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ERP-Podcast
#71b - Datenanalyse Ihrer ERP-Daten: Chancen statt Pflicht – ein Interview mit Stefan Wenig und Philipp Kiencke, dab: Daten – Analysen & Beratung GmbH
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ERP-Daten – das moderne Gold des 21. Jahrhunderts? Im zweiten Teil dieses Interviews sprechen wir über die Möglichkeiten der Datenanalyse in SAP-Systemen, über Potenziale in der Automatisierung und die zukünftige Datenanalytik.

Viel Vergnügen!

Webempfehlung:

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Wenn Ihnen unsere Folgen gefallen, dann freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Ihrer Wunschplattform, damit auch andere auf diesen Podcast aufmerksam werden und wir das Angebot weiter verbessern können. Zeitaufwand: 1-2 Minuten.

In diesem Sinne: keep connected.

Herzlichst
Ihr
Axel Winkelmann

Transcript:

ERP-Podcast, was Lego mit dem Unternehmensdatenfundament zu tun hat. Lego? Das kennt doch jedes Kind. Aber wo ist der Zusammenhang zum Unternehmensdatenfundament und zu ERP? In dieser Solo-Folge erfahren Sie mehr.

Viel Vergnügen. Herzlich willkommen zum ERP-Podcast. Dem Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen auseinandersetzen wollen.

Mit diesem Podcast möchte ich Sie mit eigenen Gedanken und Interviews bei der Gestaltung moderner IT-Konzepte nebenbei, also zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren, begleiten. Damit möchte ich Ihnen in dieser von technologischen Veränderungen geprägten Zeit Informationen anbieten, die sich in Zeitschriften, Fachbüchern und wissenschaftlichen Artikeln in dieser Form nicht darlegen lassen und für die sich im hektischen Alltag ohnehin nicht die Zeit findet. Mein Name ist Axel Winkelmann.

Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg. Herzlich willkommen zurück zum ERP-Podcast. Ich habe mich ein bisschen rar gemacht mit, wie heißt das so schön, Solo-Folgen.

Ich habe viele Interviews in letzter Zeit gemacht, denn wir waren mit dem letzten Semester hier an der Universität Würzburg relativ gut ausgelastet. Aber ich nehme mal den heutigen Zweck als Anlass, wieder etwas selber zu erzählen. Ich habe viel Rückmeldung von Ihnen gekriegt zum Thema Unternehmensdatenfundament.

Dafür Ihnen allen ganz, ganz herzlichen Dank. Ich glaube, einer hat es auch in die Bewertung reingeschrieben. Wenn Sie in Deutschland das Wort Unternehmensdatenfundament hören, dann muss es ein Winkelmann sein.

Dankeschön für diese nette Bewertung. Ich verweise auch gerne noch mal darauf, dass ich mich sehr freue, wenn Sie bei iTunes eine Bewertung hinterlassen. Das ist für mich gleichzeitig Ansporn neben Ihren vielen E-Mails, die mich immer wieder erreichen.

Weiterzumachen in Ihrem Sinne Informationen, Beiträge rund um ERP, rund um das Unternehmensdatenfundament aufzubereiten. Jetzt aber zurück zum Unternehmensdatenfundament. Die Idee dahinter ist natürlich, alle Daten an einem Fleck zu haben.

Denn wenn ich alle Daten im Zugriff habe, dann kann ich mit Funktionalität, mit prozessgetriebener Funktionalität darüber natürlich sehr viel auch in der BWL automatisieren. Wenn ich zum Beispiel an Podcast Folge 50 denke, Automatisierung im E-Commerce, wo ich mit einem Unternehmer darüber gesprochen habe, dass er eben mit sehr, sehr wenigen Mitarbeitern sehr hohe Umsatzzahlen im E-Commerce machen kann und in der Skalierung eigentlich seinen Umsatz verdoppeln kann, ohne dass er wesentlich mehr Mitarbeiter dafür benötigt. Dann ist das eigentlich der gezeichnete Weg für alle Branchen in der Digitalisierung.

Und dafür brauche ich natürlich ein Datenfundament. Und jetzt kommen die Kritiker und sagen, im Moment, so einfach ist das doch gar nicht. Wir haben doch ganz unterschiedliche Softwaresysteme und Datentöpfe und so weiter.

Der Winkelmann, der ist Professor, der spinnt da aus einem Elfenbeinturm. Ich kann ihm verraten, nein, ich spinne nicht, sondern sehe da natürlich sehr, sehr wohl die Problematiken. Aber ich versuche, das Ganze vielleicht nochmal ein bisschen plastischer zu machen.

Und der konkrete Aufhänger ist, dass mein Sohn bald Geburtstag hat. Er wird vier Jahre alt und einer seiner großen Wünsche ist Lego. Also das ist jetzt ein Exkurs.

Der hat zunächst mal mit dem Datenfundament nichts zu tun, aber wie das zusammenhängt, werden Sie gleich erfahren. Also Lego. Und ich bin heute Vormittag schon ein bisschen am Recherchieren, was es denn alles so Tolles gibt, denn er ist momentan ein totaler Ritter-Fan.

Ich möchte Lego Ritter. So, was haben Sie für Möglichkeiten bei Lego? Lego hat, abstrakt gesprochen, Sie werden das ein bisschen anders sehen, aber so im Abstrakten, drei Möglichkeiten, mit Lego zu spielen. Also die erste Möglichkeit ist sowas wie Lego Classic.

Das sind so Kreativboxen, wo Sie eigentlich Bausteine kaufen und dann müssen Sie halt selber gucken, was Sie alles Tolles mit diesen Bausteinen realisieren können. Ich denke mal, das ist wahrscheinlich der flexibelste Weg, überhaupt mit Lego zu spielen. Aber gleichzeitig ist das Bauen von Ritterburgen, ohne dass man die Anleitung hat, weil man einfach nur ganz viele Steine hat natürlich, wesentlich aufwendiger.

Also das ist die erste Möglichkeit. Ich könnte meinem Sohn also so eine Kreativbox schenken und sagen, das ist jetzt keine Ritterburg, lieber Sohn, aber das ist etwas, mit dem du gut, lange und ganz flexibel spielen kannst. Die zweite Möglichkeit, die Lego bietet, ist dann sowas wie Lego City oder Lego Technik oder ähnliches.

Das heißt, das sind Baukästen, die schon für einen bestimmten Bereich eben statt, oder technische Gerätschaften oder ähnliches vorgesehen sind, die aber ganz viele freie Möglichkeiten, ganz viel Flexibilität auch bieten. Und da kann ich natürlich relativ konkret schon bauen. Das geht sicherlich in die richtige Richtung.

Aber ich muss eben auch noch einiges an Aufwand investieren, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Das ist sicherlich auch nicht verkehrt. Würde sich mein Sohn sicherlich auch drüber freuen.

Ja, und die dritte Möglichkeit ist, dass ich eben wirklich ein Minifiguren, zum Beispiel Ritter-Set, von Lego verschenke. Das ist dann ganz spezifisch der Ritter Kunibert. Und ich bin sicher, mein Sohn würde mir um den Hals fallen und sagen, das ist genau das, was ich mir gewünscht habe, Papa, Mama.

Also für spezielle Zwecke sofort einsetzbar, aber eben auch nicht flexibel. Wenn er dann auf Cowboy umschwenkt, kann ich das halt nur als Ritter verwenden. Ja, und es ist halt isoliert für einen spezifischen Einsatzzweck.

Soweit zu Lego. Jetzt vielleicht einmal die Übertragung auf das Unternehmensdatenfundament. Vielleicht haben Sie es schon erkannt.

Die grundsätzliche Idee in der Automatisierung ist ja, dass wir auf allen Daten über sämtliche Objekte, auch Ressourcen, auch Content innerhalb des Einflusskreises des Unternehmens Zugriff haben, um größtmöglich beauskünften zu können, größtmöglich rationalisieren, automatisieren zu können. Das geistert schon seit vielen Jahrzehnten als Single Source of Truth, als einzige Quelle der Wahrheit der Datenbeauskunftung durch die Literatur. Aber das ist natürlich sehr, sehr schwierig zu realisieren, weil wir typischerweise ganz viele isolierte Anwendungen natürlich haben.

Geben wir mal vor wie bei Lego. Also ganz oben, ganz speziell, befinden sich Anwendungen für einen klaren Nutzungskontext der Lego Ritter. Was haben wir? Also wir haben zum Beispiel, ich greife jetzt mal ein paar Gewerbe raus, wir haben sowas wie eine Bauakte oder eine Patientenakte für Krankenhaus, für den Hochbau.

Dann haben wir vielleicht sowas wie eine losgelöste FIBU, also ein konkretes Software-System, was wir mit wenigen Mausklicks an den gewünschten Kontenrahmen des Unternehmens anpassen können und wo wir dann loslegen können, Daten, Finanzen zu verbuchen. Oder wir haben ein spezielles CRM-System für unsere Branche, beispielsweise nur für das Krankenhaus. Oder wir haben so etwas wie ERP für die Gaststätte oder, oder, oder.

Ganz spezielle Software-Systeme nur für einen bestimmten Nutzungszweck, nur für ein bestimmtes Geschäftsmittel. Das ist super. Diese Systeme sind schnell einzuführen, sind mit wenig Aufwand einzuführen, bieten mir die spezielle Funktionalität, die ich jetzt im Nutzungskontext brauche, ja, aber sie bieten eben auch nur eine isolierte Datenhaltung.

Wenn ich also hingehe und sage, Mensch, ich möchte eigentlich meinen Beschaffungs- oder nehmen wir mal den Abwicklungsprozess, also von der Angebotsstellung über die Beauftragung in die Produktionseinplanung, in die Produktion, in die Logistik bis hin zum Rechnungswesen, das heißt der automatischen Rechnungsstellung und dem Forderungsabgleich mit dem Buchhaltungs-, mit dem Finanzkonto, wenn ich also hingehe und all diese Einzelaktivitäten mehr oder weniger komplett automatisieren möchte, weil zum Beispiel auch meine Konkurrenz derartiges vorhat oder schon durchführt, nochmal, ich verweise gerne auf die Folge 50, oder wenn ich überhaupt mal anfangen möchte, diese Prozesskette zumindest zu teilautomatisieren oder für einzelne Bereiche wie beispielsweise die Angebotsstellung auch die Daten aus der Produktion, also wann kann überhaupt produziert werden und aus der Buchhaltung oder aus der Kostenrechnung, wann kosten welche Rohstoffe, welche Halbfertigteile und so weiter und so fort, welchen Betrag, damit ich überhaupt ein Angebot erstellen kann. Wenn ich überhaupt hingehen möchte und diese Dinge automatisch zusammenzuführen, um zu beauskunften, dann ist Software die einzig und allein für diesen speziellen Nutzungskontext, Lego Ritter, gedacht ist, vielleicht schwieriger zu handhaben oder gar nicht zu nutzen, weil sie isoliert spezielle Daten in einem Nutzungskontext, in einem funktionalen Bereich wie beispielsweise der Buchhaltung, festhält und diese Daten eben nicht dem gesamten Unternehmensdatenfundament zur Verfügung stellt. Das war also die oberste Lego-Ebene.

Die unterste Lego-Ebene sozusagen der Baukasten, der Universalbaukasten, das ist dann mein theoretisches Datenfundament des Unternehmens, bewusst gesagt theoretisch. Ich weiß natürlich, dass es kein Unternehmen auf dieser Welt gibt, die alle Daten in einer Datenbasis, in einer Single Source of Truth zur Verfügung stellen, sodass mit entsprechenden Rechten versehen, eben sämtliche Daten dort abgelegt und genutzt werden können. Das ist mir völlig klar, aber es gibt natürlich auch eine Ebene dazwischen und da ist dann so etwas wie ein ERP-System zu sehen, ein führendes System, was eben viele, viele Daten des Unternehmens bereitstellt und deswegen heißt ERP, Enterprise Resource Planning, ja auch ein System über idealerweise alle Objektdaten, alle Ressourcendaten des Unternehmens, damit ich damit planen kann und zukünftig im Rahmen der Digitalisierung nicht nur planen kann, also beauskunften kann, sondern viel mehr automatisieren kann.

Ich denke, das wird in der Zukunft viel mehr im Vordergrund stehen als nur die reine Planung. Also warum soll ich mit meinem Kunden, wenn er anruft und sagt, hey, mach mir doch mal ein Angebot, da noch ein Schriftstück hin und her senden, warum soll er überhaupt anrufen, wenn ich ihm vielleicht auf meiner Webseite eine flexible Konfigurationsmaske zur Verfügung stellen kann und auf Basis von Echtdaten aus meinem Gesamtunternehmen am Ende der Konfiguration dann steht, das Produkt kostet so, wie du das konfiguriert hast, 17,43 € und wird nächsten Dienstag für dich am Gate 13 um 15.30 Uhr fertig produziert zur Verfügung stehen. Natürlich können Sie das auch auf die alte Art und Weise machen, ich sehe das heute auch bei ganz vielen Online-Seiten immer noch.

Die Frage stellt sich nur in einer Branche, wenn ein anderer Player dieser Branche hingeht und das genau so anbietet mit allen Nutzenvorteilen, die sich daraus für ihren Kunden ergeben, wird dann der Kunde noch bei Ihnen, also auf manuelle Art und Weise, vielleicht muss er dann auch zwei Tage auf das Angebot warten, bestellen oder wird er direkt zur Konkurrenz gehen, weil er sagt, das ist mir viel transparenter, da kriege ich sofort eine Antwort und zwar kann ich dann sogar noch mit der Konfiguration auf der Webseite rumspielen, um verschiedene Ideen, die ich habe, auszuprobieren. Genau dafür brauchen wir dieses theoretische Datenfundament und in dieser mittleren Ebene, Lego City, Lego Technik oder ähnliches, haben wir bereits vorgefertigte Funktionalität, beispielsweise im ERP-Bereich oder im ECM oder im Enterprise Information Management Bereich, die eben für spezielle Nutzungskontexte leicht angepasst, auch für Branchen, Funktionalität zur Verfügung stellt, die ich natürlich recht aufwendig noch an meine spezifischen Zwecke des Unternehmens anpassen muss, aber die bereits auf eine derartige Art und Weise zur Verfügung stehen, dass ich eben flexibel so größere Teile des Datenfundaments mir zusammenbauen kann und wenn sich mein Geschäftsmodell verändert, eben auch relativ flexibel auf diese Veränderungen reagieren kann. Da ich nun mal Wissenschaftler bin, spreche ich gerne von diesem theoretischen Unternehmensdatenfundament, aber ich glaube, es ist klar geworden, was ich jetzt damit meine und dieser Podcast heißt ja auch ERP, Enterprise Resource Planning Podcast, weil ich genau sehe, dass es dieses theoretische Datenfundament in der Praxis natürlich noch nicht gibt.

Vielleicht wird es das irgendwann mal geben, wenn der Automatisierungs-, der Rationalisierungsdruck in den Branchen noch viel, viel stärker ist. Zurzeit ist es eben so, dass wir verschiedene Softwaregattungen auf dieser mittleren Ebene, Lego City, Lego Technik, haben. Darüber habe ich auch eine Folge gemacht, ich werde die auch in den Shownotes verlinken, Folge 4, glaube ich, wenn ich jetzt richtig im Kopf habe, wo ich einfach über diese verschiedenen Gattungen gesprochen habe und innerhalb dieser Gattungen gibt es natürlich ganz, ganz viele Hersteller, die dort unterschiedliche Funktionalität, unterschiedliche Produkt-, Softwareprodukte zur Verfügung stellen und entsprechend ihrer Geschäftsmodelle im Baubereich, im Handels-, im Einzelhandel-, im Großhandelsbereich, in der Produktion, im Anlagenbau und so weiter Spezialisten sind und ihnen die Funktionen entlang der Geschäftsmodellprozesse ihrer Branche zur Verfügung stellen.

So, das klingt jetzt erstmal einfach, wenn man dann in der Praxis ist und sagt, wir müssen uns jetzt für ein neues System entscheiden, ist das tatsächlich überhaupt nicht einfach und das ist eben die große Schwierigkeit, dann auch für einen selber geeignete Systeme zu finden, die zu dem passen, was wir heute im Geschäftsmodell machen, die aber auch genügend Entwicklungsraum lassen für zukünftige Dinge, also vorgedacht haben, vielleicht Sachen auch etwas abstrakter darstellen, sodass man sie erstmal anpassen muss auf das, was heute im Unternehmen gebraucht wird. Ich denke, auch dazu werde ich das nächste Mal wieder eine Folge machen. Ja, und dann ist eben die Frage, wie informiere ich mich.

Eine Möglichkeit ist zum Beispiel dieser Podcast, der zudem Verbreitung auch in Deutschland findet. Wir haben also dieses Jahr bereits fast 40.000 Folgenabrufe über verschiedenste Fragestellungen, die wir im Laufe des Jahres im Laufe von über 70 Folgen behandelt haben. Ja, und was gibt es sonst? Natürlich gibt es eine Reihe von Büchern, die sich mit der Digitalisierung allgemein beschäftigen, vielfach so abstrakt, dass man als Unternehmer gar nicht weiß, was wollen die eigentlich von mir.

Natürlich braucht man auch Zeit, um zu lesen. Die andere Möglichkeit sind auch immer wieder Messen. Ich stelle in den letzten Jahren fest, dass Messen gar nicht so gut funktionieren.

Das liegt vielleicht auch daran, dass Messen wie eine CeBIT, wie auch andere Fachmessen im Bereich von Unternehmenssoftware doch sehr unkonkret sind. Und wenn ich erstmal mich informieren möchte, mir gar nicht so eine Hilfestellung geben, wie das Ganze funktioniert, wie das Ganze für mich auch aussehen kann. Es kommt noch dazu, dass, sobald ich dort meine Visitenkarte abgebe, natürlich mich der Vertrieb in den nächsten Wochen auch versucht, sturmreif zu schießen, also sozusagen mich von der eigenen Lösung zu überzeugen, obwohl ich mich doch eigentlich erstmal informieren will.

Und das sehe ich auch. Ich bin selber über verschiedenste Startups mittlerweile seit fast 20 Jahren auch immer wieder Aussteller auf großen und kleineren IT-Messen gewesen. Ich habe die CeBIT noch als Aussteller zu Neo Economy Zeiten kennengelernt.

Ich weiß, dass damals noch fast eine Million Leute auf so einer großen Messe war. Heute sind es gerade mal 120.000, 2018 nach offiziellen Angaben. Ich bin selber dort gewesen, nicht nur als Besucher, sondern auch auf einem Messestand.

Ich bin nicht überzeugt davon, dass es tatsächlich so viele Leute waren. Und wenn es so viele Leute waren, dann weiß ich nicht, ob die Besucherqualität tatsächlich so hoch war, wie die Zahl suggeriert. Also das ist das Problem, was die physischen Messen heute haben.

Sie als Anwender müssen ihre Büros verlassen, sie müssen gezielt auf derartige Messen fahren, sie müssen sich gezielt informieren. Das ist sicherlich ein Problem, was nicht ganz unaufwendig ist. Also aus einem Tagesbesuch werden da auch schnell zwei Tage mit entsprechend hohen Kosten.

Ja, und das Problem sehen wir. Das Problem sehen natürlich auch die Softwarehersteller. Und die große Frage ist, wie reagiert man da eigentlich drauf? Und ich habe jetzt, hoffe auch in Ihrem Interesse, aber sicherlich auch im Interesse der Branche, eine erste digitale Fachmesse für Unternehmenssoftware ins Leben gerufen, wo wir mit 20, 30 Fachherstellern, Softwareherstellern vom 5. bis 7. November in einem Livestream Lösungen, jeweils in Halbstundenslots, präsentieren werden, moderiert präsentieren werden, die zu den Problemen des Mittelstands, die zu den Problemen von ihren Geschäftsmodellen, einen Lösungsansatz im Rahmen des Unternehmensdatenfundaments bieten wollen.

Diese Messe ist für Sie als Anwender, wenn Sie sich heute registrieren, vollkommen kostenlos www.digiconf.de Wir erwarten mehrere tausend Fachbesucher. Wir wollen keine Daten von Ihnen haben. Das Einzige, was Sie uns hinterlassen müssen zur Registrierung, ist bitte schön Ihre E-Mail-Adresse, damit Sie ein Passwort zugeschickt kriegen, um auf diesen Livestream dann auch drauf zu kommen.

Sie haben sogar die Chance, wertvolle Preise zu gewinnen, unter anderem ein iPad während der Messetage. Wir werden in halbstündigen Slots, wie gesagt, verschiedene Probleme diskutieren, Lösungen aus unterschiedlichen Perspektiven im Livestream uns anschauen können. Das Ganze können Sie bequem aus dem Büro heraus machen.

Sie können jederzeit in die Fachmesse reinspringen oder, wenn Sie bestimmte Themen eben nicht interessieren, auch dem Tagesgeschehen weiterfrönen. Ich glaube, das ist eine schöne neue Möglichkeit, diese Lücke, die nicht mehr so ganz funktionierenden Brick-and-Mortar-Messen, also die physischen Messen, jetzt hinterlassen, zu schließen und Ihnen als Anwendungsunternehmen Informationsmöglichkeiten an die Hand zu geben, die weit über so einen Audio-Podcast wie den EAP-Podcast hinausgehen. Also ich lade Sie ganz, ganz herzlich ein, bei dieser Messe teilzunehmen, sich zu registrieren, sich jetzt auch zu registrieren.

Wir werden Sie nicht zuspammen. Wir wollen keine weiteren Daten außer Ihrer E-Mail-Adresse, damit wir Ihnen entsprechend Passwort und dann später auch den Programmablauf zuschicken können. Das ist für Sie eine Chance, anonym mit Anbietern auch über einen Live-Chat während des Livestreams in Kontakt zu kommen, ohne zu sagen, wir sind ein Unternehmen, wir sind die Firma Meier mit 150 Mitarbeitern und wir suchen händeringend eine EAP-Lösung im Bereich Großhandel.

Und damit haben Sie den Vertriebler garantiert das nächste halbe Jahr auf der Fußmatte bei sich stehen. Genau das möchte ich nicht, sondern ich möchte Ihnen die Möglichkeit geben, sich ganz individuell, ganz in Ruhe aus dem Büro, ohne große Kosten über das Datenfundament, über Funktionalität, über Softwarefunktionalität zu informieren, damit Sie die Möglichkeiten haben, mit Ihrer individuellen digitalen Transformation immer mehr in Richtung Single Source of Truth, immer mehr in Richtung das, was ich eigentlich meine, mit meinem Unternehmensdatenfundament zu kommen. Und dabei wünsche ich Ihnen ganz, ganz viel Erfolg und danke für heute für Ihre Aufmerksamkeit.

Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, dann freue ich mich natürlich wie immer über Bewertungen bei iTunes. Ich freue mich auch darüber, wenn Sie einfach mal unsere Webseite www.eap-podcast.de besuchen. Wir haben so ein bisschen thematisch auch die einzelnen Folgen eingruppiert, um einfach auch Hilfestellung zu geben, wenn Sie in alten Folgen recherchieren wollen, wenn Sie reinhören wollen, beispielsweise zu Kosten von ERP, zu Projektmanagement, zu Einführungsmethoden, zu Enterprise Architecture Management, zu Automatisierung, zu Enterprise Content Management, Enterprise Information Management, verschiedene ERP-Hersteller und, und, und, und, und.

Wir haben das so ein bisschen geclustert, denn mittlerweile haben wir mehr als 70 verschiedene thematische Folgen. Inhaltlich sind es dann noch viel, viel mehr Episoden, die dahinterstehen, weil ich jede Woche versuche für Sie eine neue Folge, ein neues Thema im Bereich von ERP, von Unternehmensdatenfundament, mit vielen, vielen interessierten Unternehmen, IT-erfahrenen Menschen, denen ich herzlich danke, ins Leben zu rufen. Ja, und wir haben das so ein bisschen inhaltlich strukturiert auf unserer Webseite.

So, das soll es für heute gewesen sein. Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Aufmerksamkeit. Wie immer, keep connected.

Herzlichst, Ihr Axel Winkelmann. Ihnen hat der ERP-Podcast gefallen und Sie konnten wertvolle Erkenntnisse gewinnen? Dann würde ich mich über eine Bewertung auf iTunes freuen, damit auch andere von diesem Podcast erfahren können. Eine Anleitung für die Bewertung finden Sie auf www.erp-podcast.de. Dort finden Sie auch weitere Hinweise, Links und Aktualisierungen zu dieser Folge.

Das war der ERP-Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen, losgelöst von Fachzeitschriften, Büchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen, zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren auseinandersetzen wollen. Mein Name ist Axel Winkelmann. Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg.