Heute geht es nur um Weiterbildung. Konrad Adenauer hat einmal gesagt: „Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht den gleichen Horizont“.
Mehrere Hörer fragten mich nach Weiterbildungstipps und vor allem, wie ich mich als Forscher und Fachexperte selbst weiterbilde. Bitte – gern.
Viel Vergnügen!
Literaturempfehlung:
- Gutenberg, E.: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre. 1982
- Jay, P.: Streben nach Wohlstand. 2006
- Le Bon, G.: Psychologie der Massen. 1895
- Allen, D.: Getting things done. 2001
- Körber, J.: Steuern steuern: Mit der richtigen Steuerstrategie zu Vermögen und Wohlstand. 2013
- Kiehling, H.: Kursstürze am Aktienmarkt. 1992
- Graham, B.: Intelligent investieren. 2013
- Brynjolfsson, E.; McAfee, A.: The second machine age. 2018
- Brynjolfsson, E.; McAfee, A.: Machine, Platform, Crowd. 2018
- Winkelmann, A.; Neuß, D.; Hornung, J.: eStandards einfach einführen. 2018
In eigener Sache: wenn auch Sie sich für Unternehmenssoftware interessieren und verschiedene Lösungen und namhafte IT-Fachexperten kennenlernen möchten, dann gibt Ihnen die Digikonf.de, unsere erste virtuelle Fachmesse für Unternehmenssoftware vom 5.-7.11.2018 interessante Denkanstöße. Neutral und ohne Datenpreisgabe können Sie sich dort unverbindlich und kostenlos informieren. Aufgrund der Streamingbandbreite müssen wir die Teilnehmerzahl begrenzen, aber mit einer unverbindlichen, kostenlosen Registrierung sichern Sie sich heute Ihr Ticket für dieses Streamingevent unter www.digikonf.de.
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Wenn Ihnen unsere Folgen gefallen, dann freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Ihrer Wunschplattform, damit auch andere auf diesen Podcast aufmerksam werden und wir das Angebot weiter verbessern können. Zeitaufwand: 1-2 Minuten.
In diesem Sinne: keep connected.
Herzlichst
Ihr
Axel Winkelmann
Transcript:
(Leichte Hintergrundmusik) ERP-Podcast. Hinterm Horizont. Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht den gleichen Horizont. Hat einmal Konrad Adenauer gesagt. In dieser Folge spreche ich über Weiterbildung. Viel Vergnügen! Herzlich willkommen zum ERP-Podcast, dem Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen auseinandersetzen wollen. Mit diesem Podcast möchte ich Sie mit eigenen Gedanken und Interviews bei der Gestaltung moderner IT-Konzepte nebenbei, also zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren, begleiten. Damit möchte ich Ihnen in dieser von technologischen Veränderungen geprägten Zeit Informationen anbieten, die sich in Zeitschriften, Fachbüchern und wissenschaftlichen Artikeln in dieser Form nicht darlegen lassen und für die sich im hektischen Alltag ohnehin nicht die Zeit findet. Mein Name ist Axel Winkelmann. Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg. Wir sind alle Zwerge auf den Schultern von Riesen. Ein Zitat, was schon viele, viele Jahrhunderte alt ist. Isaac Newton wird es zugeschrieben, aber die Wurzeln liegen vermutlich noch sehr viel älter. Google hat das Zitat auch eine ganz lange Zeit verwendet: If I have seen further, it is by standing on the shoulders of giants. Oasis, das vierte Album, standing on the shoulders of giants. Heute geht es um Weiterbildung. Das Wissen, die Riesen sind da. Ich muss das Rad nicht neu erfinden, um ein Fahrzeug zu bauen. Wie oder womit kann ich mich persönlich weiterbilden? Bevor ich damit anfange, zunächst einmal ein herzliches Dankeschön in die Hörerrunde. Wir haben, äh, gestern die fünfzigtausendste gehörte Folge gefeiert. Dafür möchte ich mich ganz, ganz herzlich bedanken bei Ihnen, denn Sie sind letztendlich die Ursache dafür. Aber auch bei meinen Mitarbeitern, die mich unterstützen mit Ideen bei der Ausarbeitung der Folgen und, ähm, die mir auch immer wieder kritische Kommentare geben. Ich freue mich über jede Kritik. Ich freue mich natürlich auch über jeden positiven, äh, jede positive Rückmeldung von Ihnen, von meinen Mitarbeitern. Und in den letzten zwei Tagen haben mich, äh, in den letzten Tagen haben mich zwei E-Mails erreicht, nämlich einerseits mit der Frage: „Du als Professor, was liest du eigentlich selbst zur Weiterbildung?“ Und, ähm, jemand anders fragte mich dann: „Ja, ich bin jetzt schon so und so lange in dem Unternehmen und, ähm, versuche mich immer selber ein bisschen weiterzubilden. Hast du gute Anregungen, wo man sich und wie man sich sinnvollerweise weiterbilden kann?“ Und diese beiden E-Mails nehme ich heute mal zum Anlass, in dieser Folge ein bisschen über meine eigene Weiterbildung… Was lese ich eigentlich? Was interessiert mich, ähm, zu sprechen? Also es geht heute nur um Weiterbildung, in der Hoffnung, dass jetzt niemand ausschaltet. Aber wenn Sie diesen Podcast hören, dann interessieren sie sich ja auch für Weiterbildung und insofern denke ich, dass das vielleicht auch ein bisschen spannend sein kann. Also, was macht man so als Professor, äh, in der Weiterbildung? Zunächst mal das Thema Wissenschaft selber. Die Wissenschaft entwickelt sich wahnsinnig schnell weiter. Jeden Tag erscheinen so unendlich viele Artikel und wenn ich sehe, ich bin selber an einer großen, an einer nahezu Voll-Universität mit über zweihundert Kollegen, mit, äh, zehn Fakultäten. Und wenn ich dann höre und sehe, was die Kollegen entwickeln, erforschen, was an Innovationen, an Neuerungen erscheint, vorgestellt wird, das ist gigantisch. Ähm, es beeindruckt mich jedes Mal, wie viel Wissen tagtäglich in den einzelnen Fachbereichen entsteht. Da kann man natürlich nicht überall auf dem Laufenden bleiben. Ich versuche das in meiner eigenen Community. Ich lese sehr viele Artikel in wissenschaftlichen Konferenz-, äh, Veranstaltungen, äh, Konferenz-, äh, proceedings und Journals, also wissenschaftlichen Zeitschriften. Die sind jetzt vielleicht nicht unbedingt für den Normal-, äh, Konsumenten zugänglich, weil sie nicht im Zeitschriftenhandel erhältlich sind. Wir haben hier große wissenschaftliche Digitalbibliotheken, aus denen ich mir die entsprechenden Artikel herausziehen kann, die es im Zugriff sicherlich auch in der einen oder anderen Form in der normalen Bibliothekswelt geben mag. Dann kommt natürlich hinzu, dass ich selber sehr viele Artikel begutachte. Wir nennen das das Peer-Review-Verfahren. Das heißt, wenn ein Artikel zu einer Veröffentlichung eingereicht wird im wissenschaftlichen System, gibt es zunächst andere Kollegen, die, äh, double blind sehr häufig, also ohne dass sie den Einreicher kennen und natürlich ohne dass der Einreicher die Kollegen kennt, diese Artikel lesen und entsprechend begutachten. Sehr häufig werden Artikel abgelehnt oder sie müssen entsprechend überarbeitet werden, weil bestimmte Dinge nicht bedacht wurden oder Ähnliches. Ähm, da lernt man natürlich Tag für Tag eine Menge. Über die verschiedenen Themengebiete, in meinem Falle vor allen Dingen der Wirtschaftsinformatik mit dem speziellen Interesse, insbesondere auf dem Unternehmensdatenfundament. Ich reviewe auch sehr, sehr viele Projektanträge. Jetzt habe ich gerade wieder für die österreichische Forschungsgesellschaft Ende letzter Woche drei Anträge begutachtet. Wir haben auch selber viele Artikel, die wir schreiben. Auch hier gibt es viel Literaturarbeit zu tun. Hier muss viel gelesen werden, dann den eigenen Artikel mit der Basis des bisherigen Wissens schreiben zu können, also standing on the shoulders of giants. Auch Projektanträge werden von uns viele, viele, viele Anträge gestellt. Wenn wir denn erfolgreich sind mit einem Antrag, dieses Jahr waren wir sehr erfolgreich, die ganze Lehrstuhltruppe hat sich größenmäßig fast verdoppelt – dann müssen aus diesen kürzeren Anträgen, die vielleicht 10 bis 15 Seiten lang sind, entsprechend Langanträge ausgearbeitet werden, die dann schnell 60, manchmal auch 80 Seiten inhaltlicher Art haben. Wir haben jetzt gerade mehrere IAP-Anträge bewilligt bekommen, Langanträge schreiben müssen: Blockchain im IAP-Kontext, künstliche Intelligenz im Compliance-Kontext der IAP-Systeme. Ich denke, dazu werden wir auch noch mal eigene Folgen machen, weil das durchaus sehr hochinnovative Sachen sind, die wir dort machen. Also da lernt man natürlich allein schon dadurch, dass man sich in dieser neuen, in dieser Forschungswelt bewegt. Dann haben wir natürlich am Lehrstuhl jedes Semester so ungefähr 15 bis 30 Semesterarbeiten von Studierenden, von Bachelor-, von Masterstudierenden, die sich mit bestimmten Themen, die wir vorgeben, beschäftigen, die sich einarbeiten, die das wissenschaftliche Arbeiten lernen. Auch die wollen entsprechend gelesen werden. Das Gleiche gilt für Bachelor-und Masterarbeiten, die dann im Umfang natürlich ein bisschen größer sind. Sie merken schon, ich lese relativ viel. Ich lese allerdings auch relativ schnell, dass es vielleicht auch etwas, was man in meinem Beruf lernt oder lernen muss, durch die Menge an Literatur auch einfach durchzukommen. Dann habe ich hier gerade wieder eine Dissertation auf meinem Schreibtisch, die begutachtet werden muss. Da geht es RFID Implementations, ist am Nachbarlehrstuhl entwickelt worden, also Sensorik, insbesondere Identifikationsstandards an der Stelle. Also auch über derartige Dinge, über derartige Begutachtungen bleibe ich hier auf dem Laufenden. Und natürlich schaue ich auch immer ein bisschen zu meinen Kollegen, die auch, genau wie ich, wissenschaftliche Bücher, Grundlagenwerke veröffentlichen. Auch hier versuche ich so ein bisschen auf dem Laufenden zu bleiben, welcher Kollege in der Wirtschaftsinformatik hat gerade welche Neuauflage gestaltet. Und das führt dann dazu, dass wir uns diese auch bestellen für den Handapparat, das heißt die Bücher am Lehrstuhl und dass diese Inhalte dann auch entsprechend in die Lehre, in die Lehrveranstaltung mit einfließen damit auch unsere Studenten angeregt werden, hier mit dem neuesten Wissen in der Lehre versorgt zu werden und sich selber auch fortzubilden. So, damit könnte man sagen, mein Alltag ist gut ausgefüllt. Das ist er damit tatsächlich, aber damit ist das noch lange nicht zum Ende, denn ich spreche in der Form als Fachexperte für IAP, für das Unternehmensdatenfundament natürlich mit sehr vielen Unternehmen, so im Laufe der Woche. Ich würde mal schätzen, im Durchschnitt vielleicht so ein, zwei Unternehmer, mit denen ich durchaus am Tag in irgendeiner Form in Kontakt stehe. Ich stehe mit sehr vielen IAP-Herstellern auch in Kontakt. Gestern bin ich mit einem ehemaligen Geschäftsführer oder Vorstand eines sehr großen IAP-Hauses aufgewacht und habe abends mit dem Geschäftsführer eines anderen Cloud-basierten IAP-Herstellers den Tag beendet. So kann das aussehen. So sieht das natürlich nicht jeden Tag aus, aber das ist schon sehr, sehr viel, was wir mit diesen Unternehmen zusammen machen. Teilweise entwickeln wir auch mit Herstellern zusammen, teilweise gestalten wir auch neue Dinge, teilweise arbeiten wir auch an Studien mit entsprechenden Unternehmen zusammen. Also das ist sehr, sehr spannend und da lernt man tagtäglich neue Dinge. Ich lerne auch viele Dinge – das gebe ich ehrlich zu – über diesen Podcast, über den IAP-Podcast. Einerseits dadurch, dass ich immer wieder mit interessanten Leuten eine spannende neue Folge aufnehmen kann. Natürlich stelle ich viele Fragen auch, einfach ins Gespräch zu kommen, aber ich stelle auch immer wieder fest, dass ich ganz, ganz neue Dinge lerne, ganz, ganz neue Aspekte sehe, über die ich vorher selber noch nicht nachgedacht habe und selbst meine eigenen Gedanken, die mir kommen, wenn ich so eine Solofolge vorbereite und aufnehme, führen dazu, dass ich Dinge anders durchdenke, neu durchdenke und ich mich entsprechend auch inhaltlich anders auseinandersetzen muss mit bestimmten Dingen, als ich das vorher gemacht habe. Also Podcasts sind für mich ein tolles Medium. Ich habe auch selber permanent irgendwelche Podcasts auf meinem Handy. Ich habe eigentlich immer ein paar Kopfhörer dabei und wenn ich dann Zeit habe oder zwischen Gebäuden hin und her laufe, dann passiert es durchaus, dass ich den einen oder anderen Podcast, das muss nicht aus der Wirtschaftsinformatik sein, da gibt es auch gar keine oder gibt es nicht viele Angebote außerhalb meiner Podcast-Welt. Da gibt es aber andere Podcasts, beispielsweise aus der Psychologie, aus der Wirtschaft. Aus vielen anderen Bereichen, die ich wahnsinnig spannend finde und die mir meinen eigenen Horizont tagtäglich, und das ist das Schöne, kostenlos erweitern. Audiobücher sind an der Stelle sicherlich auch zu nennen, wenn ich längere Autofahrten habe. Manchmal nutze ich die Autofahrten auch, um beispielsweise Buchkapitel, äh, zu diktieren. Ich hatte letztes Wochenende ’ne längere Fahrt alleine und, ähm, hab dann einfach ein paar Stunden beim Autofahren, äh, Buchkapitel für ein neues ERP-Buch, äh, diktiert, die jetzt gerade transkribiert werden. Das ist ’ne tolle Möglichkeit für mich, einfach Zeiten zu nutzen, wo ich nur unterwegs bin, wo ich mich entsprechend weiterbilde oder auch über Sachen nachdenke. Wie gesagt, Audiobücher sind auch ein tolles Medium. YouTube, ähm, hat sich bei vielen als auch Weiterbildungsmöglichkeit durchgesetzt. Ich bin immer ein bisschen vorsichtig, weil sicherlich nicht alles, was dort präsentiert wird, ähm, auch der Wahrheit entspricht und manches auch ein bisschen zu plakativ dargestellt wird. Aber es gibt tolle Formate, es gibt tolle Interviewformate auf YouTube. Ich, ähm, nutze diese Plattform allerdings weniger zum Sehen als vielmehr zum Hören. Das heißt, das Bild interessiert mich eigentlich weniger als vielmehr die Tonspur. Also das sind Dinge, mit denen ich auch immer versuche, mich selber irgendwo weiterzubilden. Jetzt bin ich ja gefragt worden: „Was liest du selber?“ Also habe ich ja jetzt gesagt, so Artikel, ähm, teilweise wissenschaftliche Bücher, wo ich immer wieder nachschlage, Dissertationen und so weiter und so fort. Vielleicht mal so ’n paar Bücher, die ich in letzter Zeit angelesen, gelesen habe, ähm, die mich beschäftigt haben. Ich fange mal in alten Zeiten an. Ich hab mir vor Kurzem eine Erstauflage der Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre von Dr. Erich Gutenberg. Er ist Mitbegründer der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre. So kann man das, glaube ich, sagen. Er hat ’nen sehr großen Einfluss gehabt auf viel Wissensvermittlung, viel Wissensschaffung auch innerhalb der deutschsprachigen BWL. Ich denke, er war auch jemand, der sehr stark die, ja, die initialen Entwicklungen auf dem ERP-Markt beeinflusst hat. Damit sage ich nicht, dass er selber daran mitgearbeitet hat, sondern die Erkenntnisse, die er innerhalb der BWL aufgeschrieben hat, sind sicherlich auch relevant gewesen und sind eingeflossen in das, was dann in den siebziger Jahren die ersten ERP-Hersteller auch an Software entwickelt haben. Also das ist ein spannendes, nicht ganz leicht verdauliches Buch. Ähm, ein weiteres spannendes Buch, was mich – habe ich jetzt das dritte Mal schon gelesen – sehr gefesselt hat, ist das Buch „Das Streben nach Wohlstand, die Wirtschaftsgeschichte des Menschen“ von Peter Jay. Ist ’n Buch, was so ein bisschen von, ja, den letzten fünfzehntausend Jahren zusammenfasst, warum der Mensch eigentlich nach Wohlstand strebt, was die Hintergründe für bestimmte geschichtliche Entwicklungen waren, warum wir heute sechs, acht Milliarden Menschen sind. Ähm, viele, viele Gedanken, die dort zusammengetragen sind, hat mich fasziniert. Hat sicherlich auch viel damit zu tun, warum wir heute Technologie, warum wir heute Digitalisierung einsetzen, warum vielleicht in Zukunft die Arbeitszeiten dadurch sinken werden. Ähm, also viele Dinge, zu denen man sich sicherlich an der Stelle interessante Gedanken machen kann. Gustave Le Bon, Psychologie der Massen, auch ein alter Klassiker. Ähm, ein Psychologe, der sich… Ja, Erstauflage 1911, der sich Gedanken damit– darüber gemacht haben, wie Massen eigentlich beeinflusst werden, wie Meinung entsteht, wie Meinung auch gemacht wird. Ich bin sicher, der eine oder andere Politiker wird dieses Buch kennen und vielleicht auch die eine oder andere Erkenntnisse in seine Politik einfließen lassen. Ähm, dann lese ich natürlich auch ganz praktische Bücher, Getting Things Done, David Allen, so ein Buch. Äh, wie organisiert man sich eigentlich selber? Ähm, auch Themen Geldanlage, Aktienanlage, Steuern. „Steuern“ ist zum Beispiel ein spannendes Buch von Johann Graber zum Thema: Wie gehe ich mit dem Thema Steuern um? Wie kann ich, ähm, meine Steuerbelastung gestalten? Ähm, ein anderes spannendes Buch, das gibt’s, glaube ich, nur noch gebraucht, wenn überhaupt: „Kursstürze am Aktienmarkt“ von Hartmut Kieling. Ein Taschenbuch, äh, wo er von den Tulpen-Spekulationen in Holland, sechzehnhundert irgendwas, bis heute, verschiedene Kursstürze aufarbeitet, die Hintergründe darstellt, die Entwicklung danach darstellt. Ein wahnsinnig spannendes Buch für alle, die sich so ein bisschen für Hintergründe auch interessieren. Ähm, ein Klassiker, den ich auch mehrfach schon gelesen habe, Benjamin Graham. Das ist der Professor, bei dem Warren Buffett, äh, letztendlich auch investieren gelernt hat und der sehr erfolgreich war. Zwischendurch mal nicht so. Ähm, und er hat einen Klassiker geschrieben, das nennt sich Intelligent Investieren in der deutschen Auflage oder in der englischen, ich weiß nicht in der wievielten Auflage, The Intelligent Investor. Ein sehr, sehr spannendes Buch für alle, die sich ein bisschen zu den Hintergründen von Aktien, von Werten von Aktien interessieren. Lohnt sich auf jeden Fall. Ähm-Wie gesagt, ich habe schon mehrfach da drin auch gelesen. Dann schätze ich sehr meinen Kollegen Hans Werner Sinn. Mehrere Bücher, die er entsprechend auch geschrieben hat an der Stelle. Ähm, ich mache jetzt keine Werbung für einzelne Bücher, weil ich glaube, er ist so omnipräsent, ähm, dass jeder weiß, was seine Themen sind. Ähm, wenn ich dann mal wieder in die Wirtschaftsinformatik zurückgehe, dann gibt es da zwei amerikanische Wissenschaftler, Brynjolfsson und McAffee, ähm, die 2014 einen Bestseller geschrieben haben. The Second Machine Age, ähm, war ein ganz großer Erfolg. Viele sehr interessante, sehr gute Gedanken, Plattformgedanken, äh, Gedanken zur künstlichen Intelligenz, zur Veränderung der Arbeitswelt. Wer es nicht gelesen hat, ich denke, es lohnt sich auf jeden Fall, sich dieses Buch vielleicht in den Herbsttagen, bei denen die Tage ja immer kürzer und die Abende immer länger werden, zu kaufen. Es gibt einen Nachfolger, äh, Machine Platform Crowd. Wie wir das Beste aus unserer Zukunft machen, gerade jetzt 2018 erschienen. Sicherlich auch eine gute Empfehlung, um so ein bisschen zu reflektieren, wie Maschinen, wie Technologie, wie Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert und wie wir selber darauf reagieren können oder was das für uns, auch für unsere Zukunft bedeutet. Wer dann so ’n bisschen in die Forschung reinschauen will, wir selber haben gerade ein Buch rausgebracht aus einem Forschungsprojekt heraus. Da ging es in dem Forschungsprojekt Komplex E, ähm, um ja, digitale Schnittstellen zwischen Unternehmen. Wie tauschen Unternehmen Daten aus? Wo liegen die Probleme? Welche Schnittstellen gibt es dort eigentlich? Was kommt auf uns zu? Wir reden ja zukünftig nicht mehr nur über Schnittstellen zwischen Unternehmenssoftwaresystemen von Unternehmen, sondern wir reden ja viel, viel mehr zurzeit über Schnittstellen zwischen Maschinen, über Schnittstellen zwischen Maschinen und Unternehmenssoftware, über Schnittstellen zwischen Maschinen und Menschen. Und, äh, zu unseren Erkenntnissen, zumindest im Kontext von Unternehmenssoftware, haben wir als Abschluss dieses Projektes ein großes Buch geschrieben: E-Standards einfach einführen. Axel Winkelmann, Daniel Neuss, David Julian Hornung sind die Autoren. Viele Mitarbeiter, die, äh, dankenswerterweise am Lehrstuhl auch noch dazu beigetragen haben. Äh, wir haben gesagt, wir wollen das Buch nicht über den Buchmarkt für viele, viele Euro verkaufen, sondern wir wollen das Wissen größtmöglich weitergeben. Das heißt, ähm, wir haben gesagt, sie zahlen nur Porto und Handling und, ähm, das Buch liegt bei uns gedruckt am Lehrstuhl, wenn Sie das interessiert. Wir haben in den Show Notes all die Themen, die ich jetzt genannt habe, natürlich auch verlinkt. Also auch dieses Buch „E-Standards einfach einführen“. Gerade bin ich dabei, das habe ich eben schon gesagt, ich habe das eine oder andere schon diktiert beziehungsweise hier auf dem Rechner. Es wird ein Buch auch zum Unternehmensdatenfundament geben, auch mit vielem, was ich hier in den Folgen schon immer mal wieder angesprochen habe, um einfach so ein bisschen die Hintergründe auch noch mal deutlich zu machen und natürlich zu sagen: Wie gehe ich denn in solchen Projekten vor? Denn auch wenn viele in den letzten Jahrzehnten schon einmal im ERP, in ein, ja, Teil-Unternehmensdatenfundament investiert haben, stellen wir doch immer wieder fest, dass es unglaublich viele Unternehmen gibt, die überall Insellösungen haben, die eigentlich ganz dringend in ein Unternehmensdatenfundament in die Digitalisierung investieren müssen. Und, ähm, wenn Sie das interessiert, auf unserer Podcast-Seite www. erp-podcast.de, tragen Sie sich doch einfach in den Newsletter ein. Ich spamme sie nicht voll, da reicht meine Zeit überhaupt nicht dafür. Aber wenn solche Dinge erscheinen, dann können Sie sicher sein, dass Sie dann auch auf jeden Fall darüber informiert werden und dann können Sie sicher überlegen, ob Sie die Zeit finden, dieses Buch zu lesen. So, das war das eine. Also, was lese ich? Sie merken, ich lese eine ganze Menge so über den Tag und den Abend, äh, verteilt. Ähm, das ist natürlich auch eine ständige Übung. Insofern, ich lese auch ein bisschen schneller, sicherlich an der einen oder anderen Stelle. Und wenn man in einer Materie sehr drin ist, dann muss man vielleicht auch nicht an jeder Stelle über alle Aussagen so nachdenken, als wenn man sich mit komplett neuer Materie beschäftigt. Dann war die zweite E-Mail: Was kann man denn selber zur Weiterbildung machen? Also ganz viel habe ich eben schon genannt. Das ist nur die Spitze des Eisberges, ähm, um sich initiativ selber weiterzumilden, äh, zu bilden. Das Tolle ist, es gibt ja mittlerweile ganz, ganz viel. Also wenn ich mir die Hochschulen anschaue, nicht nur die Universitäten, sondern auch die Fachhochschulen oder andere Hochschulen, ähm, dann werden dort wahnsinnig viele Programme aufgelegt. So, und jetzt gibt es so ein bisschen das Missverständnis immer zwischen Universität und Hochschule. Was ist denn da eigentlich der Unterschied? Das ist ganz einfach. Die Universität hat das sogenannte Promotionsrecht. Das heißt, Mitarbeiter an den Lehrstühlen können und müssen entsprechend auch Forschung betreiben und haben natürlich das Ziel, auch mit einer Doktorarbeit entsprechend promoviert zu werden. Das heißt, den Doktortitel zu bekommen. Das heißt, sie müssen sehr, sehr viel in der Forschung auch leisten. An der Universität wird also ungefähr pari gelehrt und geforscht, neues Wissen erarbeitet, neue Fragestellungen adressiert, also des Pudels Kern sozusagen. Ähm, während die Fachhochschulen dieses Konstrukt Lehrstuhl, Professor mit entsprechend vielen Mitarbeitern in der Form, wie wir es an der Universität haben, gar nicht kennen. Hier gibt es vermutlich sogar mehr. Professoren, bezogen auf den einzelnen Fachbereich, die aber selber keine Mitarbeiter haben. Das hat vielleicht an der einen oder anderen Stelle einen Vorteil, weil die Kommunikation Student-Professor natürlich direkter ist als zum Beispiel in meinem Fall mit mittlerweile fünfzehn Mitarbeitern. Da bleibt natürlich das eine oder andere zulasten meiner Mitarbeiter ein bisschen im Hintergrund. So, auf der anderen Seite heißt es aber auch, dass mich meine Mitarbeiter permanent treiben, dass wir permanent neue Forschungsprojekte, neue Forschungsideen, neue Forschungsgedanken ausarbeiten, entsprechend vertiefen. Ganz, ganz viel neues Wissen entsteht, während der einzelne Professor an der Fachhochschule, der eben für sich allein sehr viel auch nur Lehre machen muss, ähm, wenig Zeit im Vergleich hat für Forschung. Also Forschung ist schon etwas, was in den meisten Teilen eigentlich an der Universität und vielleicht weniger an Fachhochschulen oder dualen Hochschulen oder ähnliches entsteht. So, die Fachhochschulen und dualen Hochschulen und so weiter, die sind ein bisschen erfinderisch gewesen in letzter Zeit. Wir sind ja in dieser tollen neuen Welt des Denglisch. Also alles muss irgendwo auf Englisch ja auch noch dargestellt werden, damit es progressiv ist und, ähm, sich besser anhört. Verstehe ich auch vor dem Hintergrund von Internationalisierung. Wir bieten selber internationale Studiengänge an der Universität Würzburg an, auch in der Wirtschaftsinformatik und so weiter und so fort. Aber die Fachhochschulen, die nutzen das sehr, sehr gerne, weil der Begriff Universität geschützt ist und tatsächlich mit diesem Promotionsrecht verbunden ist. Der Begriff „University“, also der englischsprachige Begriff, aber überhaupt nicht geschützt ist. Und deswegen nennen sich ganz viele Hochschulen, die nicht Universität sind, „University of“ oder „Applied University of“. Ähm, und derjenige, der das eben nicht weiß, der Unterschied, der sieht dann eben auch nicht den Unterschied zwischen Universität und Hochschule. Also das ist etwas, wenn ich auf Bachelor-Programme, auf MBA-Programme, das heißt auf Weiterbildungsprogramme schaue, die von ganz vielen Hochschulen und Universitäten zur Weiterbildung angeboten werden, was eben vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle, ähm, einen Unterschied – das müssen Sie jetzt selber beurteilen, wie weit das ein qualitativer Unterschied sein kann, ähm, sein mag an der Stelle. So. Dann gibt es, ähm, neben diesen Bachelor, MBA, Weiterbildungskursen, die eben von den Hochschulen sehr stark getragen werden, natürlich auch die Möglichkeit, Online-Kurse zu machen. Es gibt die MOOCs, die entsprechend kostenfreie Kurse anbieten, die Universitäten, die hier kostenfreie Kurse anbieten, teilweise auch über die Podcast-App, über die Audio-Podcasts. Ähm, es gibt so etwas wie Udemy, ähm, IDX, Coursera, Udacity, Skillshare, viele, viele Plattformen, viele, viele Angebote, auf denen Online-Kurse on demand zur Verfügung stehen. Manchmal kostenfrei, wie gesagt, wenn sie, gerade wenn sie von Hochschulen getrieben werden, sehr häufig gegen kleines Geld. Das ist sicherlich ’ne schöne Methode, auch von zu Hause zu lernen. Das ist auch natürlich so ein bisschen das Thema E-Learning. Ähm, ich find‘ es toll, gerade für Leute, die sich nach der Ausbildung, nach dem Studium weiterbilden wollen. Was weiß ich, einfach Excel von, von Grund auf lernen, weil man mit Excel überhaupt noch nie was zu tun gehabt hat. Oder Dinge über das ERP, über das Datenfundament lernen oder ’n Python-Grundlagen-Workshop, oder, oder, oder. Es gibt unendlich viele Kurse, die man über diese Akademien, wie sie sich selber nennen, belegen kann. Ein tolles Angebot. Ähm, E-Learning hat so zwei Seiten für mich. Einerseits die Seite, dass ich, wenn ich damit umgehen kann, unglaublich viel Wissen erwerben kann. Standing on the shoulders of giants. Das ist Wahnsinn, das ist toll, das fasziniert mich jeden Tag und ich entdecke jeden Tag ganz viel Wissen, wo ich merke, dass ich der Zwerg bin und dass mein Horizont eigentlich ziemlich klein ist an der Stelle. Ähm, hat aber auch den Nachteil – und da spreche ich jetzt auch bewusst die Studierenden an – dass man sich so ein bisschen in der Sicherheit wiegt und sagt: „Jo, habe ich ja schon mal gehört.“ Und dann wird es konsumiert und eigentlich gar nicht verstanden, reflektiert und intrinsisch zu eigenem Wissen in Form von Umsetzung gemacht. Und das ist immer die Gefahr bei E-Learning. Sie haben natürlich den Sozialdruck an der Stelle nicht, was ich immer gerne als Sozialdruck bezeichne, denn wenn meine Studenten im Hörsaal sitzen, dann sehen sie ja, was die anderen Studenten tun. „Hast du die Hausaufgabe gemacht?“ „Oh, du bist heute zu spät gekommen.“ „Hast du daran gedacht, dass nächste Woche die Klausur bei dem Meier ist?“ Und so weiter und so fort. All das ist Teil von Sozialleben beim Lernen, von Sozialdruck, von, ähm, auch ein bisschen Verständigung untereinander, sich selber anstacheln. Das haben Sie natürlich weniger bei Online-Kursen, bei E-Learning. Ähm, das mag nicht so schlimm sein in der Weiterbildungswelt, weil viele, die sich weiterbilden, ja auch intrinsisch motiviert sind. Aber bei E-Learning im akademischen Kontext ist das vielleicht eine kleine. Auch ein bisschen der Nachteil. Dann gibt es natürlich für die Weiterbildung auch Podcasts. Also ich nenne jetzt einfach mal ganz unbescheiden meinen eigenen ERP Podcast, den Sie gerade hören. Vielleicht hoffe ich zumindest ein Angebot, bei dem Sie immer mal wieder etwas Neues entdecken. Je nachdem, aus welcher Richtung Sie kommen. Ich weiß, dass dieser Podcast gehört wird von Unternehmern, von IT Consultants, von ERP Herstellern, von Anwendungsunternehmen, von IT Leitern, von IT Management, von CIOs auf Neudeutsch, von CEOs. Ganz, ganz viele Leute, die den hören und mir immer mal wieder ein Feedback geben, wo wir dann auch wieder ins Gespräch kommen. Also entweder virtuell per Email oder teilweise auch dann per Telefon. Das sind spannende Gespräche, wo ich merke, dass vielleicht die eine oder andere Folge auch im Hirn Klick gemacht hat, einen Schalter umgelegt hat, angeregt hat, was zu tun. Wer es nicht verstanden hat, dass man für zwei, drei Jahre sich die Zeit nehmen sollte, in die Automatisierung zu gehen, das Unternehmensdatenfundament zu schärfen, dann mit neuen Geschäftsmodellen Richtung 5G, Richtung der Satellitentechnologie, die auf uns zukommt, das Internet, das allgegenwärtige Internet zu gehen. Der sollte vielleicht die eine oder andere Folge auch noch mal nachhören. Dafür ist Podcast auch da. Ich mache dieses Angebot, zum Nachdenken anzuregen. Ich freue mich, dass ganz, ganz viele bereit sind, mit mir ein Interview zu machen, selber dazu beizutragen, dass das ein tolles Angebot ist. Wie gesagt, wir haben jetzt gerade die fünfzigtausendste gehörte Folge gefeiert. Ist ein schöner Erfolg dafür, dass wir das letztes Jahr eigentlich nur als Versuchsballon gestartet haben. Ja, und jetzt gibt es noch ein abschließendes Weiterbildungsangebot, was ich Ihnen machen möchte, weil ich selber sehr viele Unternehmen begleitet habe, sehr viel Start ups begleitet habe, selber gegründet habe. Ich sage immer auf meinen Keynotes: „Ich bin so ein Kind der New Economy. Mein erstes Unternehmen war zu New Economy Zeiten viel auf Messen. Ich habe, glaube ich, alle Cebits seitdem mitgemacht. Ich habe die Systems leben und sterben gesehen. Ich habe viele Regionalmessen gesehen, die nicht mehr funktionieren. Ich habe leider Gottes auch aus meiner Sicht eine CEBIT gesehen, die sich zwar versucht, neu zu positionieren, aber nicht an die alten Erfolge anknüpfen kann. Welche Meinung Sie zur CEBIT haben, das müssten Sie für sich selber entscheiden. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass Fachmessen zunehmend schlechter laufen, dass Fachmessen zunehmend nicht das Mittel der Wahl sind, sich zu informieren. Und das ist auch meine große Befürchtung, dass viele Mittelständler zukünftig etwas verlieren, eine Informationsmöglichkeit verlieren und wenn dann der Stahlhändler die Ecke als Synonym für alle, die vielleicht nicht so IT-affin sind, irgendwie eine neue Lösung brauchen, die eigenen Probleme in digitale Lösungen übersetzen wollen. Also ich habe ständig Bestandsprobleme. Was kann ich dagegen tun, sozusagen? Das ist das Problem und die Fragestellung oder die Lösung wäre dann natürlich investieren ins Datenfundament, aber dafür muss man ja erst mal auch recherchieren und sich sicherlich auch weiterbilden. Ja, wenn dann der Stahlhändler hingeht und das versucht zu tun und die Messen gibt es dann eben in der Form vielleicht nicht mehr, dann wird das eben sehr schwierig und dann stellt sich natürlich die Frage: Wo geht er hin? Da fallen mir immer so ein, zwei Namen ein, die jeder kennt und sicherlich geht er dann zunächst mal auf die Webseite von diesen großen Unternehmen und wird dann von dem Vertriebler entsprechend eingenordet in den nächsten Wochen, bis er dann unter Umständen den Vertrag abschließt, obwohl es bei unserem tollen IT-Mittelstand, den wir hier auch in Deutschland haben, IT-Mittelstand geht los bei Unternehmen, die nur zehn Mitarbeiter haben, endet aber noch lange nicht bei vielen Softwareunternehmen, die mehrere tausend Mitarbeiter haben. Also wir haben wirklich tolle Softwareunternehmen hier in Deutschland, die auch tolle Lösungen, auch Branchenlösungen anbieten, auch verstehen, wie einzelne Stahlhändler sozusagen ticken. Ja, und die werden dann so ein bisschen bei diesem Spiel außen vor sein. Das ist so ein bisschen die Befürchtung, die ich habe und genau aus dem Grund haben wir angefangen und haben gesagt, wir müssen das dies Jahr mal ganz anders machen. Wir investieren sozusagen eigene Zeit in etwas, was wir DigiConf genannt haben. Die erste virtuelle Fachmesse für Unternehmenssoftware, natürlich insbesondere das Datenfundament, insbesondere EAP. Worum geht es? Wir machen drei Tage lang mit verschiedensten Herstellern, mit ganz, ganz vielen IT-Fachexperten Livestream für Sie. Wir moderieren das, ich moderiere das. Ich stelle kritische Fragen an die Hersteller. Sie können selber Fragen an die Hersteller stellen: „Wie machen wir das? Sie können sich über die Webseite www.digiconf. De registrieren, sich ein Ticket ziehen und von fünften bis siebten November werden wir dort im Livestream einzelne Softwarelösungen vorstellen, die uns die Hersteller zur Verfügung stellen, die die Hersteller präsentieren. Ein spannendes Format, denn sie bleiben völlig anonym für diese Hersteller. Sie können im Gegenteil sogar Fragen stellen über eine Chatfunktion. Die Hersteller haben die Möglichkeit, mit ihnen in Dialog sozusagen zu treten, ohne dass sie sich selber in der Vorabinformation zu erkennen geben müssen. Das heißt, sie müssen also nicht fürchten, dass irgendwie der Vertriebler von der Firma X oder Y die nächsten Wochen bei ihnen anruft, denn ich weiß, das Wichtigste und das Wertvollste, was wir haben, ist unsere Zeit. Und vielfach unterbleibt, gerade im Mittelstand, das Informieren, weil einfach die Befürchtung ist. Dass, obwohl man sich ja nur mal informieren wollte, irgendwelche Vertriebler die nächsten Wochen das Telefon nicht mehr freigeben und permanent anrufen. So, wen haben wir alles eingeladen? Wir haben Open Source Synapy. Wir haben eine Intershop dabei. Wir haben eine Godesys, eine Easy, eine Inosys, eine Astekon, Oxion, Weclapp, CSS, Ebootes, die Kosmoconsult, Actindo, Alpha Plan. Wir werden ein bisschen sprechen über Integrationsbelange. Die Firma Sehburger ist dabei, ZWF-PSI, ’ne GWS, N P, NUPES, CVS und ganz, ganz viele Fachexperten, die uns hier zur Verfügung stehen mit ganz vielen interessanten Programmen. Die haben wir mittlerweile, die ganzen Programmpunkte haben wir mittlerweile auch auf unserer Webseite. Schauen Sie mal drauf, ob das was für Sie ist. Das Ganze ist kostenlos. Sie müssen sich nur registrieren, damit wir Ihnen entsprechend den Zugangscode geben können, damit wir Ihnen das Programm vorher zusenden können. Wir versprechen keine Spams. Ahhhm Wir wollen das neutral halten, wir wollen das neutral moderieren. Wir bringen sozusagen das Wissen im Livestream zu Ihnen nach Hause oder vielmehr ins Büro. Sie können sich einzeln, Sie können sich mit Kollegen vor den Bildschirm setzen. Sie können neutral informiert sein, Sie können anonym bleiben, Sie können sich mit den Herstellern in Kontakt setzen, ganz wie Sie das wollen. Wichtig ist, wir wollen Ihnen drei Tage lang Informationsangebot bieten, ein neues Informationsangebot schaffen, weil wir eben genau sehen, dass die stationären, die traditionellen Fachmessen nicht mehr so funktionieren. Das ist zurzeit unser Weiterbildungsangebot an Sie. Ahhhm Ich glaube, das ist eine spannende Möglichkeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, weiterzukommen, was weit über das geht, was wir hier im Podcast leisten können. Nichtsdestotrotz bleibt für mich auch der Podcast, der wöchentlich am Mittwoch erscheint, ein ganz, ganz spannendes Format. Ich habe unglaublich viele tolle Diskussions- und Interviewpartner, die wir in den nächsten Wochen vorstellen werden. Ganz unterschiedliche Themen von IT-Leitern über neue Technologien, über Fragestellungen, ja die vielleicht auch ein bisschen mehr aus der Forschung kommen, die Ihnen neue Impulse geben sollen über das, was in den nächsten Monaten und Jahren auf uns zukommt. Vielleicht hat Ihnen das eine oder andere aus der heutigen Folge auch dabei geholfen. Würde mich freuen. Ich freue mich, wie immer, über Ihre Rückmeldung und für heute verbleibe ich mit herzlichen Grüßen. Keep connected. Herzlichst, Ihr Axel Winkelmann. Ihnen hat der ERP-Podcast gefallen und Sie konnten wertvolle Erkenntnisse gewinnen? Dann würde ich mich über eine Bewertung auf iTunes freuen, damit auch andere von diesem Podcast erfahren können. Eine Anleitung für die Bewertung finden Sie auf www.erp-podcast.de. Dort finden Sie auch weitere Hinweise, Links und Aktualisierungen zu dieser Folge. Das war der ERP-Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen, losgelöst von Fachzeitschriften, Büchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen, zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren auseinandersetzen wollen. Mein Name ist Axel Winkelmann. Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg.