen. Ja, also es geht hauptsächlich um den offenen Quellcode, dass man selber auch Anpassungen durchführen kann und das stellen wir komplett zur Verfügung. also man braucht dann ein Tool dafür. Wir nutzen da IB Expert, das ist so’n SQL Management Tool mit dem man eben die einzelnen Funktionen ansteuern kann und Funktionen ändern kann. Das ist das eine. Also dass man wirklich komplett in der Datenbankstruktur Änderungen durchführen kann und, äh, das andere ist wirklich an der Oberfläche, dass man eventuell dann auch mal eine Maske verändern kann. Da gibt es ein Masken-Design-Tool es gibt ein Tool zum Designen der, der Formulare, wenn man das möchte. Und ja, das verstehen wir so’n bisschen unter Open Source. Also der Kunde kann selber Anpassungen durchführen und ruft uns an, wenn er mal Probleme hat und da nicht weiterkommt. Also einzig und allein lizenziert, das ist die Oberfläche, die sind Delphi geschrieben in einer recht neuen Version. Und wenn man da wirklich Anpassungen durchführen möchte, was jetzt denke ich, der Kunde kaum machen würde da müsste man eine Lizenz vorweisen, dass man da mit Delphi was machen darf, aber- Das liegt also nicht an Ihnen, sondern- -es liegt an Third-Party Extensions. Genau. Ich bin auch gerade noch mal weiter gesprungen. Sie haben nämlich auch ein Forum. Also das zeigt auch so’n bisschen, wie aktiv Ihre Open-Source-Community ist. Es gibt also ein Sinapy Anwenderforum. Ich hab jetzt, äh, irgendwie die größte, der größte Bereich allgemein hat, äh, irgendwie über zweitausend verschiedene Themen mit fast zehntausend Beiträgen. jetzt ist es gerade, äh, Donnerstagmorgen, als wir das aufnehmen, sehr früh morgens. n-n-neben mir sind noch weitere zehn Leute hier insgesamt drin. Also das ist lebhaft. Das lebt eigentlich auch von den Leuten, die mit ihrer Software arbeiten, die ihre Wünsche einbringen, die gemeinsam mit ihnen das System weiterentwickeln. Ja? Ja, genau. Also da gibt’s welche, die sind sehr, sehr intensiv hier tätig die kennen wir zum Teil auch. Das sind zum Teil Kunden von Erwerb und zum Teil sind es Entwickler. aber wir natürlich auch. Also wenn hier ’n paar Sachen drin sind, die eben mit Fragen zu tun haben, mit Problemen und wenn da nicht schon ’n Kunde geantwortet hat, gehen wir schon auch rein und, äh, ja, geben ’n Kommentar ab. Also lohnt sich auf jeden Fall, das System mal anzuschauen. Lohnt sich auf jeden Fall, neben den lizenzkostenpflichtigen Systemen sicherlich auch mal einen, einen Gedanken in eine ganz andere Richtung zu lenken, nämlich, äh, vielleicht auch Quellcode offen lizenzkostenfrei zu agieren. ich würd gerne abschließend noch mal auf Sie zurückkommen, aber bevor ich das tue, auch der Hinweis, dass wir natürlich weitere Möglichkeiten bieten, auch mit Ihnen in Kontakt zu treten, auch sich über Sie zu informieren, denn Sie haben netterweise gesagt als wir unsere erste digitale Konferenz für Unternehmenssoftware, die DigiConf, www.digiconf de, ins Leben gerufen haben, die wird ja vom fünften bis siebten November stattfinden als Livestream. Sie sind auch mit dabei. Äh, das finde ich ganz toll, dass Sie diese Veranstaltung mit flankieren. Äh, Sie werden sicherlich ’n bisschen Ihr System vorstellen. Sie werden sicherlich ’n bisschen die Hintergründe vorstellen. Also wer da Interesse hat, kann natürlich einerseits auf Ihre Webseite gehen, kann aber auch andererseits sich neutral anonym während der DigiConf von fünften bis siebten November informieren. Dazu einfach auf die Webseite gehen, sich heute noch registrieren und damit ’n Ticket und Zugang sichern, weil wir im Livestream ungefähr wissen müssen, mit welcher Bandbreite wir rechnen. Das heißt, wer sich heute anmeldet, kriegt auf jeden Fall einen Zugang, kriegt auf jeden Fall ein Ticket für die kostenlose DigiConf und Sie sind mit dabei. Ich freue mich auf Sie an der Stelle. Ich würd aber gerne noch ’n paar Dinge über Sie persönlich erfahren, weil Sie sind für mich ein ganz besonderer ERP- Consultant, weil Sie ein etwas anderes Geschäftsmodell eben haben als diese anderen, äh, ERP-Consultants. Und ich hab festgestellt, dass die Menschen, mit denen ich bislang bei Sinapy in Kontakt gekommen bin, -Ja, vielleicht auch etwas anders ticken als den normalen ERP-Consultant, den ich in anderen ERP-Unternehmen kennenlerne. Warum wird man ERP-Consultant oder Projektleiter, wie Sie sich nennen, bei Sinapy? Warum sind Sie beruflich das geworden, was Sie heute sind? Ja, wie eingangs schon kurz gesagt, also es ist schon eher der Zufall gewesen. da hat sich’s angeboten, dass ich diesen Job mal angehe und, äh, dann hat sich das weiterentwickelt. Also, was mir wirklich persönlich sehr Spaß macht, äh, weil man da doch mit, mit Personen zu tun hat, mit verschiedenen Firmen, interessante Tätigkeiten. Es wird halt nie langweilig, wenn man’s jetzt so sieht. Also man bleibt da recht jung, denke ich, (lacht) auch wenn ich schon ein paar graue Haare habe. (lacht) , gibt es einen größten Erfolg, den Sie besonders herausstreichen können beruflicher Seite? Ja, recht schwierig zu beantworten. Also, das war ja ziemlich das Erste, was ich wirklich gemacht habe. ja, doch. Also, wenn man jetzt mal ’ne Firma, äh, mit über hundertfünfzig Mitarbeitern, äh, einführt, äh, und das dann auch wirklich funktioniert, dann kann man das schon als Erfolg kennzeichnen, würde ich jetzt mal sagen. Ja, also wir sprechen über Operation am offenen Herzen. Genau. Und ich habe eine große Bewunderung vor allen Ihren Kollegen, egal von welchem Unternehmen, die es Tag für Tag schaffen, unseren Mittelstand in die Digitalisierung zu bringen, unseren Mittelstand so abzusichern, dass sie mit derartigen Unternehmenssoftwaresystemen, mit ERP, mit Warenwirtschaftssystemen arbeiten können. Insofern Respekt vor ihnen. das heißt aber auch für Sie, dass Sie sich permanent weiterentwickeln und, und permanent weiterbilden müssen, oder? Ja, muss man schon, natürlich. Aber das bringen die Projekte ja mit sich. Also wenn da ein neues Thema mal aufkommt, was ich jetzt noch überhaupt nicht kenne, klar ist man dann vielleicht mal kurzzeitig ahnungslos, aber da kann man sich ja dann einlesen. Vielleicht am besten dem Kunden nicht zeigen, dass man keine Ahnung hat, sondern das halt ganz gut überspielen. Aber gut, das– mittlerweile klappt das ja ganz gut. Also, wollte ich gerade sagen, Sie machen es jetzt zehn Jahre. Wahrscheinlich haben Sie jede Branche schon von links nach rechts umgekrempelt und von rechts nach links umgekrempelt. Äh, da kommt nicht mehr so viel Überraschendes, denke ich mal. Äh, trotzdem die Frage: Gibt es bestimmte Bücher, die Ihnen weiterhelfen, äh, die vielleicht Sie auch weiterempfehlen können? Ja, ja, also in dem, in dem Sinne eigentlich nicht. Also da hab ich sehr wenig zu tun gehabt, dass ich mir jetzt irgendwelche Bücher holen musste und mich da einlesen musste. Das war dann eher Learning by Doing. gut, da gibt’s dann halt Internet, wo man mal nachschauen kann, nachlesen kann was ja sehr hilfreich ist. Ansonsten kann ich ja vielleicht bloß das AVERP-Handbuch empfehlen. (lacht) Das habe ich heute Morgen schon zum Frühstück gelesen. (lacht) Ich hab’s unter’m Kissen, wenn Sie sich mal Ihre Berufswelt anschauen und Sie sind ja jetzt schon zehn Jahre dabei, also vielleicht einerseits das Berufsbild des Consultants, aber auch andererseits, wie sich die Anwendungsunternehmen verändern werden. Was kommt in den nächsten zehn Jahren aus Ihrer Perspektive auf uns zu? Also es geht schon in die Richtung, äh, viel Automatismen vielleicht ein bisschen, ja, papierloses Büro. Ich mein, das ist ja seit Jahren schon irgendwo das Thema, aber so hundertprozentig gelebt wird’s dann trotzdem noch nicht nach meiner Erfahrung. Also dass man da noch, äh, äh, mit investieren muss. ja, Automatisierung ja, Handybedienung, Apps, die jetzt eben kommen auch viele Automatismen, dass man eben einige Sachen automatisch berechnen lassen kann vom System, so ein bisschen künstliche Intelligenz. Das ist so meine Meinung, dass das vielleicht kommen wird. Sehen Sie bestimmte Herausforderungen, vor den Unternehmenssoftware, insbesondere ERP, zukünftig ganz besonders stehen wird? Ja, man muss da schon mit der Technologie mitgehen. das ist vielleicht das Schwierige. Äh, schwer zu sagen aktuell. Also die App-Bedienungen, Automatismen, also das ist dann schon ’ne Geschichte. Wobei wir dann eben den Vorteil haben, dass wir so ein bisschen einzigartig sind und dann auch ein bisschen reagieren können und gucken, was die anderen machen und dann vielleicht ein bisschen nachziehen. Das klingt interessant. Ich werde das auf jeden Fall weiter verfolgen. wir arbeiten mit unseren Studenten neben ganz vielen anderen Systemen auch mit ihrem System. Wir haben ja ein sehr großes ERP-Labor bei uns auch. Also Hut ab vor der Leistung, die Sie als Unternehmen Sinapy, die Sie als Person, Thomas Bodeschwa, erbringen. Ich darf mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken für diesen spannenden Einblick in Ihre Firma, in das führende Open-Source oder lizenzkostenfreie ERP-System AVERP, also A-V-E-R-P. Wofür steht das? Ist ein Kunstwort. (lacht) Ich werde das oft gefragt, aber es, äh, es sollte– also ja, ein Grund ist, das nennt Herr Broden immer, es fängt mit A an, das heißt, man ist dann doch recht weit oben (lacht) in der Listung und, äh, dann soll sich vielleicht noch ganz gut aussprechen und ERP sollte im Namen sein und dann AVERP. Also wir sprechen es AVERP aus, manche sagen A-V-E-R-P. Äh, mir eigentlich egal, Hauptsache AVERP. Dann danke ich Ihnen ganz herzlich und Herr Bodeshwa, die letzten Worte liegen natürlich wie immer bei meinem Gast. Ich bin raus. Herzlichen Dank. Eine schöne Woche an Sie, an meine Zuhörer. Die letzten Worte sind Ihre. Ja, danke, dass ich eingeladen wurde. Zum ersten Mal so was gemacht. hat mir sehr Spaß gemacht. Können wir öfter tun. ja, und ich hoffe, dass, äh, einige Sachen verständlich waren, dass man auch einen Einblick gewinnen konnte in die Firma Sinapy, in unser Open-Source-ERP-System und würde das gerne, wenn das mal wieder der Fall ist, noch mal machen. Ja, herzlichen Dank. Wir sehen uns ja, äh, bald wieder auf der digikonf, www.digikonf.de. Nutzen Sie die Chance, sich noch ein Ticket zu ziehen für unsere kostenlose, unverbindliche Livestream-Messe. Wir freuen uns auf Sie, Herr Bodeshwa. Wir freuen uns auf Sie, liebe Zuhörer. Eine schöne Restwoche und herzlichen Dank. Ihnen hat der ERP-Podcast gefallen und Sie konnten wertvolle Erkenntnisse gewinnen? Dann würde ich mich über eine Bewertung auf iTunes freuen, damit auch andere von diesem Podcast erfahren können. Eine Anleitung für die Bewertung finden Sie auf www.erp-podcast.de. Dort finden Sie auch weitere Hinweise, Links und Aktualisierungen zu dieser Folge. Das war der ERP-Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen, losgelöst von Fachzeitschriften, Büchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen, zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren, auseinandersetzen wollen. Mein Name ist Axel Winkelmann. Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg.

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