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#102b - Fördergelder für Innovation und Digitalisierung - ein Interview mit dem IHK-Referenten für Innovation und Technologie Frank Albert
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In dieser Folge geht es um Geld, um Ihr Geld – genauer, um mögliche Fördergelder für Innovation und Digitalisierung in Ihrem Unternehmen. Mit Frank Albert, dem Referenten für Innovation und Technologie der hiesigen IHK, bringe ich Licht in den Dschungel der Fördertöpfe und Anträge, um Innovation und Digitalisierung im Unternehmen erfolgreich voran zu bringen.

Ich wünsche Ihnen dabei ganz viel Vergnügen.

Informieren Sie sich über alle Fördermöglichkeiten in der Förderdatenbank des Bundes.

Genannte Förderprogramme in dieser Episode:

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Wenn Ihnen unsere Folgen gefallen, dann freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Ihrer Wunschplattform, damit auch andere auf diesen Podcast aufmerksam werden und wir das Angebot weiter verbessern können. Zeitaufwand: 1-2 Minuten. 

In diesem Sinne: keep connected. 

Herzlichst
Ihr
Axel Winkelmann 

Transcript:

ERP-Podcast, Folge 102, zweiter Teil. Herzlich Willkommen zum ERP-Podcast. Dem Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen in Unternehmen auseinandersetzen wollen.

Mit diesem Podcast möchte ich Sie mit eigenen Gedanken und Interviews bei der Gestaltung moderner IT-Konzepte nebenbei, also zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren begleiten. Damit möchte ich Ihnen in dieser von technologischen Veränderungen geprägten Zeit Informationen anbieten, die sich in Zeitschriften, Fachbüchern und wissenschaftlichen Artikeln in dieser Form nicht darlegen lassen und für die sich im hektischen Alltag ohnehin nicht die Zeit findet. Mein Name ist Axel Winkelmann.

Ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg. Herzlich Willkommen zurück zum ERP-Podcast, heute der zweite Teil. Wir sprechen ein bisschen über Veränderung und wie ich Veränderung in den Unternehmen mir auch fördern lassen kann.

Also wir haben ganz viel gesprochen über, was mache ich eigentlich, wenn ich neue Innovationen im Unternehmen entwickeln will. Steht mein Land dort mit eigenen Förderprogrammen zur Verfügung? Steht der Bund hier mit eigenen Förderprogrammen zur Verfügung? Für mich als Universitätsprofessor ist das sehr offensichtlich, weil wir natürlich ganz viel mit Forschungsförderung auch immer zu tun haben an den Lehrstühlen. Für gerade die KMUs in Deutschland ist das das nicht immer und deswegen haben wir gesagt, wir wollen in der Folge mal ein bisschen darüber sprechen.

Ich tue das nicht alleine, beziehungsweise ich bin hier heute auch nur moderierend, denn ich habe hier einen Experten mir eingeladen, Frank Albert. Herr Albert ist Referent für Innovation, Technologie und Fördermittel hier an der hiesigen IHK Würzburg-Schweinfurt. Also ich habe wahnsinnig viele Projekte, wo sie beraten eigentlich auch.

Das soll jetzt nicht heißen, dass sie bitte alle nach Würzburg zu einer Beratung kommen sollen. Wir wollen einfach ein bisschen aufklären über mögliche Programme, die es da gibt. Bitte auch an Ihre lokalen IHKs, an die Landesregierungen gehen, auch an die Regierungen in den jeweiligen Unterbezirken und so weiter und so fort.

Aber ich freue mich, dass Sie sozusagen stellvertretend für all diese vielen, vielen fleißigen Hände, die wir in Deutschland haben, ein bisschen Hilfestellung geben, ein bisschen Aufklärungsarbeit machen. Herzlich willkommen hier im ERP-Podcast, Frank Albert. Schön, dass Sie da sind.

Vielen Dank, Herr Professor Wengelmann. Vielen Dank auch für die Einladung. Ich bin sehr gerne hier, weil uns das Thema Fördermittel sehr stark am Herzen liegt.

Das ist tatsächlich auch was, was der IHK-Organisation als ganzer stark unter den Nägeln brennt, aber insbesondere auch der IHK Würzburg-Schweinfurt. Wir möchten tatsächlich, dass unsere Unternehmen, unsere Kammermitglieder, aber natürlich auch alle Unternehmen in der Republik, ihre Geschäftsmodelle dahingehend anpassen, dass der digitale Wandel hier gemeistert werden kann. Und da gibt der Staat auf verschiedensten Ebenen, sei es auf Landesebene, auf Bundesebene oder auf EU-Ebene, eine ganze Menge Möglichkeiten, wie man vor allem Unternehmen bei größeren Anschaffungen oder auch bei Forschungen im Bereich oder anwendungsbezogener Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie eben unterstützen kann und auch soll.

Und da würde ich heute in dem zweiten Teil mal noch weitere Förderprogramme vorstellen. Wir hatten ja letzte Woche schon mal gesprochen über Förderprogramme quasi von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt, bis zur Markterschließung. Also vielleicht sagen wir nochmal kurz, letzte Woche, wir haben gesprochen über EXIST, über Gründung hochschulnah, wir haben gesprochen über eigentlich so einen Förderweg, wenn ich innerhalb des Unternehmens neue Ideen habe, neue Geschäftsmodelle aufbauen will, in neue Märkte gehen will, wie PANO, Bayerischer Innovationsgutschein, Go International, dann die ZIM-Förderlinie, Zentrale Innovationsprogramme Mittelstand steht ZIM für, die I4.0-Testumgebung, über die wir gesprochen haben, eine tolle Möglichkeit, sich zu informieren mit Universitären, mit außeruniversitären Forschungslaboren auch in Kontakt zu kommen, um auch Forschung und Entwicklungsarbeit auszulagern.

Also ich glaube, im Bereich Innovation haben wir wahnsinnig viel, was der Staat an Infrastrukturleistung, an Förderungsleistung auch zur Verfügung stellt. Ja, das kann man definitiv sagen, wenn man sich auch anschaut, wie auch andere Länder in der EU vorgehen, da ist es definitiv so, dass wenn man sich Länder anschaut, wie jetzt Spanien, Italien, auch Griechenland, da sind lang nicht so viele Förderprogramme auch auf staatlicher Seite gegeben, die sind viel stärker auf EU-Förderprogramme angewiesen, deswegen reichen dort die forschungsintensiven Unternehmen und auch Hochschulen viel stärker auch bei der EU Anträge an, als jetzt wir beispielsweise in Deutschland, weil man im Endeffekt in Deutschland Landes- und auch Bundesprogramme in einer unglaublichen Vielzahl hat. Und das ist auch wichtig, darauf hinzuweisen, es gibt eine ganze Menge und es lohnt sich einfach da wirklich vor Beginn, und das ist ganz wichtig, vor Beginn eines jeden Projektes da einfach mal nachzuschauen, Mensch, gibt es hier was, was für mein Projekt passen könnte? Wo kann ich mir vielleicht noch Hilfestellung und Anregung holen? Und wofür denn dann tatsächlich die Einbildung eines Experten für mich auch hilfreich und auch wichtig? Tradition ist kein Geschäftsmodell, Innovation haben wir schon ein bisschen darüber gesprochen.

Jetzt sind wir in diesem digitalen Wandel, also von der Schreibmaschine zum Computer, Einführung des Unternehmensdatenfundaments, Einführung von ERP, Schulung von Mitarbeitern etc. BP. All das kommt ja mit dem digitalen Wandel.

Blöderweise ist das Geld immer ein scheues Reh und schneller verschwunden und der Cashflow natürlich auch nicht unendlich groß, um alles selber zu stemmen. Was für Möglichkeiten haben wir? Ich glaube, wir sollten heute in diesem zweiten Teil mal einsteigen in dem Bereich, Mensch, was bedeutet Digitalisierung für mein Unternehmen? Und vor allem, was muss ich für Investitionen tätigen, um zukunftsfest zu bleiben? Und überhaupt, wie komme ich denn vielleicht auch mal dazu, dass ich auf Veränderungen mich mal mit jemandem austauschen kann, dass ich auf Veränderungen auch hingewiesen werde, dass ich vielleicht auch selber merke, Mensch, ich müsste da was verändern. Und hier hat der Bund, finde ich, ein schönes Förderprogramm aufgelegt.

Das Förderprogramm heißt Go Digital und wird vom Bundeswirtschaftsministerium in der Federführung betrieben. Das Förderprogramm Go Digital fördert rein und ausschließlich Beratungsleistungen, was ich sehr wichtig finde. Es ist nämlich tatsächlich so, dass Beratungen sehr schnell auch sehr teuer werden können und sich das eben nicht jedes Unternehmen auch immer so leisten kann.

Deswegen hat man hier ein Förderprogramm aufgelegt, das sichtet sich speziell an Unternehmen unter 100 Mitarbeitern und ist gezielt eben in den Bereichen digitalisierter Geschäftsprozesse, dann tatsächlich im Bereich E-Commerce, im Bereich Logistik, im Bereich Retourenmanagement, Bezahlsysteme, E-Business Softwarelösungen. Dann gibt es den Bereich digitale Markterschließungen. Wie kann ich Social Media Tools nutzen? Welche Content-Marketing-Strategien sind für mich das Richtige? Wie kann ich professionell und rechtssicher meine Internetpräsenz aufbauen? Und der dritte Bereich ist eben im Bereich IT-Sicherheit.

Okay, wie kann ich meine IT-Sicherheitsstruktur hier im Endeffekt auf den neuesten Stand bringen? Wichtig ist bei diesem Förderprogramm, das fördert rein und ausschließlich Beratungsleistungen. Das heißt, da werden die Beratungsleistungen oder die Beratungstagesätze von Beratern gefördert mit einer Einschränkung. Bei dem Förderprogramm Go Digital müssen sich die Beratungsunternehmen, die daran teilnehmen möchten, registrieren lassen beziehungsweise zulassen beim Projektträger, Schrägstrich beim Bund auch selber.

Das hat folgenden Hintergrund. Man will im Endeffekt vermeiden, dass windige Beratungsunternehmen da reinkommen und zum Schaden der Mitgliedsunternehmen einfach eine schlechte Performance abliefern oder vielleicht auch nicht die Performance, die gewünscht ist. Deswegen ist es so, dass man hier aus einem festen Pool von Beratern wählen kann.

Das Schöne an diesem Förderprogramm ist, dass hier die Antragstellung nicht von kleinen Unternehmen bewerkstelligt werden muss, sondern tatsächlich von diesen Beratungsunternehmen. Diese Beratungsunternehmen, da gibt es ein paar Parameter, die einfach erfüllt werden müssen. Sie müssen eine gewisse Zeit am Markt sein, sie müssen Geschäftsabschlüsse nachweisen, sie müssen nachweisen, dass sie das notwendige Know-how haben, sie müssen nachweisen, dass sie schon Hochschulkooperationen mit der Wissenschaft eingegangen sind, um am aktuellen Stand von Forschung, Technik und Entwicklung zu sein.

Aber das wäre jetzt ein klassisches Beratungsprogramm, wo man tatsächlich als kleines Unternehmen sich hinwenden kann und einfach sagen kann, Mensch, ich brauche eine Beratung, wir schmoren immer nur im eigenen Saft, wir müssen uns mal von den Dritten, von außen einen Impuls geben lassen. Und da sagt eben der Bund mit diesem Förderprogramm GO, GO Digital, jawohl, hier kriegst du einen Berater, der ist zugelassen über ein gewisses Qualitätsverfahren und hier kannst du eben deinen Berater zu bestimmten Tagessätzen und zu gewissen Tagen dann im Endeffekt in den vorher genannten Bereichen eine Beratung durchführen, um überhaupt erstmal zu wissen, was müsste ich denn anschaffen. Vielleicht da auch nochmal der Tipp an die Beratungshäuser und Systemhäuser, hier aus Kundensicht ein bisschen zu denken und sich tatsächlich mal registrieren zu lassen, um eben genau solche Dinge auch mit anzubieten.

Denn ich glaube, dass das für die kleineren Anwendungsunternehmen, für die kleineren Unternehmen bis, wie gesagt, 100 Mitarbeitern, durchaus interessant sein kann, hier auch nochmal das eine oder andere einzusparen oder vielleicht zusätzliche Manntage zu buchen, um Dinge zu durchdenken, die eben für das Unternehmen sehr, sehr wichtig sind. Genau, das sehen wir nämlich ähnlich, weil nichts ist schlimmer, als wenn man sich entscheidet, eine Investition zu tätigen und muss nach einigen Jahren feststellen, dass man die falsche Investition getätigt hat. Und da lohnt es sich tatsächlich auch mal mit einem Dritten oder mal einem Dritten von außen einfach da mal drauf schauen zu lassen.

Was sind aus Ihrer Sicht heute die Themen, die am meisten bei diesen kleineren Unternehmen nachgefragt werden? Es ist tatsächlich so, dass gerade im Bereich der digitalen Geschäftsprozesse Beratungsleistungen sehr häufig nachgefragt werden, weil man eben sieht, wir müssen unsere Arbeitsläufe straffen. Es ist durchaus auch so, dass bei dem einen Unternehmen mittlerweile auch ein gewisser Kosten- und auch Personaldruck entsteht. Personaldruck gerade dahingehend, dass man nicht mehr über die personellen Ressourcen verfügen kann oder weil man einfach sagt, das Personal ist teuer oder man findet gar keins erst mal.

Und da ist es tatsächlich so, dass gerade im Bereich der digitalisierten Geschäftsprozesse sehr häufig nachgefragt wird, wie kann ich bei mir vorgehen? Ich will im Bereich Onlinehandel, ich will quasi einen zweiten Standbein neben dem stationären Handel aufbauen. Was gibt es da alles zu beachten? Wie kann ich meinen Webshop quasi so aufbauen, dass er optimal in meine Geschäftsprozesse reinpasst? Wie kann ich auch die Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem hinkriegen? Wie organisiere ich so ein Retourenmanagement eigentlich? In welchen Bereichen oder auf was muss ich dann eben achten, um dann eben auch in optimaler Kundenzufriedenheit am Markt bestehen zu können? Können Sie sagen, die, die das in Anspruch nehmen, sind hinterher tatsächlich auch erfolgreicher? Sie machen das ja schon ein paar Jahre, dass Sie so etwas auch begleiten als IHK. Wir hoffen es doch.

Ich muss dazu sagen, dieses Förderprogramm, das gibt es jetzt seit knapp zwei oder eineinhalb Jahren. Da müsst ihr jetzt nochmal nachschauen. Und hier merken wir aber auch, dass zwar Berater hier aus der Region auch gelistet sind, aber auch hier wieder, es gibt andere Regionen, die einfach mehr Berater dort gelistet haben und einfach auch mehr Fördermittel dementsprechend abgrasen.

Und was bei mir immer so das Problem ist, ich würde gerne viel mehr auch in die Nachbereitung gehen und einfach mal schauen, Mensch, was ist da in einem Jahr draus geworden? Da fehlt mir oder da fehlen uns einfach vollkommen die Ressourcen, um Projekte langfristig zu begleiten. Ja, also das ist das eine. Das ist sicherlich, wie stelle ich mich auf? Beratung.

Und dann stellt sich natürlich die andere Frage, wie verändere ich meine Infrastruktur? Korrekt. Wenn es dann zum Beispiel darum geht, okay, die Beratung ist abgeschlossen, es ist vollkommen klar, ich brauche beispielsweise einen eigenen Server, um meine Daten sicher im Bereich der IT-Sicherheit zu lagern oder wenn es dann heißt, jawohl, wir haben herausgefunden, dass wir eine gewisse Software brauchen oder ein gewisses Warenwirtschaftssystem weiterentwickeln, weiterprogrammieren müssen, wir müssen neue Schnittstellen programmieren oder wir müssen tatsächlich Hardware anschaffen, der Kunde will beispielsweise im Produktionsablauf zunehmend auch Nullserien haben, dann ist es vielleicht sinnvoll, einen 3D-Drucker anzuschaffen oder entwickelt sich mein Geschäftsmodell dahingehend, dass ich meine Daten mithilfe einer Drohne erfasse und aufnehme oder ob ich eine bestimmte Software brauche, ein gewisses CAD-Programm, also wirklich Ausrüstung, die man für den täglichen Alltag so braucht. Und wenn man dann merkt, jawohl, wir brauchen hier tatsächlich eine neue Infrastruktur, wir brauchen für uns ein geeignetes Warenwirtschaftssystem, dann kann man, und das ist das Schöne am Freistaat Bayern, da kann man mit dem DigitalBonus Bayern tatsächlich sich solche Anschaffungen fördern lassen, wenn sie förderfähig sind.

Das heißt, wie kann man sich das vorstellen? Der DigitalBonus Bayern ist ein Förderprogramm, es ist auch wieder ein Zuschussprogramm, eine 50%-Förderung, die fördert in verschiedenen Varianten, es gibt insgesamt drei Varianten, die fördert im Standardbereich Projekte bis 10.000 Euro, das ist die Fördersumme, das heißt im Umkehrschluss, Sie können Projekte bis 20.000 Euro oder auch höher eingehen, es kommt immer darauf an, kleine Unternehmen bis 50 Mitarbeiter 50% Fördersatz, größere Unternehmen bis 30% Fördersatz, und da können Sie sich tatsächlich die Anschaffung von Hard- und Software fördern lassen. Wichtig ist aber in dem Zusammenhang, was Sie sich nicht fördern lassen können, ist ein Standard-Microsoft-Office-Programm, was Sie sich nicht fördern lassen können, sind standardmäßige Computer oder sonstige Sachen, sondern tatsächlich was, wie soll ich es mal am besten sagen, was Sie nicht wirklich absolut standardmäßig haben sollten. Jedes Unternehmen muss einfach einen Computer haben und deswegen kann man dafür keine Steuermittel aufwenden, aber ich glaube, das erschließt sich auch jedem.

Aber ich frage jetzt mal weiter, weil wir sind hier im ERP-Podcast und natürlich ist die Fragestellung eines neuen Systems, eines neuen ERP-Systems bei ganz, ganz vielen Hörern sicherlich auf der Roadmap, ließe sich so etwas fördern, könnte ich jetzt mit Go digital vielleicht ein paar Beratungsstunden bei der Softwareauswahl mir fördern lassen und anschließend, jetzt sprechen wir über ein bayerisches Programm, Digitalbonus Bayern, dann auch Unterstützung bekommen bei den Lizenzen. Korrekt, es ist tatsächlich so, dass, sagen wir mal, Sie hätten schon ein Warenwirtschaftssystem und wollen sich dabei jetzt weitere Schnittstellen programmieren lassen oder möchten mehrere Sachen jetzt zusätzlich mit anbinden in Ihr bereits bestehendes ERP-System, dann ist sowohl die Schnittstellenprogrammierung förderfähig, als auch wenn Sie sagen, jawohl, ich möchte mir ein neues anschaffen, das ist so. Früher sind die Softwarelizenzen bis zu 36 Monate gefördert worden, das ist mittlerweile 18 Monate, aber das heißt tatsächlich, dass sich auch die Lizenzen, ich möchte jetzt keinen Anbieter eben speziell daraus heben, aber es ist tatsächlich so, dass sich die Lizenzen da auch fördern lassen können.

Wissen das die Softwarehersteller überhaupt? Ja. Also das ist ja mal so ein Hin- und Ei-Problem, wenn ich es nicht weiß als Anwendungsunternehmen, kann ich es halt nicht nutzen und wenn es der Hersteller auch nicht weiß. Was wir merken, es sind tatsächlich sehr viele Softwarehäuser auch schon auch an uns herangetreten und auch Softwaredienstleister, die eben sagen, Mensch, wir möchten uns darüber mal informieren, wir würden das gerne unseren Kunden mit anbieten.

Da haben wir hier schon einige auch in der Beratung gehabt, das heißt nicht unmittelbar das Unternehmen an sich, sondern tatsächlich den Softwareanbieter hatten wir auch eben schon hier, die eben dazu auch schon beraten wurden und wir merken tatsächlich, dass zunehmend auch Softwarehäuser auf ihren Homepages auch damit werden und was wir auch schon sehr häufig in Gesprächen herausgefunden haben, dass Unternehmen gesagt haben, Mensch, wir hatten ein bestimmtes Budget, aber wir konnten es quasi nahezu verdoppeln, dass man auch dann durchaus schon mehr investiert hat, weil man im Endeffekt gesagt hat, durch diese 50- oder 30-Prozent-Förderung, je nach Unternehmensgröße, konnten wir das, was wir ursprünglich eingesetzt haben, unser ursprüngliches Budget einfach mit einem Hebelsatz verdoppeln, weil wir dann die andere Hälfte oder das andere Drittel rückwirkend wieder erstattet gekriegt haben. Und das ist dann schon spannend, weil ich durchaus auch schon erlebt habe, dass Unternehmen einfach mal einen doppelt so großen Server gekauft haben, obwohl der eigentlich so noch gar nicht notwendig gewesen wäre, aber man sagt tatsächlich einfach, Mensch, das ist genau das, was wir im Endeffekt gebraucht haben. Wir haben gleich nochmal richtig investiert oder wir haben gleich noch eine Schnittstelle zusätzlich programmieren lassen oder wir haben eben nicht nur den Golf gekauft, sondern vielleicht auch gleich den Porsche.

Okay. Dieses Programm Digital Bonus Bayern, gibt es da analoge Programme auch in den anderen Bundesländern? Mir ist tatsächlich momentan kein analoges Programm bekannt. Man muss auch dazu sagen, der Run auf dieses Förderprogramm, weil man im Endeffekt zumindest im Standardbereich keine Innovationshöhe nachweisen muss, ist natürlich enorm gewesen.

Und um diese Fülle an Anträgen überhaupt abarbeiten zu können, ist es tatsächlich so, dass momentan auch nur 500 Anträge pro Monat möglich sind. Pro Monat? Pro Monat in der Stellung. Das heißt, im Umkehrschluss gehen Sie nach dem Windhundverfahren vor.

Das heißt, schauen Sie gleich zu Beginn eines Monats, dass Sie eben Ihren Antrag stellen. Das heißt, bereiten Sie es schon einen Monat vorher vor oder sagen wir mal, Sie möchten es jetzt im September stellen, nutzen Sie den August, sammeln Sie schon die entsprechenden Angebote Ihrer Dienstleister ein. Sie können auch mehrere Dienstleister nehmen.

Sie sind hier auch vollkommen frei in der Dienstleistung. Sie könnten auch einen Dienstleister in Polen, in Österreich, der Schweiz und Frankreich nehmen. Wichtig ist da allerdings, dass Sie das Angebot in deutscher Sprache mitliefern.

Aber da sind Sie vollkommen frei in der Wahl Ihres Dienstleisters und können hier wirklich sehr breit agieren. Nur im Moment ist es einfach so, dass das auf 500 Anträge im Monat gedeckelt ist. Einfach, um dieser riesigen Antragsflut Herr zu werben.

Jetzt sind wir als Lehrstuhl natürlich gewöhnt daran, permanent Anträge zu stellen, für was auch immer. Wenn ich jetzt so ein Fünf- oder Zehn-Mitarbeiter-Unternehmen bin, beispielsweise aus dem Handwerk, dann ist das sicherlich nicht meine Kernkompetenz. Das ist korrekt.

Aber gerade beim Digitalbonus Bayern, finde ich, ist es ein schönes Programm. Sie müssen jetzt keine wissenschaftlich hochgestochenen Projektskizzen abliefern, sondern Sie beschreiben Ihr Projekt. Die meisten Unternehmen beschreiben ihr Projekt gemeinsam mit dem Software-Dienstleister.

Die Projektbeschreibung hat keinen großen Umfang, dass wir sagen, wir müssen hier fünf, zehn oder zwanzig Seiten erstmal großer Text abliefern. Sie beschreiben Ihr Projekt kurz, knackig, nicht zu kurz, nicht nur stichpunktartig. Sie beschreiben Ihr Projekt einfach mit wenigen Worten, was Sie vorhaben, wie Sie es realisieren möchten.

Das muss auch echt dazu sein, da gibt es bei den sieben Bezirksregierungen, ich kann jetzt bei uns für die Regierung von Unterfranken sprechen, super kompetente Ansprechpartner. Da können Sie jederzeit anrufen und sagen, wir haben gerade das und das vor. Da kriegen Sie definitiv eine Auskunft, eine Orientierung, was muss da rein.

Sie können auch gerne bei Ihrer regionalen Kammer anfragen, Mensch, ich habe sowas noch nie gemacht. Wie baut man denn sowas einfach auf? Sie können einen Musterantrag im Internet herunterladen. Wir sagen immer, das sind die low-hanging fruits.

Das heißt, mit vergleichsweise wenig Aufwand kann man einen sehr hohen Ertrag erzielen. Kann ich das analog auch für andere Programme so bestätigen, dass die Beantragung eigentlich machbar ist? Ja, ich finde schon. Ja, es gibt natürlich Programme, die sind ein bisschen umfangreicher.

Da wird auch gerade bei den Innovationsprogrammen, die Programme, die wir letzte Woche angesprochen hatten, wie beispielsweise jetzt das zentrale Innovationsprogramm Mittelstand, da müssen Sie immer nachweisen können, dass da ein hochgradig innovativer Bereich berührt wird oder auch behandelt werden soll. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch immer, nicht für Sie hochinnovativ, sondern aus volkswirtschaftlicher Sicht. Das heißt, wenn Sie einfach nur eine Weiterentwicklung von Produkt X haben oder nur eine ganz einfache Softwareprogrammierung vornehmen lassen wollen, dann ist das in dem Fall einfach nicht das, was man Ihnen sagt, das ist eine Innovation, eine Rocket Science im klassischen Sinne.

Das heißt, achten Sie gerade bei den Innovationsprogrammen drauf, dass es volkswirtschaftlich betrachtet hochinnovativ ist. Das ist das Schöne an dem Digitalbonus Bayern, der hat nämlich noch einen zweiten Förderteil, das ist der Digitalbonus Plus und hier wird tatsächlich gefördert, was hochinnovativ ist. Ich hatte hier schon Unternehmen, die im Bereich KI tätig waren und haben hier an ihrer KI Programmierungen vorgenommen.

Ich hatte hier schon Unternehmen, die tatsächlich ihre Produktion vollkommen auf Industrie 4.0 umgestellt hatten, das heißt, die entsprechende Sensorik usw. vorrätig hatten. Aber wichtig ist immer bei den Programmen, wenn es irgendwo in Bayern schon mal gefördert wurde, dann können Sie ein zweites solches Projekt nicht einfach nochmal aufsetzen, in einem anderen Regierungsbezirk oder im gleichen Regierungsbezirk einreichen, weil im Endeffekt, es soll auch immer ein gewisser Modellcharakter dabei sein und es soll innovativ im Sinne der Volkswirtschaft sein, in dem Sinne, sowas gibt es einfach noch nicht und es hat auch einen gewissen Modellcharakter.

Jetzt haben wir mit Förderprogrammen um uns geschmissen. Es gibt wahrscheinlich noch etliche mehr und das führt mich zu der Frage, weil wir werden es ja wahrscheinlich auch nicht abschließend heute machen können. Sie schütteln den Kopf.

No way. Ja, es ist wirklich verrückt, was wir alles an Fördermöglichkeiten, an Infrastrukturmaßnahmen hier in Deutschland anbieten. Einerseits ja toll, andererseits muss man natürlich auch wissen, dass es diese Möglichkeiten gibt und wir möchten natürlich größtmöglich auch den Hörern diesen Informationsvorsprung auch bieten.

Wo kann ich mich vielleicht auch zentral informieren? Also klar, People’s Business, gehen Sie zu Ihrer IHK, gehen Sie zu Ihrem Amt oder alle Stellen, die Sie für relevant halten, aber gibt es irgendwo im Internet auch zentrale Möglichkeiten, sich irgendwo zu informieren? Ja, wir empfehlen tatsächlich wirklich, legen Sie sich das als extra weiter in Ihrem Internet Explorer oder in Ihrem Firefox an, die Förderdatenbank des Bundes. Die ist tagesaktuell. Dort werden Förderprogramme aller Bundesländer eingespeist und des Bundes und dort finden Sie wirklich zu sämtlichen Bereichen, zu sämtlichen Möglichkeiten, sei es jetzt Zuschussprogramme, Darlehensprogramme, sei es im Bereich Umwelt, sei es im Bereich IKT, sei es im Bereich Sondermaschinenanlagenbau, sei es im Bereich tatsächlich der Errichtung neuer Gebäude, sei es im Bereich Energieeffizienz, dort sind alle Förderprogramme gelistet.

Und da ist eine aus meiner Sicht schön aufbereitete Suchmaske. Geben Sie ein, was Sie suchen, in welchem Bundesland Sie sitzen und Sie werden da immer nach Treffergenauigkeit absteigend die Förderprogramme ausgespuckt bekommen, die für Ihr Vorhaben theoretisch möglich sein könnten. Und das ist tatsächlich was, was wir jedem Unternehmen empfehlen.

Schauen Sie auf der Förderdatenbank des Bundes und informieren Sie sich vor Beginn Ihres Projektes, denn für all diese Programme, die wir heute besprochen haben, gilt, haben Sie einmal damit begonnen, dann können Sie keinen Antrag mehr rückwirkend stellen. Das heißt, wenn Sie ein neues Projekt aufsetzen möchten, bevor Sie Ihre Meilensteine aufmalen, erkundigen Sie sich erstmal, gibt es da eine Fördermöglichkeit und was kann man da in dem Bereich eben machen. Ich habe jetzt die URL, den Link nicht im Kopf, aber wir werden es wie alle Programme, die wir genannt haben, natürlich in den Shownotes bzw.

auf der Webseite erp-podcast.de auch entsprechend verlinken. Ich glaube, das ist ein guter Hinweis, geh erstmal selber hin, schau mal, was für unterschiedliche Programme es an der Stelle gibt und wenn du dann selber so ein bisschen schlau bist, geh weiter und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, ich kann da überall anrufen und es sind im Regelfall überall sehr, sehr nette Mitarbeiter, sehr, sehr hilfsbereite Menschen, die nicht das Ziel haben abzuwimmeln, sondern eher im Gegenteil sich freuen, wenn jemand hier Unterstützung finden kann und damit auch entsprechend weiterkommt. Das ist korrekt, also das ist auch meine Erfahrung.

Ich habe auch schon gemeinsam mit Unternehmen beim Projektträger angerufen oder wenn man mal einfach kurz eine Info braucht, seid ihr dem Innenminister pflichtig oder habt ihr solche Projekte schon mal gemacht, könnt ihr euch sowas vorstellen? Da haben wir auch schon sehr viel und sehr gute Erfahrungen mit den Projektträgern gemacht. Von daher immer vorher mal anrufen, das lohnt sich auf jeden Fall. Die Damen und Herren bei den Projektträgern haben schon mal eine Stimme zu ihrem Vorhaben, haben schon mal eine Stimme zu ihrem Antrag und ich könnte Ihnen auch den einen oder anderen Tipp definitiv schon im Vorfeld geben.

Gibt es Programme, die wir unbedingt noch nennen sollten? Ich meine, wir haben jetzt so erstmal die gängigsten Programme genannt, wir sind jetzt noch gar nicht auf WU-Programme eingegangen, wobei ich auch ganz klar dazu sagen muss, das ist nicht unser Steckenpferd, weil wir da keine zeitlichen Kapazitäten haben, aber da gibt es eben das Bayerische Haus der Forschung, die Nationale Kontaktstelle, da gibt es einfach Leute, die da mehr Know-how in dem Bereich haben. Wir haben regelmäßige Fördermittelveranstaltungen, wo wir eben auch uns die Projektträger kommen lassen, vom Haus der Forschung und so weiter. Wir machen da auch sehr viel mit dem ZDI in Mainfranken.

Vielleicht einfach mal gucken bei ihrer örtlichen IHK, die machen alle Fördermittelveranstaltungen oder eben sie schauen auf der Homepage der Industrie- und Handelskammer, oder melden sich einfach. Wir machen da regelmäßige Veranstaltungen, wo auch tatsächlich auch Projektträger selber mal kommen. Dann machen wir jetzt wieder unsere Blitzlichtrunde.

Ich drehe den Scheinwerfer nochmal auf Sie, Herr Albert. Also ganz, ganz herzlichen Dank für die vielen Informationen, die Sie uns zu den Förderprogrammen gegeben haben. Jetzt sind unsere Zuhörer natürlich nicht sehend, sie können also nur hören, aber neben mir sitzt ein ganz energetischer Mensch, wo man eigentlich mit jeder Phase das Gefühl hat, da ist jeder Euro Steuergeld, jeder Euro IHK-Geld gut investiert, weil er hier den Unternehmen der Region sehr, sehr viel hilft.

Die Frage an Sie, wie wird man das, was muss man für ein Mensch sein, um das zu tun, was Sie hier auch Gutes tun für unsere Region? Ich glaube, man braucht tatsächlich Leidenschaft. Ich mache das, was ich mache unglaublich gern. Für mich ist das unglaublich wichtig, anderen Menschen, in jedem Unternehmen steckt immer ein Mensch, zu helfen, weiterzubringen.

Ich bin sehr tief verwurzelt mit meiner Region. Ich habe länger auswärts gearbeitet und auswärts studiert. Ich bin froh, hier für meine Region noch einiges tun zu können.

Ich bin da einfach mit Herzblut dabei. Das ist einfach was, was mir Spaß macht und wenn mir was Spaß macht, dann möchte ich das auf jeden Fall auch durchziehen. Ich bin auch häufiger mal mit Doktoranden oder auch Professoren der beiden Hochschulen bei Unternehmen.

Wir machen sehr viel für unsere Unternehmen. Ich habe immer ein offenes Ohr. Das merkt man natürlich aber auch an den Zeitressourcen, die irgendwann begrenzt werden.

Gibt es da so ganz besondere Erfolgsstories, was Ihnen aus den letzten Jahren so im Kopf geblieben ist? Irgendein zentrales Erlebnis, wo du dann auch selber sagst, Mensch, und genau deswegen machst du das? Ich habe tatsächlich Unternehmen im Spessart, das ich häufiger schon betreut habe, mit denen ich ein sehr ähnliches Verhältnis habe. Wir hatten das Unternehmen letztes Jahr einfach mal angesprochen, ob sie sich nicht für den Bayerischen Innovationspreis bewerben wollen, weil das ein super, super Produkt ist. Wir haben hier dann gemeinsam eine Bewerbung ausgearbeitet und das muss ich schon sagen, es hat uns dann sehr gefreut, dass tatsächlich hier der Sonderpreis gewonnen wurde.

Und wir da gemeinsam mit dem Unternehmen in München waren, da es auch eine Auszeichnung des Bayerischen Wirtschaftsministers gab. Das ist schön, so etwas zu sehen und ich habe unglaublich viele Unternehmen, die sich dann auch einfach mal ein Jahr später bei mir melden und sagen, Mensch, hat eigentlich alles super geklappt. Hier ist das Projekt.

Ohne ihre Unterstützung oder ohne ihr Wissen hätten wir das nie so beantragt. Und das ist tatsächlich was, diese Dankbarkeit, die da auch zurückkommt. Und das ist was, was wir sehr gut finden.

Wie halten Sie sich denn selber? Also Lernen oder Arbeiten heißt ja mittlerweile lebenslanges Lernen. Wie halten Sie sich selber fit auch in diesem Bereich, dass Sie den Unternehmen auch größtmöglich helfen können? Ich tatsächlich bilde mich auch kontinuierlich weiter. Ich habe jetzt erst im April ein Fernstudium nochmal abgeschlossen zum Patentreferenten eben an der Hochschule für Technik in Berlin.

Und es ist tatsächlich auch so, ich glaube, wer rastet, der rostet. Und ich besuche regelmäßig auch interne Weiterbildungen bei uns oder auch Seminare und bin sehr viel auch auf externen Veranstaltungen. Ich bin auch sehr gerne an Veranstaltungen von Uni und FH, um eben ja auch immer neues Wissen zu haben.

Aber ich kann auch tatsächlich jedem empfehlen, es gibt super spannende Weiterbildungsmöglichkeiten mittlerweile überall im digitalen Bereich. Finde ich enorm wichtig. Auch hier an der Uni gibt es da einiges, an der FH gibt es da einiges.

Und das kann ich einfach nur jedem empfehlen. Aber es ist sehr zeitaufwendig und mit einem massiven Fulltime-Job nur gedingt Vergnügungssteuer. Jetzt sehen Sie ganz, ganz viele Unternehmen über das Jahr verteilt, über die Jahre verteilt auch.

Klar, hier unsere Fokussierung ist natürlich das Digitale, das ERP-System. Ich werde Sie jetzt nicht fragen, wie sich ERP-Systeme in der Zukunft entwickeln, aber ich frage so ein bisschen, was verändert sich in den Unternehmen vielleicht auch in der Sichtweise der Unternehmen? Wo geht die Reise hin? Ich will nicht sagen, dass ich gespalten bin. Ich bin teilweise hochgradig optimistisch, wenn ich bei unseren Unternehmen bin, weil ich einfach sagen muss, da ist eine enorme Innovationskraft dabei.

Das ist super, super spannend und da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Worüber ich tatsächlich manchmal ein bisschen besorgt bin, ist, wenn man dann ankommt und sagt, Mensch, ich habe hier eine Anfrage für ein Forschungsprojekt oder Liebesunternehmen X, hast du nicht dein Interesse dran? Und man sehr häufig hört, Mensch, Auftragsbücher voll, wir können gerade wirklich nicht. Und ich denke mir dann immer, aber nach jedem Aufschwung kommt der Abschwung und da würde ich mir noch ein bisschen wünschen, dass unsere Unternehmen oder grundsätzlich die Wirtschaft dann noch offener wird und vor allem die kleinen Unternehmen, weil hier steckt enormes Potenzial.

Ich meine, dass wir über 99 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind eben kleine und mittlere Unternehmen und eben nicht die großen Konzerne. Die großen Konzerne, die haben ihre eigenen Entwicklungsabteilungen, die haben ihr eigenes Know-how, da mache ich mir weniger Sorgen. Aber ich würde mir tatsächlich mehr wünschen, dass unsere Unternehmen wie selbstverständlich an eine Universität ran treten oder an eine Hochschule für angewandte Wissenschaften, wie selbstverständlich an Fraunhofer nutzen oder wie selbstverständlich eben auf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zugehen, weil ich glaube einfach, der Innovationszyklus wird immer kürzer und unsere Hochschulen sind super gut aufgestellt hier in der Region und auch unsere außeruniversitären Forschungseinrichtungen und ich glaube, da wäre ein enormer Mehrwert drin.

Das ist was, was ich mir noch für die Zukunft wünschen würde, dass man wie selbstverständlich mal den Hörern die Hand nimmt und sagt, lieber Professor XY, wir kennen uns zwar noch nicht, aber wir würden uns gerne mit Ihnen vernetzen, wir würden gerne mit Ihnen mal zusammen ein Drittmittelprojekt machen. Da möchte ich wirklich appellieren, nutzen Sie diese Möglichkeit stark, es bringt Ihnen enorme Vorteile. Also, wir haben uns jetzt nicht abgesprochen, aber ich blase in das gleiche Horn und ich hoffe, ich oder meine Mitarbeiter und ich tragen mit diesem Podcast ein bisschen dazu bei.

Sie haben auf jeden Fall heute ganz, ganz doll dazu beigetragen, dass viel Wissen über das Thema, wie kann ich mich eigentlich weiterentwickeln, wo werde ich gefördert, welche Möglichkeiten habe ich auch an Innovationen dran zu kommen, dass unsere Zuhörer hier ein paar Impulse bekommen haben für die Synapsen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei Ihnen, Herr Albert. Wie immer, die letzten Worte hat natürlich unser Studiogast.

Ich, wie gesagt, bedanke mich sehr, sehr herzlich für diese spannende Doppelfolge. Ich bin jetzt raus. Herzlichen Dank, die letzten Worte sind Ihre.

Ich hoffe, Sie konnten alle heute und auch letzte Woche einiges mitnehmen. Ich kann nur immer wieder sagen, es gibt enorm viele Förderprogramme. Scheuen Sie nicht den administrativen Aufwand und es lohnt sich in jedem Fall, vor allem, wenn Sie Kooperationsprojekte eingehen, Sie lernen enorm viel voneinander.

Vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank. Bitte schön.

Ihnen hat der ERP-Podcast gefallen und Sie konnten wertvolle Erkenntnisse gewinnen? Dann würde ich mich über eine Bewertung auf iTunes freuen, damit auch andere von diesem Podcast erfahren können. Eine Anleitung für die Bewertung finden Sie auf www.erp-podcast.de Dort finden Sie auch weitere Hinweise, Links und Aktualisierungen zu dieser Folge. Das war der ERP-Podcast für alle, die sich aktiv mit dem Einsatz und der Gestaltung von Unternehmenssoftware und den daraus entstehenden Veränderungen und Potenzialen im Unternehmen losgelöst von Fachzeitschriften, Büchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen, zum Beispiel beim Spazierengehen oder Autofahren auseinandersetzen wollen.

Mein Name ist Axel Winkelmann, ich bin Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg.

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