Viele aktuelle Studien verweisen lediglich auf die Arbeitsplatzgefährdung durch Roboter und Maschinen. Doch das Datenfundament im Unternehmen ist der wirkliche Effizienztreiber und verändert die Abläufe und Geschäftsmodelle. Meine eigene Familiengeschichte dient in dieser persönlichen Podcastfolge als frühe Randbemerkung zur Digitalisierung und beginnt bereits 1837.
- worin das wirkliche Potential für Automatisierung, Effizienzgestaltung und Rationalisierung liegt,
- wie wichtig das Datenfundament für Ihr Unternehmen sein kann,
- wie neue Technologien schon immer im Laufe der Geschichte zu drastischen Änderungen, aber auch Potentialen in der Wirtschaft geführt haben
- wie Streamingdienste à la Amazon Prime, Spotify, etc. unseren Umgang mit Medien verändern,
- und wie dieses alles mit dem Braunschweiger Klavierbauer Zeitter und Winkelmann, dem Polyphon und den Bayreuther Festspielen zusammenhängt.
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In diesem Sinne: keep connected.
Herzlichst
Ihr
Axel Winkelmann
Transcript:
ERP-Podcast Folge 40 Meine persönlichste Podcast-Folge Digitalisierung à la 1837. Herzlich willkommen zum ERP-Podcast. Dem Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen auseinandersetzen wollen. Mit diesem Podcast möchte ich Sie mit eigenen Gedanken und Interviews bei der Gestaltung moderner IT-Konzepte nebenbei, also zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren, begleiten.
Damit möchte ich Ihnen in dieser von technologischen Veränderungen geprägten Zeit Informationen anbieten, die sich in Zeitschriften, Fachbüchern und wissenschaftlichen Artikeln in dieser Form nicht darlegen lassen und für die sich im hektischen Alltag ohnehin nicht die Zeit findet. Mein Name ist Axel Winkelmann. Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg.
So, jetzt hoffe ich, dass die Geschenke alle gut verpackt und verschnürt sind, dass noch ein paar Plätzchen für Weihnachten übrig sind, der Weihnachtsbaum gekauft und bei manchem vielleicht schon am Bestimmungsort ist. Für dieses Jahr möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Das wird heute meine letzte Folge sein und ich habe mir überlegt, ich möchte Ihnen gerne ein paar persönliche Dinge zum Digitalisierung aus meinem eigenen Leben mitbringen.
Vielleicht im Vorwege, warum bin ich da drauf gekommen? Wenn man ins Internet guckt, wenn man die Zeitung aufschlägt, wenn man sich ein bisschen umschaut, dann stellt man fest, dass zurzeit wahnsinnig viele Studien durch die Gegend geschickt werden. Es gibt zum Beispiel eine Studie der Universität Oxford, eine aktuelle. Von 700 Berufen sind 47 Prozent von Robotern und Maschinen bedroht.
In das gleiche Horn treten zurzeit auch wieder Unternehmensberater wie BCG oder McKinsey, die gerade aktuell in einer Studie gesagt haben, bis 2030 sind hier in Deutschland 12 Millionen Jobs, nochmal 12 Millionen Jobs durch Robotik, durch entsprechende Hardware bedroht. Wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich das alles irgendwo unterstreichen kann, aber dass mir das alles zu kurz greift, weil ich glaube, die wirkliche Bedrohung liegt in der Gestaltung, Neuausrichtung des Datenfundaments des Unternehmens und weniger in irgendwelchen roboterarmen automatisierten Produktionsmaschinen. Das wirkliche Potenzial für Automatisierung, Effizienzgestaltung, aber natürlich auch Rationalisierung liegt in der Integration der Daten, in dem Datenfundament.
Und so verwundert es denn nicht, dass die Bitkom zum Beispiel in ihrer aktuellen Studie sagt, 72 Prozent der Unternehmen sehen als aktuelle Herausforderung die Digitalisierung an. Das ist mit der höchste Wert, also nur noch die Fachkräftesicherung ist ein Prozentpunkt höher. Und Digitalisierung heißt natürlich, dass man sich insbesondere mit dem Datenfundament auseinandersetzen muss.
Vielleicht mal so ein paar Beispiele, um aufzuzeigen, wie wichtig das Datenfundament ist. Das größte Taxiunternehmen der Welt besitzt keine eigenen Taxis, Uber. Die größte Hotelfirma der Welt besitzt kein Grundeigentum, Airbnb.
Der wertvollste Einzelhändler der Welt hat keine eigenen Lagerbestände, nicht Amazon, sondern Alibaba. Oder die am schnellsten wachsende Bank hat kein tatsächliches Geld, Society One. Und so weiter und so fort.
Sie merken schon, das Datenfundament hat immense Auswirkungen. Und ich versuche Ihnen das nochmal so ein bisschen plastisch zu machen, was da jetzt eigentlich passiert an meiner persönlichsten Podcast-Folge. Diese Podcast-Folge beginnt im Jahr 1837, also es geht ein bisschen zurück in der Geschichte, mit meinem Ur-Ur-Großvater.
Und dieser Ur-Ur-Großvater, der war Tischler, wie seine Väter. Und der fing an, 1837 in Braunschweig, kleines Dorf im Vergleich zu heute, eine Klavierfabrik zu bauen. Zunächst in der Scharnstraße, relativ schnell am Wollmarkt 3, am Rande der damaligen Stadt.
Und jetzt geht unsere Geschichte eigentlich los, warum am Rande der Stadt, warum genau an dieser Stelle. Zwei Dinge. Das Erste, für den Klavierbau brauche ich sehr viel Holz, extrem viel Holz.
Und ich habe fertige Instrumente, die ich natürlich auch transportieren muss. Und wenn wir zu der damaligen Zeit über Logistik reden, dann reden wir eigentlich nicht wirklich über Logistik, aus heutiger Sicht. Und der zweite Punkt ist, dass in unmittelbarer Nähe der Kanalfloss und eine Mühle stand, die natürlich dazu genutzt werden konnte, mechanisch entsprechend Baumstämme zu sägen.
Jetzt war das mitten in der Stadt und das war sicherlich von der Lage nicht glücklich, aber es zeigt schon, wie wir eigentlich versuchen oder schon immer versucht haben, in dieser vorindustriellen Phase, Kräfte zu nutzen, um Arbeitsprozesse wie eben dieses Baumstämme sägen, diese Verarbeitung, größtmöglich effizient, vielleicht sogar automatisiert zu gestalten. Die Firma fing mit wenigen Mitarbeitern an und entwickelte sich immer weiter und wurde immer größer und zog letztendlich in den 1880er Jahren an den damals neu gegründeten Bereich, heute Neustadtring 9, immer noch in Braunschweig. Warum? Der erste Grund war die Erfindung der Dampfmaschine, hatte in einem zweiten Schritt in der zweiten industriellen Revolution, also die Überführung von Wärme- und Druckenergie über Kolben in mechanische Arbeit, führte eben dazu, dass man besser, schneller arbeiten konnte.
Und das konnte man dann in der zweiten industriellen Revolution nutzen, um die Logistik zu verbessern, um das Eisenbahnwesen in Deutschland aufzubauen. Und man hatte dann in den Städten Ringgleise entwickelt und die sieht man, wenn man heute auf die Landkarte von Braunschweig schaut, immer noch sehr eindrucksvoll um die Stadt rum, eben auch in der Nähe des Neustadtrings, also direkt auf das Grundstück der Firma Zeiter und Winkelmann, größter Klavierbauproduzent zu der damaligen Zeit in Braunschweig. Braunschweig war nicht so ganz unbekannt für Klavierbau, denn neben Zeiter und Winkelmann gab es auch die Firma Grotherian Steinweg ab 1858 in Braunschweig.
Steinweg, Steinway, das US-amerikanische Pendant. Der Gründer von Steinweg ist nach Amerika übergesiedelt und hat dort die Firma Steinway gegründet, die sich dann irgendwann von Steinweg, von Grotherian Steinweg getrennt haben. Und auch die Firma Schimmel hatte letztendlich ihre Produktionsstätten in Braunschweig.
Also Braunschweig war in Deutschland lange Zeit das Zentrum für die Klavierbauindustrie und meine Vorfahren, meine Urgroßeltern konnten dort eben auf diesem neu gegründeten Gelände, heute am Ring wie gesagt, konnten sie große Werkshallen errichten. Und es waren zwei Dinge der industriellen Revolution, die das ganze interessant machten. Das eine war, wie gesagt, dieses Ringgleis, was eben direkt das Holz auf das Gelände führen konnte, beziehungsweise eben die fertigen Klaviere und Flügel dort abholen konnte und die Eisenbahn brachte es dann zum Hafen und so weiter und so fort.
Der zweite Aspekt war, dass man jetzt anfing auf diesen größeren Geländen eigene Dampfmaschinenhäuser aufzubauen, die eben die mechanische Arbeit automatisieren konnten. Das heißt, aus der Wärme beziehungsweise dieser Druckenergie konnten eben über Kolben, über Riemenbänder Arbeitsmaschinen, gerade im Sägebereich, angetrieben werden. Später wurde daraus dann entsprechend ein eigenes Elektrizitätshaus, denn um die Jahrhundertwende hatte man eben noch nicht überall Elektrizität.
Und das war ein ganz entscheidender Moment für so eine Firma und um die Jahrhundertwende hatte die Firma bereits über 500 Mitarbeiter. Ja, das Erfolgsmodell für Musikalienbauer, für Klavierbauer in Deutschland war natürlich zu der damaligen Zeit, dass die Leute, wenn sie die Musik hören wollten, nur zwei Möglichkeiten hatten. Sie konnten entweder in die Oper oder Ähnliches gehen oder sie konnten sich ein Musikinstrument kaufen, es erlernen und selber zu Hause Musik reproduzieren.
Und hier beginnt eigentlich die Geschichte der Digitalisierung, denn über was reden wir jetzt? Wir reden über Daten, Musik, die durch einen Musiker, der das mal gelernt hat, also der weiß, wie man das Instrument steuert, diese Daten reproduziert. Das kann aber nur er, denn er hatte ja gelernt, wie man dieses Gerät, dieses Musikinstrument steuert. Die Firma meiner Vorfahren hat viele zehntausend Musikinstrumente zu der damaligen Zeit produziert, war wie gesagt nicht so ganz klein, aber die Geschichte der Digitalisierung, Sie ahnen es bereits, geht natürlich weiter.
Und geht weiter in den 1880er Jahren mit der Gründung der Polyphonwerke. Die Polyphonwerke im Hintergrund, hören Sie ein Musikstück, haben eine Art Vorgänger des Plattenspielers entwickelt, wo eine Lochscheibe gedreht wurde und Metalllaschen entsprechend zum Klingen gebracht wurden. Damit war es dann möglich, diese Lochplatten gegeneinander auszutauschen, also andere Musik auf diesem Abspielgerät erklingen zu lassen, aber genau nur auf diesem und nicht von einer anderen Firma.
Und auf diesem Lochplattengerät waren sowohl die Daten über das Musikstück, was dort abgespielt werden soll, aber eben auch Steuerungsdaten, Steuerungsinformationen, die eben dazu führten, dass genau die richtige Metalllasche im richtigen Ton zur richtigen Zeit erklingt. Das war eine erste mechanische Errungenschaft in der Musikindustrie, aber das war natürlich nicht so erfolgreich, dass es Klaviere und andere Musikinstrumente nachhaltig bedrängen konnte. 1887 gab es aber eine zweite Erfindung, die schon wesentlich schwerwiegender war, nämlich das Grammophon.
Zunächst auf Schellackplatten, später auf Vinylplatten, wurden die Musikdaten abgespeichert, analog darauf gepresst, man brauchte eigentlich noch nicht mal das Abspielgerät dazu. Und alle Steuerungsmechanismen waren im Abspielgerät, man konnte relativ einfach die Musikdaten abspielen und das hat dazu geführt, dass in den nächsten Jahrzehnten diese Art des Musikhörens immer populärer wurde, immer verbreiteter wurde. Ironie der Geschichte, einer der Brüder meines Urgroßvaters war der erste Parzifalsänger in Bayreuth und im Hintergrund hören Sie von ihm eine Aufnahme von 1904.
Sie merken schon, eine ganz andere Musikqualität als das, was wir mit dem Polyphon erreichen konnten. Also beide hatten den Vorteil, wir konnten plötzlich Musik abspielen, ohne dass wir jemanden brauchten, ein teures Instrument sowieso nicht, aber auch niemanden, der diese Musik spielen kann, der das beherrscht, das Instrument zu steuern. Und das hat natürlich Riesenvorteile gehabt und hat eben dazu geführt, dass die Nachfrage nach Musikinstrumenten zurückging.
Später kam dann noch die Kassette 1963, auch die analoge Abspeicherung von Daten auf einem Träger mit dem Nachteil, dass man das zwar kopieren konnte, aber eben in verschlechterter Qualität. Und ab 1981 dann entsprechend das Pressen von digitalen Daten, Musikdaten auf eine Kompaktdisk. Die CD war eine sehr, sehr große technische Innovation für die Musikindustrie, also eine bessere Tonqualität, robuster, kleiner, sehr günstig zu produzieren, beliebig reproduzierbar.
Aber die Wertschöpfungskette der Musikindustrie, die sich bis dahin etablieren konnte über große Musiklabels, die änderte sich natürlich nicht. Weiterhin hatten wir ein Bundling von Musikstücken in einzelnen Alben, nur wenige Musiker erhalten einen Plattenvertrag. Also es hat sich eigentlich nur die Qualität und natürlich die technische Darstellung, Verbreitung verändert.
Wir würden da heute auch von einer erhaltenen Innovation sprechen. Die CD hat natürlich Vorgängergeneration der Schallplatte und Musikkassette verdrängt. Klar, wer sich noch daran erinnert, wie man mit Bleistift den Bandsalat einer Kassette aufgespult hat, der wird sich über die CD extrem gefreut haben.
Aber auch die CD war nur ein Zwischenschritt in der Digitalisierung und der Zentralisierung der Daten in der Musikindustrie, des Datenfundaments. Denn der nächste Schritt rollte schon an und das war Apples iTunes bzw. der entsprechende Musikspieler iPod um die Jahrtausendwende.
Was machte der? Der kombinierte vorhandene Technologien über das Internet gekaufte mp3 Musikdaten, also Daten über einen Song, die entsprechend so komprimiert wurden, so verkleinert wurden, dass sie eben problemlos über das Internet heruntergeladen wurden und wenig Platz in Anspruch nahmen, sodass sie auf so einem Player wie dem iPod abgespielt und abgespeichert werden konnten. Das iTunes Vertriebsmodell schaffte Presswerke für CDs, für Schallplatten und entsprechende Zwischenhändler im Vertrieb ab und veränderte damit die Wertschöpfungskette erneut radikal. Jetzt war es plötzlich auch möglich nicht nur ganze Alben zu kaufen, sondern eben einzelne Musikstücke, also wir konnten das Album Bundling aufheben und zunehmend konnten Künstler ohne Plattenvertrag ihre Musik veröffentlichen.
Ja, wenn wir uns dann die Gegenwart anschauen, dann stellen wir fest, dass wir diese mp3s nicht mehr dezentral auf irgendwelchen iPods oder anderen Abspielgeräten abspeichern und nur dort zur Verfügung haben, sondern wir haben heute große Datenbanken, ein riesiges Datenfundament, wo diese Musikdateien zur Verfügung stehen. Und wenn Sie meine Studierenden fragen, dann wissen sie mit den alten Technologien gar nicht mehr so richtig viel anzufangen, denn die haben irgendwelche Abonnementdienste, Amazon Music, Spotify, Napster, was auch immer, und hören die Musik über Lautsprecher beispielsweise von Teufel, von Sonos, über ihre Handys. Oder sogar mit dem Internet verbundenen Autoradio, ohne dass diese Musik wirklich dauerhaft dort gespeichert sein muss, wo sie dann auch abgespielt und gehört wird.
Der Vorteil dieser Zentralisierung, dieser Integration ist eben, dass wir die Musik überall, wo wir angebunden sind, an dieses zentrale Datenfundament, an diese zentrale Datenbank, die Musik hören können und gleichzeitig wir auch die Information zurückspielen können, bis wo wir die Musik oder die Audiodatei gehört haben. Nehmen wir zum Beispiel diesen Podcast. Sie können beginnen, den Podcast, der auch zentral gespeichert ist, in Ihrem Wohnzimmer auf einem internetfähigen Lautsprecher zu hören, dann auf dem Weg zur Arbeit vielleicht im Autoradio weiterzuhören.
Und wenn Sie zurückkommen, machen Sie das Gleiche wieder. Sie hören den Podcast im Autoradio weiter und können ihn dann zu Hause auf beliebigen Endgeräten zu Ende hören. Das ist natürlich ein wesentlicher Fortschritt zu allen anderen Musikgeschäftsmodellen, die wir bisher hatten.
Diese Entwicklung der Musikindustrie, der Digitalisierung, die letztendlich zunächst mal analog, aber dann auch ab 1981 mit der CD digital Einzug erhalten hat, die ist natürlich nicht spurlos an den bis dato existierenden Geschäftsmodellen. Ich habe dieses Jahr eine Podcast-Folge ins Leben gerufen, die da heißt Tradition ist kein Geschäftsmodell. Ein Zitat aus der Verlagswelt von 2009.
Und auch hier muss ich sagen, Tradition ist kein Geschäftsmodell. Bereits die Umwerfungen um die Weltwirtschaftskrise, um die zwei Weltkriege verbunden mit den technologischen Neuerungen hat dazu geführt, dass die Firma meiner Vorfahren 1963 an den Klavierbauer Seiler hier in der Nähe von Würzburg in Kitzingen verkauft wurde. Seiler ist heute koreanisch.
Die Firma Schimmel, ebenfalls eine sehr bekannte Klaviermarke aus Braunschweig, ist heute chinesisch. Die Firma Grotrian Steinweg, ebenfalls chinesisch. Und auch die Firma Steinway ist nicht mehr im Besitz der Familie Steinweg bzw.
Steinway in New York, sondern gehört einem Hedgefondsmanager. Sie sehen, die Gedanken zum Datenfundament, zur Digitalisierung von Unternehmen, zur Veränderung der Wertschöpfungskette, das sind keine Gedanken aus dem Jahr 2017 oder dieser Dekade des 21. Jahrhunderts, sondern die gehen in anderen Industrien durchaus sehr weit zurück und sind für mich damit auch immer Antrieb zu forschen und Unternehmen bei ihrer Bemühung, diesen Wandel mitzugehen, zu unterstützen.
Ich habe dieses Jahr viele, viele spannende Unternehmen, viele traditionelle Geschäftsmodelle erlebt, einige Firmen haben den Wandel, haben die Schritte bereits eingeläutet, andere Firmen stehen noch davor. Ich freue mich auf das nächste Jahr, ich freue mich darauf, mit Ihnen gemeinsam an Themen der Digitalisierung arbeiten zu können. Fakt ist, Digitalisierung wird zu immer mehr Disruption durch geringe Kosten für die Entwicklung, einfacheren Zugang für und zu den Kunden und einem weltweiten Pool an Innovatoren führen.
Aber wie und wo sich disruptive Innovationen zeigen werden, in welcher Branche, das lässt sich leider nicht vorhersagen. Fakt ist aber, wir müssen an dem Datenfundament arbeiten, um für diese Zukunft gut aufgestellt zu sein. Aus diesem Gedanken, aus dieser Idee heraus, habe ich Ende 2016 angefangen, mit Mitarbeitern über einige Folgen nachzudenken für diesen Podcast.
Wir haben den Podcast dann mit Studierenden zusammen im Frühjahr 2017 zunächst einmal als Versuch ins Leben gerufen und ihr Informationsbedürfnis hat meine Vorstellung gesprengt. In der Spitze hatten wir alleine über iTunes, über das iPhone Handy, fast 1000 Abonnenten. Wir haben in 2017 mit mittlerweile 44 Folgen und Sonderfolgen mehr als 40.000 Teildownloads, also nicht jeder hört eine Folge natürlich zu Ende, und mehr als 10.000 vollständig gehörte Folgen.
Damit sage ich Ihnen ganz herzlichen Dank, dass Sie dieses Experiment unterstützt haben. Sie geben gleichzeitig Motivation, in der Art und Weise auch 2018 weiterzumachen. Ich möchte mich an der Stelle nicht nur bei Ihnen als Hörer bedanken, sondern ich möchte insbesondere auch ein herzliches Dankeschön aussprechen an die Studierenden der quasi ersten Stunde, die dieses Projekt gemeinsam mit mir ins Leben gerufen haben.
Insbesondere danke ich Pascal Weißenberger, der hier mich im Hintergrund immer unterstützt und die Folgen entsprechend schneidet, aber auch allen Mitarbeitern, die sich in der einen oder anderen Form in diesen Podcast eingebracht haben, namentlich Julian Hornung, Julian Kolb, Chiara Freichel, Adrian Hofmann und Daniel Neuss und allen anderen Mitarbeitern, die auf dem Flur oder zwischen den Zeilen Input wertvolle Anregungen gegeben haben. Dankeschön. Der größte Dank gilt natürlich allen, die diesen Podcast auch inhaltlich mittreiben, denn ohne sie wäre das Ganze nicht möglich.
Wir haben sehr spannende Folgen rund um das Datenfundament, rund um ERP in 2017 im Kanal gehabt, zum Thema Datenschutz, zum Thema Stammdaten, zum Thema Künstliche Intelligenz, zum Thema Banking is necessary, banks are not, banking is a service, zum Thema Automatisierung, zum Thema Geschäftsprozesse und ich kann Ihnen verraten, einige Folgen für 2018 sind bereits aufgezeichnet. Wir werden auch 2018 spannende Themen, die vielleicht auch ein bisschen über den State-of-the-Art-Horizont hinaus schauen, die Ihnen ein bisschen die Zukunft aufzeigen mögen, ebenso wie vertiefende Wissensfolgen jeden Mittwoch auf unserer Webseite, über iTunes oder alle Podcast-Apps, die Sie auf den Handys oder in Ihrem Auto haben. mögen präsentieren.
Ich wünsche Ihnen dabei weiterhin viele tolle Erkenntnisse, viel Vergnügen. Danke für Ihre Zuhörerschaft und möchte mich mit einem herzlichen Weihnachtsgruße bei Ihnen bedanken und mich für dieses Jahr bei Ihnen verabschieden.
In diesem Sinne, keep connected, frohe Weihnachten und alles Gute für 2018. Ihr Axel Winkelmann.
Ihnen hat der ERP-Podcast gefallen und sie konnten wertvolle Erkenntnisse gewinnen? Dann würde ich mich über eine Bewertung auf iTunes freuen, damit auch andere von diesem Podcast erfahren können. Eine Anleitung für die Bewertung finden sie auf www.erp-podcast.de. Dort finden sie auch weitere Hinweise, Links und Aktualisierungen zu dieser Folge. Das war der ERP-Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen losgelöst von Fachzeitschriften, Büchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen, zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren auseinandersetzen wollen.
Mein Name ist Axel Winkelmann. Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg.